Paladine in Dungeons & Dragons versuchen in ihren Abenteuern und Absichten, sich an einen besonderen Eid zu halten, der die heiligen Krieger ausmacht. Oft kann der Eid auch ein Motivator oder ausschlaggebender Punkt sein, eine bestimmte Entscheidung zu treffen. Als ein Spieler diesen jedoch nutzt, um sein Verhalten im Spiel zu rechtfertigen, spaltet das die Community.
Was will der Paladin rechtfertigen? Der Spieler und Paladin Suspencer711 wendet sich mit einer Frage an die D&D-Community auf Reddit, mit dessen eigener Antwort er nicht mehr so sicher ist. Er hat sich bewusst dafür entschieden, eine Mitspielerin „sterben“ zu lassen, und seine Entscheidung mit seinem „Schwur der Rache“ zu rechtfertigen.
Er befindet sich in einer Gruppe mit drei weiteren Spielern, einem Kämpfer, einem Mönch und einer Bardin. Er selbst und der Kämpfer nehmen nach seiner eigenen Aussage das Spiel recht ernst, während der Mönch und die Bardin sich gerne auf leichtsinnige Sperenzchen einlassen.
Bereits bei ihrem allerersten Kampf zeigten sich diese beiden unterschiedlichen Herangehensweisen der Abenteuertruppe. Paladin und Kämpfer wollten einen gefährlichen Ort als erstes betreten, da sie am besten tanken können. Doch bevor sie weitergehen konnten, rannten die anderen beiden mit (un-)gesundem Tatendrang in die Gefahr hinein.
Innerhalb eines Zuges wurde die Bardin aufgrund ihres Übermuts von einem Monster zu Boden geschlagen und begann mit den ersten Todesrettungswürfen, um nicht zu sterben.
Als Paladin, hatte er die Möglichkeit, sie zu heilen und die Bardin vor dem Tod zu bewahren. Stattdessen sagte er aufgrund seines Eids, dass er damit beschäftigt sei, die Ausgebeuteten zu rächen und die Korrupten zu bestrafen und „nicht damit, Dummköpfe zu beschützen“.
Faire Konsequenzen oder unfaires Spielerverhalten?
Wie endete die Auseinandersetzung? Der Paladin hielt sich an seine Aussage und die Bardin „starb“. Suspencer711 erklärt, dass die Regel ihrer Spielleiterin endgültige Charaktertode ausschließt, und ein Tod daher „nur“ dafür sorgt, dass ein Charakter permanent ein Körperteil verliert und dementsprechend auch die Attribute und die Bewegungsrate darunter leiden.
Laut des Paladins war niemand aus der Gruppe wütend und die Bardin habe aufgehört, sich ohne nachzudenken in einen Kampf zu werfen. Außerdem wird sie nun von einem Holzbein geschmückt.
Der Spieler bereut seine Entscheidung nicht. Er wollte ihr eine Lektion erteilen, und das habe (bisher) auch funktioniert. Allerdings wollte er wissen, was die Community von dieser Aktion hält – und die ist sich absolut nicht einig.
Was sagt die Community zu der Rechtfertigung des Spielers? Während der Paladin überzeugt ist, dass er richtig gehandelt habe, sind sich da andere Spieler auf Reddit nicht so einig. Sie verstehen, was er bezwecken wollte, und dass es zu seinem Paladin passen sollte, doch sie sind eher überrascht, dass seine Aktion nicht für Ärger am Tisch sorgte.
„Im Allgemeinen wird es nicht gerne gesehen, wenn man einen Mitstreiter nicht vor dem Tod rettet“, schreibt Paul_Michaels73, „aber manchmal muss man sowohl innerhalb als auch außerhalb des Charakters einfach zulassen, dass jemand die Konsequenzen seines Handelns trägt.“
Dem stimmt auch InsiredBagel zu: „Es ist schlechte Etikette, einen Mitspieler sterben zu lassen, wenn der Grund dafür lautet: ‚Das würde mein Charakter so tun.‘ Aber andererseits … wer dumme Spiele spielt, erhält dumme Preise.“
In einem weiteren Kommentar, in dem der Paladin beschreibt, wie es für die Truppe weiterging, scheint der Paladin eine geeignete Balance für Konsequenz und Teamgeist gefunden zu haben. Der ebenso übermütige Mönch stand kurz vor dem Tod und in diesem Fall entschied sich der Paladin für Gnade:
„Ich legte meine Hände auf und fragte die DM, ob ich ihn dabei schlagen dürfte. Ich fügte ihm 4 Schadenspunkte zu, brachte ihn auf 0 und schlug ihn k. o., nur um ihn sofort wieder auf 5 Lebenspunkte zu bringen. Das war zweifellos der lustigste Moment des Abends.“
Der Paladin in Dungeons & Dragons ist die Lieblingsklasse von zwei MeinMMO-Redakteuren. Doch auch die anderen Klassen werden vom Team geliebt. In dieser Liste erfahrt ihr, welche Klassen wir persönlich am liebsten mögen und warum: Hier sind die Lieblingsklassen der MeinMMO-Redaktion in Dungeons & Dragons – Welche ist eure?
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.
Eine “Regel”, dass niemand sterben darf, ist an sich schon Bullshitt, da kommt es dann auch nicht mehr darauf an, wie jemand ansonsten agiert. Nicht sterben dürfen, können, erinnert an Kindergeschichten, die immer mit einem Happy End enden müssen.
Ansonsten ist die Aktion, ein Teammitglied sterben zu lassen, oder bewusst zu amputieren, weil es ein vermeintliches Gelübde verlangt, in höchstem Maße gefährlich, gefährlich für jeden Anderen in “seiner” Gruppe. Es zeigt, der Spieler geht über Leichen, wenn es gegen seinen “Glauben” geht, so etwas hat echte Parallelen zur Realität: “Bist du nicht für mich, dann…”
Ein Teammitglied, einer so kleinen Gruppe, mal eben derart zu “Rasieren”, ist aber auch aus taktischen, und überhaupt zwischenmenschlichen Erwägungen einfach nur blöd. Man benötigt den Anderen weil man auf dessen Fähigkeiten als Spielcharakter angewiesen ist, außerdem verärgert man nicht seine Mitspieler, nur um sein Ego zu beweisen. Wenn ich mit einer kleinen Gruppe im gefährlichen Terrain unterwegs bin, wo sogar jeder essentielle Fähigkeiten besitzt, dann lasse ich nicht einen davon am Wegesrand liegen, oder haue ihm ein Bein ab, obwohl ich auf ihn angewiesen bin, aber Hauptsache ich habe recht gehabt…
Er hat sein Eid schlicht gebrochen.
Es steht nichts davon das man das Recht hat, nach intelligenz selektionieren beim beschützen der Schwachen.
und
….klar, furchtbar lustig. In seinen Augen. Und total ernsthaftes Spiel. 🙄
Seine Begründung mit dem Eid ist auch völlig ballaballa und für mich überhaupt nicht in Character.
Selbst wenn man mal die menschliche Komponente total aussen vor lässt: Einen Teil der Party sterben zu lassen wirkt sich in keiner Weise positiv auf die Erfüllung seines Eides aus. Tatsächlich hat es nur Nachteile, sowohl für die laufende Mission, als auch für den Ruf und weiteren Werdegang seines Charakters.
Als Nächstes hört sein Paladin auf sich die Zähne zu putzen oder zu essen, weil er ja die Korrupten bestrafen muss und deshalb keine Zeit für so etwas hat.
Er wollte den Mitspielern einfach nur eins auswischen.
Und dann ist er noch dumm genug, das auf reddit zu posten. 😅
Denke nicht das man so rangehen sollte.
Vorab, ich hätte ein Gruppenmitglied nicht sterben lassen, und wäre wohl auch andersrum sauer als Gruppenmitglied, wobei man dazu sagen muss das die dort die etwas komische Regel haben es kann keiner sterben, wobei auch ein Holzbein ist der weiteren Story auch nicht unbedingt förderlich, aber sterben ist damit nicht ganz so kritisch wie normal zu bewerten.
Aber es ist seine Entscheidung. Die muss er nicht erklären, hat sie aber noch mit dem Eid. Kann man sich natürlich streiten ist das angemessen. Auf der anderen Seite kann man sagen ein Paladin handelt von Hause aus sehr regelbasiert, das ist seine Rolle. Regelbasiert heisst, das muss einem nicht gefallen. Ich hatte auch schon Paladine die haben komische Entscheidungen getroffen, die ich nicht so toll fand, da muss man das beste draus machen.
Zudem es ist ein Rollenspiel, da gehts nicht um Railroad, es geht nicht um den optimalen Weg den man gefälligst zu spielen hat, da ist auch die Frage “unfaires Spielerverhalten” ein stückweit unpassend. Man soll eine Rolle spielen und nicht sich selbst. Wobei ich auch sage man spielt sich doch oft selbst, allerdings ist das eher ein Manko.
Naja, ich finde ja er hat eben nicht die Rolle gespielt. Er hat nur versucht sich so herauszureden.
Er wollte den Idioten, wie er sie nennt, out of Character eine Lektion erteilen.
Und nicht nur das. Er gibt sogar zu die vergraulen zu wollen.
Anscheinend hat er kein Problem damit, jeden zu erschiessen, den er für einen Idioten hält. So macht der Spieleabend doch Spass.🤔
Ja muss keiner den Erzieher spielen, das ist nicht seine Aufgabe.