Beim Zuschauen auf Twitch schien Pragmata wie nichts für mich, zum Glück habe ich es trotzdem ausprobiert

MeinMMO-Autorin Johanna hat Pragmata ausprobiert.

Am Wochenende probierte MeinMMO-Autorin Johanna den neuen Shooter Pragmata aus, obwohl er zuerst beim Zugucken auf Twitch langweilig wirkte. Ihn selbst auf Steam zu spielen, war dann aber ein ganz anderes Gefühl.

Am Wochenende war ich mal wieder auf der Suche nach einem Spiel, mit dem ich meine Freizeit vollstopfen kann. Es kam mir direkt der neue Shooter von Capcom in den Sinn: Pragmata. Schließlich hatte er gerade erst am 17. April 2026 Release.

Bevor ich aber 60 Euro für das Spiel hinblättern wollte, schaute ich mir erstmal etwas Gameplay auf Twitch an. Der erste Eindruck, den ich durch einige Streamer erlangte, war ziemlich ernüchternd. Sieht halt wie ein Shooter aus, dachte ich mir. Das Einzige, was packend wäre, so meine Vermutung, würde wahrscheinlich die Story sein, und um die zu erleben, müsste ich ein Let’s Play einfach zu Ende schauen, nicht aber selbst spielen.

Irgendwas bewegte mich dann allerdings doch, den Sci-Fi-Shooter auszuprobieren. Fragt mich nicht, was genau, aber die Intuition oder das Bauchgefühl waren auf jeden Fall richtig, denn oh Mann! Sonst hätte ich etwas verpasst!

Video starten
CAPCOM zeigt das neue Sci-Fi-Action-Spiel Pragmata im Trailer

Auf geht’s mit Hugh und Diana

Ich lud mir das Spiel also kurzerhand herunter und schlüpfte selbst in die Rolle von Hugh. Er wird von seiner Crew auf der zu erforschenden Mond-Basis getrennt und die KI der Station hat es sich anscheinend zur Aufgabe gemacht, uns zu beseitigen.

Das ist im Prinzip nur eine Bestätigung von Hughs negativer Meinung über KI und Androiden. Doch dann begegnen wir Diana, einer Pragmata, also einer Androidin, die uns fortan auf unserem Abenteuer begleitet.

PRAGMATA Hugh und Diana erste Begegnung
Die erste Begegnung von Hugh und Diana ist noch etwas verhalten.

Hughs anfänglich eher ablehnende Meinung zu Androiden schwingt schnell um. Schuld daran ist nicht nur das niedliche Aussehen und das neugierige Verhalten von Diana, sondern auch ihre Nützlichkeit während des Kampfs.

Zwei zu steuernde Charakter halten mich auf Trab

Wo wir direkt beim Hauptpunkt sind, weswegen ich mich schnell in das Spiel verliebt habe: Das Kampfsystem.

Mit Hugh ist das Gameplay relativ klar: Schießen, bis die Gegner nur noch ein Schrotthaufen sind. Doch wir machen nicht so viel Schaden, als dass die Roboter in ein paar Schüssen erledigt sind.

Hier kommt Diana ins Spiel. Sie sitzt auf unserem Rücken und hackt die Gegner so, dass wir ihnen besser Schaden zufügen können. Sowohl das Schießen mit Hugh als auch das Hacken mit Diana übernehmen wir gleichzeitig. Ich spiele mit Controller, weswegen die Schultertasten Hugh gehören und die rechten Knöpfe für Diana genutzt werden.

PRAGMATA Hacken Diana Kampf
Diana übernimmt die Hälfte des Kampfes von Hughs Rücken aus.

Und das ist der Knackpunkt von Pragmata: Beim Zuschauen wirkt das Gameplay langweilig, denn es unterscheidet sich so nicht wirklich von einem anderen Sci-Fi-Shooter wie beispielsweise Dead Space. Doch das gleichzeitige Hacken erfordert meine volle Konzentration und gibt mir so ein Spielgefühl, das ich noch nie vorher hatte und eben beim Zuschauen niemals nachempfinden könnte.

Das Kämpfen ist auf diese Weise anstrengend. Das Auftauchen von Gegnern stresst mich und das Besiegen einer Gegnerwelle wird immer mit einem Seufzen von mir kommentiert.

PRAGMATA Gegner Weglaufen
Gegner versetzen mich immer noch in Panik, deswegen lieber erstmal weglaufen. Vor allem, wenn die geliebte Shotgun keine Munition mehr hat…

Kein Wunder also, dass ich auch bei dem ersten Boss nervös bin. Hier brauche ich ein paar mehr Hacks und Schüsse und der Boss ist auch etwas schneller als die bisherigen Gegner.

Die Erlösung, die ich aber empfinde, als der Boss liegt, ist nicht zu vergleichen. So erfüllt, erleichtert und voller Spaß habe ich mich lange nicht mehr bei einem Spiel gefühlt!

Und gleichzeitig bin ich gespannt, was die Mondbasis sonst noch auf Lager hat und ob das Spannungsgefühl irgendwann weniger wird. Ich denke aber nicht, finde das aber auch genau richtig so!

Wenn ihr mich jetzt entschuldigen würdet, ich muss weiter die Mondbasis erkunden und süße Einrichtungsgegenstände für Diana finden! Sie freut sich immer so!
Ich bin übrigens nicht die Einzige, die von Pragmata begeistert ist. Schon vor Release war das neue Capcom-Spiel ein Highlight für MeinMMO-Redakteur Niko Hernes: Ein neuer Sci-Fi-Shooter für die PS5 könnte richtig gut werden, auch wenn eine Mechanik die Spieler spalten wird

Bitte lies unsere Kommentarregeln, bevor du kommentierst.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
5 Kommentare
Neueste
Älteste Meisten Abstimmungen
Inline Feedback
Alle Kommentare anzeigen
ZappSaxony

Für mich ruiniert genau dieses Hacking-Kampfsystem das Spiel, welches ich sonst gerne gespielt hätte. Mich erinnert das irgendwie an ein Mobile Game oder einen Deck-Builder.

Das Spiel hat viele Fans, abr man muss halt nicht alles mögen. “Clair Obscur: Expedition 33” war auch so ein Hype, mit dem ich leider so gar nichts anfangen kann (wegen des unnatürlichen Kampfsystems).

dawid

Hast du es schon gespielt? Ich hatte die gleichen Bedenken, aber haben es dann einfach ausprobiert und fand es doch ganz gut umgesetzt, weil es recht organisch wirkt und erfrischend ist. Man kan da auch richtig in einen Flow kommen.
Wenn man aber jetzt einen puristischen Shooter will, ja, dann könnte das nerven.

Leya

Mich hat die Steuerung bisher auch abgeschreckt, weil ich fest davon überzeugt bin, dass mein Koordinationstalent dafür nicht ausreichend genug sein wird 😀

dawid

So schwer ist das nicht 😀 Es verzeiht recht viel.

ZappSaxony

Nein, ich mag auch nicht so viel Geld in etwas investieren, was micht nicht überzeugt (um es zu testen). Wenn ich Gameplay-Videos davon sehe muss ich immer an diese Tanz- und Rhythmusspiele denken… und das als Hauptspielinhalt – nee danke.

5
0
Sag uns Deine Meinungx