Was früher mit Freunden auf dem Schulhof getauscht wurde, ist für die Gen Z heute eine echte Geldanlage 

Was ist denn ein Glurak wert? Und wie viel Geld bekommt man eigentlich für Turtok? Schon vor Jahrzehnten wurden auf den Schulhöfen Pokémon-Karten getauscht. Viele der damaligen Fans sind heute erwachsen. Jetzt geht es beim Tauschen nicht mehr darum, die eigene Sammlung zu füllen, sondern den Geldbeutel. Die Gen Z entdeckt die Karten nämlich zunehmend als Geldanlage.

Bei dem Titelbild handelt es sich um ein Symboldbild von Mick Haupt auf unsplash.

Warum sind Pokémon-Karten eine Geldanlage? Seltene Karten können heute enorme Summen wert sein. Wie Slate berichtet, erlebt der Markt 2026 einen echten Boom.

Auf dem südkoreanischen Resale-Marktplatz Bunjang stieg das Transaktionsvolumen mit Pokémon-Karten im ersten Halbjahr um 211 Prozent.

Wie viel Geld in einzelnen Karten steckt, zeigt ein extremes Beispiel: Eine seltene Pikachu-Karte aus dem Jahr 1998, die zuvor YouTuber und Boxer Logan Paul gehörte, wurde im Februar für fast 16,5 Millionen US-Dollar versteigert.

Aber: Natürlich ist nicht jede Karte plötzlich Millionen wert. Entscheidend sind etwa Seltenheit und Zustand. Professionelles „Grading“, bei dem Karten bewertet werden, spielt daher eine immer größere Rolle. Das Volumen solcher Bewertungen erreichte laut Slate im April 2026 einen neuen Rekord.

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Quelle: TikTok/@saraecheagaray

Warum ist das gerade bei der Gen Z so beliebt? Ein Grund dafür ist laut Slate Social Media. TikToks, in denen Creator Boosterpacks öffnen und auf seltene Karten hoffen, erreichen Millionen Menschen. Gleichzeitig interessieren sich junge Anleger immer öfter für alternative Investments und spekulative Anlagen.

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Zwischen Investment und Glücksspiel

Kann man mit Pokémon-Karten wirklich Geld verdienen? Theoretisch ja. Wer eine gefragte Karte günstig kauft und später teurer verkauft, kann damit Gewinn machen. Eine Garantie, dass Karten ihren Wert behalten oder sogar im Preis steigen, gibt es aber nicht. 

Slate zieht daher den Vergleich zum Glücksspiel: Gerade das Öffnen von Boostern funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip. Man bezahlt, ohne vorher zu wissen, was man bekommt, und hofft auf den seltenen Glücksgriff. Lootboxen aus Spielen setzen vergleichbare Reize.

Die Jagd nach dem nächsten Shiny hat für die Gen Z also längst nicht mit dem Verlassen der Schule aufgehört.

Habt ihr noch alte Pokémon-Karten zu Hause oder sammelt ihr sogar noch fleißig? Schreibt es uns in die Kommentare.

Ob Pokémon-Karten die Gen Z tatsächlich reich machen, bleibt abzuwarten. Zumindest ein Teil der Generation könnte in Zukunft aber aus einem ganz anderen Grund zu Geld kommen: 38 Prozent rechnen damit, irgendwann zu erben. Warum die Gen Z dadurch sogar Teil der reichsten Generation aller Zeiten werden könnte, lest ihr auf MeinMMO. 

Quelle(n):
  1. Slate

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