Die letzten Tage gab es bezüglich Xbox und PlayStation einige schlechte Nachrichten, die viele Spieler wohl hart getroffen haben. MeinMMO-Chefredakteurin Leya Jankowski hat sich mit der GameStar zusammengesetzt, um über die Zukunft des Gamings zu sprechen.
Was ist das für ein Talk? Die letzten Tage und Wochen waren für Gaming-Fans keine leichten. Während Sony ankündigte, ab 2028 keine physischen PlayStation-Discs mehr herzustellen, hat Xbox über 3000 Entlassungen angekündigt. Daraus lässt sich auch viel über die Zukunft des Gamings herauslesen.
Darüber haben MeinMMO-Chefredakteurin Leya Jankowski, Gamestar-Chefredakteur Heiko Klinge und Moderator Michael Graf, ebenfalls von GameStar, in einem Talk gesprochen.
Das ganze Gespräch könnt ihr euch hier ansehen:
Die aktuelle Situation zeigt: Gaming wird sich verändern
Worum genau geht es im Talk? Die letzten News bezüglich PlayStation und Xbox sind nur ein Teil einer größeren Krise, in der sich die Industrie gerade befindet. Neben den Umstrukturierungen und Entlassungen gibt es aktuell ein Hardware-Problem. Herstellungskosten werden immer teurer und dementsprechend werden auch die Preise der Konsolen steigen (was sie ohnehin schon tun).
Michael Graf geht davon aus, dass die nächsten Konsolen in einem höheren Preissegment landen werden als die aktuelle Generation: Also da sprechen wir locker von über 1000 Dollar bzw. dann Euro bis hin zu 1500.
Es könnte also sein, dass Xbox ihre alte All Access-
Strategie wiederbeleben, eine Art Konsolen-Abo, bei dem man auch die Hardware abonniert.
Heiko Klinge bespricht im Talk auch noch den Hauptgrund für die aktuelle Hardware-Krise, und das ist der KI-Boom. Er hofft, dass diese KI-Blase irgendwann platzt und dass in Zukunft wieder bessere Zeiten kommen könnten.
Aber nicht nur die Hardware hat aktuell Probleme, sondern auch die Software. Dank steigender Entwicklungskosten werden AAA-Spiele immer riskanter. Leya Jankowski geht davon aus, das AAA-Gaming ein Luxusgut wird, wenn man bedenkt, wie teuer Hardware und Software werden:
Es wird tatsächlich auch eine Schere geben, dass es Leute geben wird, die werden sich das leisten können und es wird Leute geben, die sind dann eher im Indie-Bereich. […] Und da entstehen auch fantastische Games, das muss man ja auch sagen.
Für AAA-Gaming wird es schwieriger, günstiger zu werden, weil eben die Budgets auch immer größer werden und sich rentieren müssen. Wie Leya aber erklärt, bieten all diese Krisen auch eine Chance, vor allem für das Medium und die Kreativität dahinter:
Also aus meiner Sicht reißt halt gerade dieses AAA-Modell ein. Die ganze Branche stellt sich massiv um. […] Das bringt auch Platz für Neues. Das bringt Platz für Kreativlinge, und das ist ja auch der Trend, den wir gerade sehen, dass auch viele, die keinen Bock mehr auf genau das haben, sich absplitten, neue Studios gründen.
Insgesamt sind die aktuellen Entwicklungen zwar schlecht für den Stand der aktuellen Gaming-Industrie, aber trotzdem gibt es Hoffnung und Möglichkeiten, dass sich die Krise wieder wandelt.
Wie steht ihr zu den aktuellen Entwicklungen? Zockt ihr noch AAA-Games oder setzt ihr eher auf kleinere Spiele? Schreibt uns eure Meinung zum Thema gerne in die Kommentare. Eine weitere traurige Nachricht war das Ende von Destiny 2: „Für den Zustand von Destiny 2 und die Enttäuschung ist nur einer verantwortlich: Bungie selbst.“ – MeinMMO im GameStar Talk
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Kommentare
Als Micha seine erste Rede gehalten hat, mit den “100 Mio Gamepass Nutzern”. Spannte mein Gehirn die Frage. “Wie viele XBox Konsolen wurden verkauft?”
Um also Ihre “Gamepass” Ziel zu erreichen müssen auch mehr XBox Konsolen verkauft werden, oder meinte Sie bei der zahl auch die PCler “Gamepass” Nutzer?
Aber die Hardware Preise fördern es nicht gerade. Naja, mal schauen
und Vielleicht kennt es Heiko oder Micha noch. Diese Settop Boxen, praktisch der Vorläufer von den Streaming Videos Plattformen. Mit hilfe einer “Keycard” kann man sich Videos “puffern” um es dann am Fernseher zu sehen. Ich tippe mal so was wirds auch für Spiele geben. Kennt jemand noch “Premiere”? So was in der Art
und die 1980iger “Konsolen” konnte man fast zu einem Computer Upgraden mit Hardware? Werden wir also “Retro” wieder aufsteigen sehen? Ja ich gebs zu, das ist auch vor meiner Zeit.. Aber es gab Sie, diese Konsolen die einem “Disc” Loader aufsatz hatte anstatt ein Module Schacht usw…
p.s. Ja, warum ich nur die beiden nenne? Nun ja, man fragt eine Frau ned nach ihrem Alter! *flüchtet*
🙂
Hier sind alle Gamepass-Nutzer gemeint, auch die vom PC. Die Xbox wurde weit unter Erwartungen verkauft und sie werden jetzt nicht mehr versuchen, eine neue Xbox mit vielen Verkäufen hart zu pushen.
PS: Der Amiga war mein Einstieg ins Gaming und ich gehe auf die 40 zu. Kein Grund zu flüchten
Na dann bin ich mal gespannt wie XBox die PC-Spieler “wieder” ins Boot holen wollen. Hat doch ihr Sony Konkurrent auch das eingestellt oder planen es. Eine XBox App wird sicherlich ned reichen
Ich selbst habe mit einem VC-20 (gebraucht) meine ersten BASIC Kontakte gehabt. Konsolen mässig war es ein Pong Klone
Naja, schauen wir mal.
“Motto: Think Big or go Home!”??
oder man bleibt einfach beim pc, dann fallen keine zusätzlichen kosten an.
Würde mir nicht im traum einfallen über Cloud zu zocken. Zum einen weil ich Mods nutze und die dinger sind in meinen Augen dann auch zu teuer.
Theoretisch sparst du dir ja dann den Hardwarekauf und spielst in gehobener Qualität. Demnächst hast du ja schon keine Datenträger mehr. Da ist ja dann der Sprung nicht mehr ganz so groß, weil deine Bibilothek eh schon rein digital ist. Ich möchte das auch alles lieber lokal betreiben aber der Mensch ist bequem und die Hardware wird immer teurer. Das wird irgendwann schon eine menge Leute überzeugen. Gutes Beispiel dafür sind ja die ganzen Cloudangebote. Früher hast du das selbst gehostet, allein wegen der Kontrolle und Sicherheit. Jetzt nutzen fast alle großen Firmen Clouds von allen möglichen Hostern und Firmen weils Anfangs günstig und bequem war. So wird es auch auf lange Sicht mit dem Gaming passieren.
Du brauchst trotzdem Hardware irgendwo.
Wenn ich mir Geforce Now anschaue mit seiner Begrenzten Seaon-Zeit und Warteschlangen-Prio die je nach Preis sich unterscheidet, ist das in meinen Augen eher negativ. Und das Zeug wird ja nicht günstiger, eher teurer.
Ja Cloud ging aber nur so lange gut wie auch die Hardware-Preise mitspielten. Auch diese Entwicklung dürfte sich früher später eher ins negative Entwickeln. Es wird ja nicht weniger, eher mehr.
In dem Fall ist die hardware dann aber vergleichweise günstig. 50-250€ für ein streaming device ist was anderes als 1000-5000€ für Konsole oder PC.
Hoffen wir das es nicht so kommt aber irgendwie sind, in meinen Augen, die Weichen dafür schon gestellt.
Wie mit Autos. Man “Least” die Hardware, zahlt einen Monatlichen Obolus und wenn es mal Streikt, müssen Sie zur einer Fachwerkstadt gebracht werden. Die natürlich auch “fixpreise” haben
Dann erreichen die Anbieter doch endlich was sie schon versucht haben. Dass die Leute ihre eigene Hardware plus Datenträger aufgeben und endlich Cloudgaming Abos abschliessen. Die goldenen Käfige, die man lieber nicht verlässt, da man sonst alles verliert. Wenns sich dann für die Publisher nicht mehr lohnt wird das Game/Dienst abgeschaltet und weiter gehts.
Aber ich bin auch sehr gespannt wie lange das noch gut geht mit den Preisen. Die Privatkunden werden sicher nicht bereit sein endlos mehr für Hardware zahlen. Dann verzichtet man halt, zumal die aktuellen Games meist nur als Vehikel zum Geldverdienen gesehen werden. Die Kreativität und die Liebe zum eigenen Game fehlen mir irgendwie. Das machen nur noch die Indyentwickler. Die letzten 10 Jahre waren für mich im Medienbereich so langweilig, dass ich mir fast Wünsche, dass KI die Drehbücher und Stories schreibt. Leider auch beim Gaming.
Diese Superstar Devs wie früher scheint es heute kaum noch zu geben. Wenn man da nur an ID Software, Factor5, DICE oder die damaligen Bungie Leute zurück denkt. Vielleicht ist daher die Krise der Gamingbranche auch eine Chance, die Leute loszuwerden, die da eigentlich nichts so wirklich tolles Produzieren. Ist nun mal nicht jeder ein Picasso.
Ich glaube nicht, dass es bald eine Schere im Gaming zwischen Arm und Reich geben wird. Die Triple-A-Studios sind auf die Käufe aller angewiesen und so werden auch die Spiele bepreist. So dass es sich jeder leisten kann, aber man das Maximalste rausholt was halt geht.
Was ich eher vermute ist, dass wir bald keine Hardware mehr haben die wirklich leistungsfähig ist, sondern man bekommt optimierte ThinClients die dann zum Beispiel bei Sony auf “PlayStation Online” oder so zugreifen im Abo-Modell und man quasi eine Virtuelle Maschine fürs Gaming nutzt.
Es ist doch so, dass eigentlich alle großen Unternehmen die irgendeine Software haben die weit verbreitet ist dies als Abo-Modell anbieten. Adobe hat es vorgemacht und eigentlich ALLE sind nachgezogen, nur den Gaming-Markt hat das noch nicht wirklich erreicht. Bisher ist es beim Gaming eigentlich “nur” so, dass man keine Spiele mehr kauft, sondern eine Lizenz zum Spielen.
Dass der Endverbraucher egal ist hat der KI-Boom ja schon bewiesen, die meisten Firmen setzen lieber auf KI anstatt auf Endverbraucher weil das für die sichere Einnahmequellen sind. Ich glaube wir werden eine der letzten Generationen sein die noch eigene (leistungsfähige) Hardware hatten, in Zukunft werden – so meine Vermutung – sich Unternehmen diese Hardware sichern und an den Endverbraucher weitervermieten.
Dabei vergisst du aber den entscheidenden Unterschied zum Gaming: die übertragene Datenmenge.
Die ganzen Abo Programme laufen dennoch auf deinem PC und fragen nur die Lizenz Daten vom Server ab. Abgesehen von Updates ist das also nur eine winzige Datenmenge und bei Steam und Co ist das auch nicht anders.
Im Vergleich dazu muss bei GeForce Now und Co sowohl das ganze Bild als auch deine Eingaben übertragen werden.
Für 4k bei 120 FPS fallen dafür zb rund 20GB pro Stunde an und das muss sowohl deine Leitung als auch das vom Rechenzentrum (dort sogar das x fache) übertragen können…
GeForce Now funktioniert ganz gut, hat viele Kunden und bietet im höchsten Abo sogar 5K bei 360 FPS an. Deswegen verstehe ich nicht was du damit meinst, das ist ein System das schon lange in Verwendung ist und von vielen Menschen genutzt wird.
Natürlich muss deine Internetleitung das hinbekommen, aber wir sind auch nicht mehr in 2010…. Selbst 5G kann das leisten und das ist Mobilfunk.
Muss man also “Latency/Trägheit” lernen zu umarmen?
Also sorry, wenn Latenz wirklich so ein riesen Problem wäre dann wäre GeforceNow nicht so lange gelaufen wie es nun läuft.
Hast du überhaupt mal auf eine virtuelle Maschine zugegriffen? Ich mache das jeden Tag auf der Arbeit und die Latenz bemerkt man im Normalfall nicht.
VM aber im Lokal Netzwerk, richtig?
Naja, nicht alle Spiele kann man per Streaming wunderbar lösen. Rennspiele z.b. die träge auf Lenkeinschläge reagieren, sind sicherlich keine “Perlen” davon
Den Internet hat ihre einigen Regeln zum Thema Latenz. Ist man “relativ” alleine sind sie anders, als wenn die ganze Welt gerade Online ist
Nein, eine VM über Microsoft Azure die in den Niederlanden steht. Und wie gesagt, das funktioniert ohne Eingabeverzögerung oder sonst was. Man merkt kaum bis gar nicht, dass man auf einer VM ist.
Dir ist aber schon bekannt, dass gerade das Funknetz in den größeren Städten jetzt schon oftmals ziemlich stark beim DL/UL schwankt?
Glasfaser ist ebenfalls noch weit weg von “Flächendeckend ausgebaut” und das normale Netz ist dafür viel zu langsam bzw. ist aufgrund der Überlastung auch nicht dafür geeignet.
Ebenso spielt hier dann auch die Latenz eine ausschlaggebende Rolle, denn die wird mit steigender Datenmenge immer schlechter.
Das sind doch alles Ausreden und Schlechtrederei. Denkst du die Hersteller juckt es ob Glasfaser flächendeckend verbaut ist oder der Mobilfunk mal zwischendurch ein kleines Loch hat?
Mal davon abgesehen, dass das alles auch Dinge sind die aktuell auch vorkommen können und genauso störend sind. Das Einzige was das wirklich betrifft sind Soloplayer die dann von Latenz ebenso betroffen sein können wie Multiplayer.
Wenn du als Multiplayer einen Highping hast wegen deiner Internetleitung, wo ist der Unterschied zu einem Highping beim Gaming auf einer VM? Ist beides gleich nervig…
Dann schaust du dir nur Deutschland an, die Hersteller sind aber alles internationale Unternehmen und wir Deutschen hängen Internettechnisch ein bisschen hinterher, aber das juckt doch die Leute in den Produktentwicklungen von Sony/Microsoft etc. nicht, wie es in ländlichen Gegenden in Deutschland aussieht.
Vielleicht bin ich mit meiner Meinung recht alleine, aber ich finde es tendenziell gut dass Gaming an sich wieder exklusiver wird.
Warum? Weil die Qualität der Spiele – gerade im AAA Bereich – schon lange unter aller Sau ist und in keinster Weise mehr den Preis rechtfertigen.
Zwar wird sich immer wieder heftig beschwert aber trotzdem die größte Version vorbestellt und durch die schiere Masse an Käufen machen die Entwickler dennoch riesen Gewinne und geben deshalb mehr oder weniger einen feuchten Dreck auf das Feedback…
Zu befürchten ist aber noch mehr Verlust bei der Qualität. Wenn der Entwickler von weniger Verkäufen ausgeht, dann wird seine Idee nicht sein:”Hey? Drehen wir mal die Quali ein bisdchen nach oben.”
Die werden eher so denken:”Wo kann ich bei Inhalten und Entwicklung sparen um trotzdem genauso viel wie vorher einzunehmen.”
Ein Umdenken bei der Qualität wird nur stattfinden, wenn die Spieler zwar da sind, aber aufgrund von mangelnder Qualität bewusst nicht kaufen.
Das trifft halt nur bei den großen Studios zu, die sind einfach zu aufgeblasen und was damit passiert sieht man sehr gut an den letzten Meldungen. Die brauchen einfach die Einnahmen der breiten Masse um alle “am Leben zu halten”.
Im Indie-Bereich hingegen funktioniert das schon recht gut, die kleinen Studios müssen eben nicht 30 Manager “durchfüttern” und können sich dementsprechend auch tatsächlich auf das Spiel, QA und Feedback konzentrieren…
Auch wenn Playstation und Xbox gerade auf selbstzerstörerischen Pfaden wandeln, Sony mit Hideaki Nishino und Hermen Hulst die zwei respektlosesten und unfähigsten Manager die Führungsverantwortung übertragen haben, so ist nicht alles schlecht, was in der Gamingbranche geschieht. Ich finde, was die Vielzahl an guten Games, in diesem und auch im kommenden Jahr, anbelangt, können wir uns im Moment wirklich nicht beklagen.