Neues Online-RPG auf Steam kommt völlig ohne Sprache aus

Am heutigen 5. Mai dürfen Backer der Kickstarter-Kampagne erste Schritte im ungewöhnlichen aber sehr interessanten Online-RPG Book of Travels unternehmen. Wir stellen euch das Spiel vor.

Was ist Book of Travels? Das Online-RPG ist kein MMORPG und möchte auch keines sein. Dennoch seid ihr in der Fantasywelt mit anderen Spielern unterwegs und könnt miteinander interagieren. Allerdings soll es bewusst selten sein, auf Mitspieler zu stoßen. Und Kommunikation findet ohne Worte statt.

Ab wann kann man spielen? Die Beta startet heute, den 5. Mai auf Steam. Allerdings können vorerst nur Backer der Kickstarter-Kampagne von Book of Travels mitmachen. Diese bekommen einen Key zugeschickt, den sie dann auf Steam einlösen und anschließend loslegen.

Wann die Beta für Nicht-Backer geöffnet wird, steht noch nicht fest. Der Early-Access-Releasetermin ist allerdings für Ende des Jahres geplant.

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So ungewöhnlich sieht das Online-RPG Book of Travels aus.

Ein ungewöhnliches Online-Rollenspiel

Was ist das Besondere am Spiel? Book of Travels möchte euch viele Freiheiten bieten. Ihr seid in einer wunderschön gestalteten Fantasywelt unterwegs, in der es aber keine übergeordnete Story und kein Ende gibt. Es geht um eure Reise, sowohl wortwörtlich als auch im übertragenen Sinn.

Während ihr die handgezeichnete Landschaft mit eurem persönlichen Helden erkundet, entfalten sich Events, die ihr meistern müsst. Darüber hinaus steht ihr immer wieder vor Hindernissen, die ihr überwinden sollt, um etwa neue Orte zu erreichen. Wie ihr diese Events und Challenges angeht, bleibt euch überlassen. Ihr entscheidet sogar, ob ihr diese alleine oder mit der Hilfe von anderen Spielern bewältigen wollt.

Es gibt wenig Hilfen und kein sogenanntes „Handholding“. Ihr müsst selbst herausfinden, wie ihr vorgehen sollt.

Sandbox- oder Themepark-MMORPG – Welches Genre eignet sich für wen?

Was ist der Fokus des RPGs? In Book of Travels geht es darum, Rollenspiel auszuüben. Ihr müsst eine bestimmte Figur verkörpern und diese wirklich spielen. Während man in anderen Online-Rollenspielen immer mal wieder aus der Rolle fällt, indem man etwa auf reguläre Weise mit Mitspielern spricht, ist das in Book of Travels nicht möglich.

Denn Kommunikation findet nur nonverbal über Emotes statt. Ähnlich wie ihr das vielleicht aus dem Abenteuerspiel Journey (wobei es hier keine wirklichen Emotes gab) oder eher aus dem Mobile Game Sky: Children of Light kennt. Deswegen ist es wichtig, immer wieder neue Emotes zu erlernen, um anderen Spielern mitzuteilen, was ihr von ihnen möchtet.

Diese nonverbale Kommunikation zieht sich durch das gesamte Spiel und demonstriert, dass es sich bei Book of Travels um ein sehr ruhiges Spiel handelt. Es kann fast schon meditativ sein, die wunderschön gestaltete Welt zu erkunden.

Book of Travels Brücke
Trefft ihr in Book of Travels auf andere Spieler, dann finden „Gespräche“ nicht in einem Chat statt, sondern über Emotes.

Ein Rollenspiel mit Emotionen

Emotionen sind wichtig: Book of Travels setzt außerdem darauf, Gefühle zu vermitteln. Es kann beispielsweise sein, dass ihr den Tod eines NPCs miterlebt. Dieses Erlebnis lastet dann schwer auf der Spielfigur und sie muss diese Schwermut erst loswerden, indem sie das Grab der Person besucht. Daraus zieht ihr dann neue Kraft.

Reisen ins Unbekannte: Book of Travels führt euch ins Unbekannte. Denn ihr wisst nie, was euch als nächstes erwartet. Dabei spielt das Visuelle, die Optik eine große Rolle. Ihr erkundet keine 3D-Welt, sondern reist durch handgezeichnete Landschaften, die eine ganz eigene Atmosphäre versprühen. Es soll immer etwas ganz besonderes sein, wenn im irgendwas Spiel passiert. Sei es nur das Vorüberziehen einiger Dorfbewohner oder das Auftauchen von Wildtieren.

Vielleicht trefft ihr auf einen NPC, der eine Aufgabe für euch hat und ihr müsst schnell entscheiden, ob ihr diese erledigen wollt oder nicht. Manche Events erlebt ihr nur nachts oder nur bei Regen an einem bestimmten Ort. Das soll es sehr interessant machen, einfach nur die große Spielwelt zu erkunden, um zu sehen, was alles passieren kann.

Manchmal wird auch Teamplay wichtig. Denn bei einigen Events kann es beispielsweise vorkommen, dass ihr eine Maschine in Gang setzen müsst. Das klappt aber nur in der Gruppe. Oder ihr müsst mit einem Boot über einen Fluss übersetzen, braucht dazu aber noch Ruderer.

Book of Travels Kampf
Kämpfe in Book of Travels laufen in Echtzeit ab.

Was ist mit Kämpfen? Während eurer Reise durch die Welt Braided Shore begegnen euch nicht nur Wesen, die freundlich mit euch umgehen. In der Wildnis trefft ihr auf bösartige Kreaturen, die ihr mit Waffen, Skills und Zaubersprüche bekämpft. Die Kämpfe finden in Echtzeit statt, wobei jede Aktion eine gewisse Zeit braucht, um ausgeführt zu werden. Ein Treffer setzt diese Zeit wieder zurück, weswegen ihr darauf achten solltet, nicht getroffen zu werden.

MeinMMO-Autor Andreas Bertits meint: Book of Travels hat auf Kickstarter sofort meine Aufmerksamkeit erregt. Zunächst aufgrund der ungewöhnlichen und atmosphärischen Optik und dann durch das spannende Spielprinzip.

Ein Online-RPG, in dem nicht alle fünf Sekunden ein Spieler über den Bildschirm hüpft, sondern in dem es etwas Besonders ist, Mitspieler zu treffen, könnte sehr spannend werden. Dadurch erhalte ich das Gefühl, dass meine Spielfigur nicht wie jeder andere ist.

Book of Travels ist allem Anschein nach ein etwas gemächlicheres Online-RPG, bei dem Ruhe und Atmosphäre wichtiger sind, als Loot, Kämpfe und so schnell wie möglich der Beste auf dem Server zu werden. Das wird natürlich nicht jeden ansprechen, bringt aber doch frischen Wind ins Genre. Und genau das ist wichtig bei einem Genre wie MMORPGs, das langsam erwachsen wird und sich daher verändern muss.

Wenn ihr auf Steam noch nach anderen Online-Rollenspielen suchen wollt, dann können wir euch drei MMORPGs empfehlen, welche auf Valves Plattform gerade Hochkonjunktur erleben. In diesen Spielen findet ihr sicher schnell Mitspieler für eure Abenteuer und habt jede Menge Spaß.

Quelle(n): MassivelyOP, Kickstarter
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Peacebob

Das Ding ist schon lange auf meiner Wunschliste. Endlich mal etwas zum Abschalten…

Tronic48

Also ehrlich jetzt, und das in der heutigen Zeit.

Das ist ja fast so als würde ich mir einen Stumm Film anschauen, das kann nichts werden, jedenfalls mein Ding ist es nicht, das sehe ich so wie mit der Grafik, wenn die mich nicht Überzeugt, war es das, da kann das Game noch so gut sein, und ein Spiel ohne Sprache, erst recht nicht.

Aber wer so was mag, dem Wünsche ich viel Spas damit.

N0ma

Sieht aus wie ein Gemälde.
Um Worte zu bilden könnte man die Anfangsbuchstaben der Emotes benutzen.

Captain Bimmelsack

„Denn Kommunikation findet nur nonverbal über Emotes statt. So, wie ihr das vielleicht aus dem Abenteuerspiel Journey kennt.“
Für die, die das Spiel nicht gespielt haben: In Journey gibt es keine Emotes, man kennt es also nicht so. Die einzige Kommunkationsmöglichkeit ist hier der Ping-Ton, den man erzeugen kann (nichtsdestotrotz finden so einige der gefühlt intensivsten Kommunikationen statt).

Oldboy

Geil

Artemis

Wollte genau das gleiche schreiben 🙂

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