Am 13. Dezember 2024 ist Pantheon: Rise of the Fallen auf Steam gestartet. Das Spiel hat mit 80 % positiver Reviews sogar ganz gute Bewertungen und die Spielerzahlen steigen weiter an. Zwischen den Jahren, am 29. Dezember, erreichte man einen neuen Spieler-Höchstwert auf Steam.
Was ist Pantheon: Rise of the Fallen für ein MMORPG? Leser von MeinMMO kennen Pantheon: Rise of the Fallen seit 8 Jahren. Der erste Artikel zum Indie-MMORPG erschien bei uns im Dezember 2016.
Pantheon ist ein MMORPG, das mal von Brad McQuaid erdacht wurde, dem Kopf hinter Vanguard. Doch McQuaid starb 2019 mit nur 51 Jahren. Pantheon soll ein geistiger Nachfolger von Spielen wie Everquest sein, das auf anspruchsvolles PvE setzt, bei dem man für jede relevante Aktivität eine Gruppe braucht.
Die Entwicklung von Pantheon zog sich lange hin und schien schon fast gescheitert zu sein. Doch ab 2023 gab das Produktions-Team plötzlich richtig Gas, setzte auf neue Grafik, ein Saison-Modell und drängte auf einen Release im Early-Access.
Pantheon startet mit 80 % positiven Reviews auf Steam
So läuft es jetzt auf Steam: Das MMORPG ist in einem „frühen Zustand“ auf Steam erscheinen: Jeder kann sich für 39 € Zugang kaufen.
In der Spitze hat das Spiel 4.200 Spieler. Diesen Spieler-Höchststand hat man auf Steam am 29. Dezember erreicht, das sind also aktuelle Zahlen.
In den ersten Tagen zum Release hat man sich noch schwergetan, aber die Kurve bei den Spielerzahlen geht nach oben.
Ein MMORPG für Leute, die lieber WoW Classic als WoW spielen
Was sagen die Leute in den Reviews? Die Stimmung ist klar (via Steam):
Man sollte bei Pantheon kein „modernes WoW“ erwarten – das sei eher ein Spiel für Leute, die WoW Classic bevorzugen.
Das MMORPG spiele sich wie ein modernes Everquest, aber es sei noch im Early Access, dafür fühle es sich gut an. Das ist oft so die Einschränkung: „Für ein Indie-Spiel im Early Access ist es ganz gut“.
Die Fans des Spiels betonen, wie gut Pantheon das Gefühl von „Everquest so um das Jahr 2000 einfängt“ – viel komme auf eine gute Gruppe an. Immer wieder wird betont, es sei ein „klassisches MMORPG“.
Was wird kritisiert? „Altes MMORPG“ heißt auch, dass es einige Straf-Mechaniken gibt: Ein Spieler sagt, ihn ärgere vor allem, dass man das Inventar beim Tod verliert. Das Spiel lade einen dazu ein, es zu erkunden, bestrafe einen dann aber, wenn man die falsche Abzweigung nimmt, mit einem hochstufigen Mob.
Ein anderer Nutzer von Steam sagt: Das Spiel sei zu grindy und man verbringe viel Zeit damit, eine Gruppe zu suchen.
Kann man Pantheon empfehlen? Man muss mit der richtigen Erwartungshaltung an das Spiel gehen: Das ist ein Herzensprojekt eines kleinen Teams, das ein „Oldschool MMORPG“ machen will, das sich an eine bestimmte Spielergruppe richtet.
Wer da das nächste WoW erwartet, wird sicher enttäuscht werden. Wer Freunde von früher hat und weiß, worauf er sich einlässt und ein wirklicher „MMORPG-Fan“ alter Schule ist, dem kann man vielleicht mit Abstrichen Pantheon empfehlen.
Wobei man einschränkend sagen muss, dass das ganze Projekt sich in den letzten 10 Jahren sicher nicht so optimal entwickelt hat, wie das der mittlerweile verstorbene Gründer mal wollte. Das Team hat in den letzten Jahren und Monaten aus einer schwierigen Situation noch das Beste gemacht. Und die Ergebnisse auf Steam sind jetzt ermutigend.
Viele Indie-MMORPGs, auch hoffnungsvolle, haben wir in den letzten Jahre lange auf MeinMMO begleitet, die nie den Release geschafft haben oder wie Crowfall völlig untergegangen sind, bei Pantheon sieht es jetzt viel besser aus: Neues PvE-MMORPG verspielte es sich 2023 bei seinen Fans, will es im nächsten Jahr besser machen
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Ich werde wohl noch abwarten, bis sie sich entschieden haben, wie das endgültige Bezahlmodell aussehen soll.
“In der Spitze hat das Spiel 4.2000 Spieler.” Das wären ziemlich viel. Aber auch 4200 sind eine gute Zahl. 🙂 Grad nach dem letzten Video finde ich das macht einen guten Eindruck. Leider geht die Entwicklung etwas langsam. Versteh nicht das sich dafür kein Geldgeber finden lässt. Bei den Geldsummen die man sonst so raushaut, würde hier ein kleiner Bruchteil reichen.
Geldgeber wollen in der Regel auch wieder Geld zurück. Es wird sicherlich eine Handvoll Spieler geben, die dieses Old-School-Feeling mögen. Ich wage allerdings zu bezweifeln, dass es ausreichend viele Spieler gibt, um so ein Spiel zu finanzieren. Die Zeiten haben sich nunmal geändert. Und es gibt viel mehr Alternativen, als zu Zeiten von Everquest …
Ich denke, es ist gut so, dass ein kleines eigenständiges Team hier dran arbeitet. Ein großer Geldgeber würde ggf. auch die Richtung des Spiels in einer Weise beeinflussen, die nicht gefallen muss.
Wenn man sieht wie viele WoW Classic spielen, denke ich schon.
Wie viele Leute spielen denn wirklich aktiv WoW Classic? Wenn man das genau betrachtet, sind das gar nicht so viele. Es wird nur medial sehr stark gepusht. Und diese müssten dann auch noch mit Classic aufhören und das neue MMO spielen. Der Anteil davon dürfte auch nochmal wesentlich geringer sein. Zudem ist der Aufwand für Classic deutlich geringer als für ein neues MMO, da vieles ja schon da ist. Damit ist es auch leichter rentabel.
Es haben schon relativ viele WoW Classic gespielt. Das wird tatsächlich allgemein als der Dreh gesehen, der WoW bzw. die Zahlen von WoW ein bisschen gerettet hat, nachdem die doch stark sanken. Ich würde das nicht so unterschätzen. Der Hype ist jetzt nach 6 Jahren natürlich auch wieder ein Stück weg – aber als das 2019 rauskam, war das schon groß – und auch jetzt mit Hardcore und Neustart-Servern und so, sind das schon Highlights.
Ich darf auch dran erinnern, dass OldSchool Runescape mittlerweile größer ist als RuneScape. Also so ganz abtun, kann man das alles nicht.