Warum haben es neue MMORPGs so schwer gegen WoW?

Ein Senior Game Producer von World of Warcraft spricht über die Faszination des MMORPGs. Dabei erklärt er fast beiläufig, warum es neue MMORPGs so schwer haben, sich gegen WoW zu behaupten.

Auf der Gamescom 2018 hatten wir die Möglichkeit zu einem Interview mit einem Senior Game Producer von WoW, Michael Bybee.

blizzard-gamescom

Die Community ist eine Stärke von WoW

Wir fragten Michael Bybee danach, warum selbst große Publisher wie Riot sich vor einem Vergleich mit World of Warcraft fürchten und womöglich gar auf ein neues MMORPG verzichten. Immerhin ist Riot Games der Ansicht, dass es keine gute Idee ist, sich mit WoW messen zu wollen.

Die Spieler sind die Stärke von WoW: Bybee sagte im Interview, dass WoW deswegen so erfolgreich sei, weil zu jeder Zeit Spieler anzutreffen seien.

„Das ist eine der großen Stärken von World of Warcraft. Vielleicht kann ich es nicht für längere Zeit spielen und dir alles erklären, aber ich habe Freunde, die dir [das Spiel] beibringen. Das macht das Spiel zu so einer reichhaltigen, tiefgreifenden Erfahrung“, so Bybee.

WoW Nostalrius Shutdown Suicidemarch
Spieler versammeln sich zum „Todesmarsch“ – eine große Community, selbst auf Privat-Servern.

WoW hat 14 Jahre Vorsprung vor neuen MMORPGs

Die Magie von World of Warcraft: WoW existiert sein 14 Jahren und liefert seit seinem Release stetig neuen Content. Es sei, laut Bybee, die Herausforderung jedes MMORPGs, genügend Inhalte zu liefern, um am Leben zu bleiben.

Bybee spricht bei seiner Antwort von Greg „Ghostcrawler“ Street von Riot Games, der die benötigte Erfahrung für ein LoL-MMO mitbringen könnte. Michael Bybee: „Er hat an World of Warcraft gearbeitet, er weiß absolut genau, worum es bei dem Spiel geht.“

LoL WoW MMO

Bybee weiter: „Eine der großen Herausforderungen für jedes MMO ist: Wir haben 14 Jahre an Spielinhalten, Geschichte und Leute, die das Spiel gespielt, eine Bindung aufgebaut haben.“Er unterstreicht dabei aber auch, dass er sich über ähnliche Spiele anderer Entwickler freuen würde:

„Ich denke, es wäre großartig, wenn andere Firmen so etwas verfolgen würden. Ich persönlich wäre begeistert, solche Spiele zu spielen. Ich liebe MMOs. Aber ich denke, World of Warcraft hat eine ziemlich großartige Magie, wenn es dazu kommt, Leute zum Spielen zu finden“

Bybee könnte damit beiläufig erklärt haben, warum die „WoW-Killer“ der letzten 14 Jahre zum Scheitern verurteilt waren.

WoW Aldor RP 2
WoW bietet auch Rollenspiel-Fans eine Heimat. Die Community ist groß und vielseitig.

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Darum wird nie wieder ein MMORPG so toll wie World of Warcraft
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Rene Gade

Für PvP fans finde ich albion online eigentlich auch ein sehr gutes wenn auch grindlastiges Konzept!

IchhassePvP

Ja Blizzard hat sich seinerzeit über rund 1 Jahrzehnt einen Namen gemacht mit extrem erfolgreichen Games wie WC 1-3 und Diablo 1+2, natürlich ging aus WC 1-3 auch eine enorme Fan-Basis hervor, welche sich im weiteren Verlauf natürlich brennend für die World of Warcraft interessierte. Ebenso würde ich den „guten Namen“ den sich Blizzard durch die genannten Games oder auch durch Lost Vikings bereits in den frühen 1990er Jahren erarbeitet hat nicht unterschätzen wenn man den Erfolg von WoW erklären möchte.

Auch war die Konkurrenz damals 2004/2005 natürlich noch nicht ansatzweise so verbreitet wie heute. Denn es gab einfach im Vergleich zu heute weit, weit weniger MMORPGS.

Auch war es die Zeit als der heimische Internetzugang zur Massenware wurde und die Flatrates auf den Markt kamen, wodurch eben viele Spieler erstmals online gespielt haben und vielleicht schon am ersten Game hängen geblieben sind, eben WoW.

ABER so wahnsinnig kritisch ich persönlich heute auch mit WoW umgehe und so drastisch ich Blizzards eingeschlagenen Weg auch auf das Schärfste verurteile, WoW ist und bleibt nach wie vor DAS MMORPG schlechthin auf dem Markt! Oder anders gesagt das Nummer 1 MMORPG auf dem Markt!

Was aber meiner Auffassung nach nicht daran liegt dass WoW heute noch so ein fesselndes Spiel wäre wie zu seinen Hochzeiten, sondern es liegt meiner Meinung nach einfach daran dass unfassbar viele Konkurrenzprodukte einfach von vornherein der letzte Müll sind!

Da fehlt es viel zu häufig massiv an Content zum Release, da kommen teils richtige Abzocker Zahlungsmodelle dabei raus, da kommen die buntesten Augenkrebs Settings auf den Markt, da sind teils massive technische Defizite vorhanden, z.B. wenn ich da bei manchen Games an die Performance denke und viele, viele andere teils gravierende Fehler, die diese Games sang und klanglos teils in Rekordzeit scheitern lassen!

Dass ein rundherum fertiges MMORPG irgendwo zwischen 6-10 Jahren Entwicklungszeit benötigt dürfte vielen bekannt sein, dass in dieser Zeit gewaltige Kosten anfallen, mindestens im hohen sechsstelligen Bereich, teils sogar deutlich über den siebenstelligen Bereich hinaus dürfte ebenso vielen bekannt sein.

Und in dieser Zeit kommt kein einziger Cent an Einnahmen zustande!

Das ist für mich der mit deutlichem Abstand wichtigste Grund warum nahezu kein MMORPG auch nur ansatzweise mit WoW bis zum heutigen Tag konkurrieren kann!

Dieses Studio welches dieses enorme wirtschaftliche Risiko eines Tages eingehen wird und eines Tages ein rundherum fertiges MMORPG auf den Markt bringen wird, welches eine sehr, sehr ähnliche Content-Dichte aufweisen kann wie WoW zu seinem Releasezeitpunkt, ein faires Zahlungsmodell auf die Beine stellt und auch sonst keine allzu exotischen Experimente wagt, wird vielleicht WoW nicht „vom Thron stoßen“ können, aber wird zumindest ein sehr, sehr erfolgreiches MMORPG laufen haben welches seine Entwicklungskosten mehrfach wieder hereinbringen wird, davon bin ich restlos überzeugt!

Marco Schulz

Es kann wirklich kein MMO ansatzweise mit WoW konkurrieren?

Das sehe ich anders. Die Leute, die ich kenne und WoW spielen, die spielen WoW und probieren gar keine anderen Spiele im gleichen MMO Bereich aus.

Warum auch … bietet Blizzard doch mit dem Battlenet ein Multiversum an Spielen mit Hack & Slay, Kartenspiel, Moba, Teamshooter an.

Da bewegt man sich nicht raus und es wird anderen Spielen kaum bis gar keine Chance gegeben. Es wird aber auch nicht mal ansatzweise Zeit in ein neues Spiel investiert.

Es heißt sofort, das ist blöd, das ist doof, dies ist in Wow besser und schwupps lässt man es sein und spielt wieder WoW mit seinen bekannten Leuten.

Ich denke auch, dass sich die Spiele entwickeln können um die Spielerschaft zufriedenstellen. Ein rundherum fertiges Spiel wird es wohl im MMO Bereich nicht geben.

Irgendjemand ist immer mit irgendetwas nicht zufrieden. Und heute werden Foren viel intensiver genutzt um sich Luft zu machen.

Gruß

Zukolada

bei mir isses andersrum. Ich habe bisher nur andere MMOs gespielt. Wie SWTOR, Wildstar und GuildWars 2. Final Fantasy fand ich extrem schlecht.

Hunderte Stunden in den ersten drei Games verbracht… und nun bin ich seit 2 Wochen bei WoW. Und JA, es ist mit GROßEM Abstand das beste MMO, das ich je gespielt habe.

Und das, obwohl ich erst die anderen gespielt habe. Also auch so herum gibt es diese Meinungen,

IchhassePvP

„Es heißt sofort, das ist blöd, das ist doof, dies ist in Wow besser und schwupps lässt man es sein und spielt wieder WoW“

Das ist doch das von mir angesprochene Problem sehr, sehr vieler WoW Konkurrenten bzw. eben anderer MMORPG’s, dass eben vieles einfach gar nicht oder aber deutlich schlechter umgesetzt wird bzw. wurde.

Und die ca. 5 Millionen Stammkunden die Blizzard bei der letzten offiziellen Bekanntgabe der aktuellen Spielerzahlen noch hatte, dürften sowieso mit WoW zufrieden sein, warum sollten diese Spieler sich also intensiv mit einem oder mehreren anderen MMORPG’s befassen?

Nur vergisst du dabei dass WoW bereits vor einiger Zeit die 100 Millionen Marke in Sachen je erstellter Accounts geknackt hat. Und selbst wenn man mal sagt dass 50 Millionen dieser Accounts entweder BoT’s oder Chinafarmer waren, dann bedeutet das immer noch dass zumindest 50 Millionen Spieler WoW zumindest mal auf ihrer Festplatte hatten!

Und ebenso vergisst du dass WoW zu Burning Crusade 10 Millionen Spieler gleichzeitig hatte und zu Wrath of the Lich King und in den ersten Cataclysm Monaten waren es in der Spitze sogar 12 Millionen Spieler die gleichzeitig WoW spielten!

Diese ca. 7 Millionen Ex-WoW-Spieler dürften heute mit WoW größtenteils unzufrieden sein und nicht wenige von ihnen dürften einem echten WoW Herausforderer der in allen genannten Punkten wirklich mithalten kann sicherlich nicht abgeneigt sein!

Und wenn da dann nur 2 oder 3 Millionen dieser Spieler bei besagtem echtem WoW Konkurrenten dabei bleiben sollten, dann sind das Zahlen von denen leicht und locker 95% aller derzeit verfügbaren MMORPG’s nur träumen können!

Und solche Spielerzahlen von 2-3 Millionen versprechen drastische Gewinne für den jeweiligen Betreiber!

Ich erinnere an dieser Stelle daran dass WoW zu seinem EU Release Zeitpunkt im Februar 2005 laut offiziellen Zahlen 1,25 Millionen Spieler hatte.

Also wären wohl selbst 1 Million Spieler für ein neues MMORPG ein gewaltiger Erfolg!

Tebo

Das hast Du gut auf den Punkt gebracht.

Ich sehe auch immer das Gejammer wenn mit WoW verglichen wird. Aber warum? Man hat ein Top Spiel was es schon gibt. Dort kann man sich viele Sachen abschauen und wenn nötig nach seinen Wünschen anpassen.
Andere Dinge die einem nicht gefallen lässt man raus.
Dann noch die eigene Story, Gameplay und Content drumherum einfügen. Wichtig ist nur Content und Langzeitmotivation. So unglaublich viele Spiele wurden selbst mit Top Background (siehe SWtoR) mit Anlauf vor die Wand gefahren weil entweder Content oder Motivation bzw Abwechslung fehlten.
Bei SWtoR wars Endgame Content sowie für mich eine gescheite Gruppensuche die fehlten. Hätte Bioware da mal einfach geliefert, wäre das DER WoW Konkurrent schlechthin gewesen. Aber so?

IchhassePvP

Stimme dir voll und ganz zu.

Bei SWtoR war das Endgame zum Release und die ersten Monate danach schlicht nicht vorhanden!

Und ein MMORPG ohne Endgame? Da sage ich nur hart LOL!

Das wäre eine riesige Marke gewesen, die natürlich auch eine riesige Fan-Basis besitzt, wo der Erfolg fast schon garantiert gewesen wäre, wenn man denn ein rundherum fertiges MMORPG präsentiert hätte anstatt diesem völlig unfertigen Müll!

Huntred

Ich frage mich wie genau ihr euch verhaltet das hier soviele von Beleidigungen berichten. Habe es bisher seit 2005 vielleicht wenn es hoch kommt 10 mal erlebt das es etwas toxisch zuging. Ich spiele hauptsächlich mit randoms als Tank und als dd. So wie ihr berichtet kommt ihr wohl in ne Gruppe und schreibt „Moin“ und bekommt als Antwort „verpiss dich du Ratte“
Vielleicht solltet ihr überlegen warum die Leute auf euch angeblich Instant toxisch reagieren. Die Community und auch die random Community ist seit 2005 in Ordnung.

Marco Schulz

Ich kenne neben WoW auch nur ESO, welches genauso fesselt.

Das sind zwei riesige Entwicklungsstudios, die sich mit Warcraft und Elder Scrolls ein schier riesiges Universum geschaffen haben und jeden Bereich in ihren MMOs bedienen (Handwerk, Dungeons, Raids, PvP in Klein und Groß, komplexes Skillsystem, Ausrüstung/ Setfarmen und eine wahnsinnig große Community).

Das schaffen leider keine Entwickler nicht.. was dort über die Jahre aufgebaut wurde

Oldskool

Die Stärke von WoW ist meiner Meinung nach vor allem auch das Warcraft Universum an sich. Die ganzen Völker, die Gebiete, die Städte, die prägnanten Charaktere…Blizzard hat schon eine coole Welt erschaffen in die man gerne eintaucht und verfolgt wie sich alles weiterentwickelt.

Klar kommt auch das Gameplay, die Com. und natürlich der stetige Contentnachschub hinzu. Sowas braucht ein MMORPG einfach um am leben zu bleiben, das sieht man auch an ESO was sich prächtig entwickelt hat. Was natürlich auch mit am Elder Scrolls Universum und der Lore an sich liegt. Da haben viele neue MMORPGs eben ihre Schwächen! Gerade asiatische MMOs haben oft einfach keine Seele. Da hat man sich irgendeinen doofen Plot zusammengesponnen und die Welten haben nichts besonderes und kaum Tiefe. Ein Asia-MMORPG sieht aus wie das andere, immer wieder der gleiche Style. Mit sowas kann man sich einfach nicht identifizieren und man grindet meist nur stupide vor sich hin und es fühlt sich oft eher nach Arbeit als nach spielen an!

Bei WoW oder ESO kann man schon gut in den Welten versinken und es fühlt sich wie ein zweites zu Hause an. Sie bieten viel Abwechslung und eine riesige lebendige Welt. Gerade WoW ist mittlerweile so riesig und vollgepackt mit Content für jederman. Ich denke genau das in Kombination mit einer coolen Welt und epischen Geschichten, einer guten Com. und Support ist das Erfolgsrezept von WoW und eben auch ESO, Neverwinter oder FF14!

Dominik Kroll

Bevor WoW der Kracher wurde, war es Ragnarok Online. Wie man sieht stehen die Leute also auf comicartige irgendwie kleindkindhaft wirkende Welten um dem grauen Alltag zu entfliehen. Deswegen hatte EQ2 mit seinem Realismus nie eine richtige Chance sich gegen WoW durchzusetzen. Der Rest steht ja im Artikel.

DDuck

Mal abgesehen davon, dass dein Vergleich WoW & Ragnarok Online ein wenig hinkt, verstehe ich deine „Kritik“ nicht. Klar, Everquest 2 ist vom Look der Umgebung und der Charaktere (zumindest der menschlichen) etwas mehr darauf ausgelegt realistisch auszusehen. Allerdings spricht eine Welt voller spielbarer Rassen wie Feen, aufrechtlaufenden Katzen, Ratten, Fröschen & Echsen auch nicht unbedingt für bahnbrechenden Realismus.

Fain McConner

Hier mischt du gnadenlos eine realistische Darstellung mit den darzustellenden Inhalten. Macht wohl wenig Sinn in einem Fantasy-MMO.

Dominik Kroll

Aber ich war doch dabei! Damals. Das größte damals existierende MMO war Ragnarok Online, welched ich zufällig auch gezockt habe. Die sind dann alle zu WoW rüber. EQ2 war damals der ganz heiße Scheiß der zeitgleich mit WoW startete. Die Leute waren damals alle der Meinung dass so ein pixeliger Klumpen wie WoW keine Chance hätte. Realismus bedeutet in diesem Zusammenhang für mich der Realismus/ Erfühlbarkeit der Darstellung nicht unbedingt die hier geltenden physikalischen Gesetze. Daher habe ich kein Problem mit auftecht gehenden Frosch Kreuzrittern:)

Fain McConner

EQ2 hatte auch deas Problem, dass die Anforderung an die Rechner auch gute Maschinen vor Herausforderungen stellte. Auf Nicht-Englisch sprachigen Servern kam ihr undurchdachtes Übersetzungssystem hinzu. Die Übersetzung passierte on-the-fly und belastete den Server.

Der Start war sehr holperig und nicht gut durchdacht, ich glaube sie wollten unbedingt vor WoW rauskommen.

Dominik Kroll

Du hättest mal WoW Vanilla zocken sollen, es gab andere Probleme, aber es war genauso trashig. Bei EQ2 waren sie halt nur besonders zickig, die divenhaften Edel MMO Kunden:)

Fain McConner

Vor WoW gab es auch MMO’s wie UO, Daoc, EQ, EQ2. Die hatten alle ihre Spielerschaft, und kein Mensch sprach von „gescheitert“. Teilweise laufen die sogar noch heute.

Dann kam Wow zur richtigen Zeit, und schaffte es – unter Anderem durch Vereinfachung des Contents und geringer Anforderung an die Rechner sehr viele Leute anzuziehen. So spielten es schnell eine Masse an Leuten, auch da langsam Flatrates erschwinglich waren,Dadurch sich neue Möglichkeiten – und andere Ansprüche der Spieler. Man will möglichst alles alleine erreichen, oder es muss auf Knopfdruck innerhalb weniger Minuten eine Gruppe zusammen gestellt werden, die dem Spieler sein Vorhaben ermöglicht.

Das geht eben nur durch schiere Masse an Spielern.
Durch den Erfolg von WoW stiegen dann auch die Erwartungen an den zu erzielenden Gewinn der MMO-Betreiber. Und so galt auch für die ein MMO als gescheitert, weil es eben nicht den gleichen Gewinn abwarf.
Ich finde nicht, dass die oben genannten Spiele gescheitert sind. Zumindest konnte man mit diesen „gescheiterten“ MMO’s eine Menge Spaß haben, wenn der eigene Geschmack nicht gerade „Mainstream“ war vielleicht sogar mehr.

Ectheltawar

Die besagten MMOs vor WoW gelten auch keinesfalls als Misserfolge. Betrachtet man jedoch die Spielerzahlen vor WoW ist das ein kleiner Tropfen im vergleich zu dem, was WoW gemacht hat. Keines der oben genanten Spiele hatte mehr als 500.000 Spieler, die galten sogar schon als Erfolg wenn sie auch nur annähernd die 100.000 gekratzt haben.

Was danach kam, wurde eben schon unter anderen Gesichtspunkten entwickelt und mit einem anderem Budget. Letzteres ist natürlich an wesentlich höhere Anforderungen geknüpft und damit dürfte man dann vieles nach WoW dann auch als klaren Misserfolg bezeichnen.

Trotz allem geb ich Dir aber Recht, WoW kam zur Rechten Zeit und hat auf die richtige Art und Weise die Leute angesprochen. Da gab es sicherlich diverse Punkte die einfach perfekt zusammengekommen sind.

Dein letzter Absatz ist der Grund warum viele der eigentlich gescheiterten MMOs immer noch laufen, eben weil es seine Fans gefunden hat. Trotz allem tragen viele dieser MMOs das Makel des Misserfolges und/oder werden nur halbgar betreut. Oftmals eben weil mal ein enormes Budget darin versenkt wurde.

Daher bin ich aktuell auf die Entwicklung gespannt mit den ganzen Indi-MMOs welche sich ja oftmals von beginn an und ohne Last eines großen Budget an bestimmte Zielgruppen wendet.

Fain McConner

Ich finde in dem Zusammenhang nur interessant, dass sich die kleinen Spiele ja anscheinend doch irgendwie gerechnet haben müssen. EQ2 zum Beispiel hatte auch am Ende eine riesige Spielwelt und kam jedes Jahr mit einer Erweiterung raus, alles durchaus aufwändig gemacht.

Ectheltawar

EQ2 ist aber kein AfterWoW-MMO. Im Grunde ist EQ2 sogar noch vor WoW veröffentlicht worden. EQ2 gilt sicherlich nicht als Misserfolg und hatte sogar teilweise hohe Spielerzahlen, wenn man letztere mit jenen aus der Era vor WoW betrachtet.

Für sich gesehen war EQ2 also ein Erfolg und man kann durchaus auch anführen, das EQ2 auch Spieler gewonnen hat, die nur durch WoW dazugekommen sind und weil dieses enorm viele neue Spieler in das Genre der MMORPGs gebracht hat.

Trotz allem blieb auch EQ2 immer im Schatten von WoW und nahm dann, wenn auch erst sehr spät, den Lauf vieler anderer MMOs zum F2Play-Titel. EQ2 ist aber sicherlich mit dem Hintergedanken programmiert worden 100.000 Spieler zu erreichen, sicherlich wird vielleicht einer bei EQ2 den kühnen Gedanken aufgestellt haben, man können sich der Millionen annähern, aber das war sicherlich nicht die Zahl mit der man kalkuliert hat.

Daher muss man immer unterscheiden welche MMOs vor WoW waren und welche danach. EQ2 ist aber definitiv eines das noch vor WoW erschienen ist (auch wenn es nur 14 Tage früher kam). In Anbetracht das ein MMO meist einige Jahre der Entwicklung braucht, darf man sicherlich auch noch alle MMORPGs die in den ersten 1-2 Jahren nach WoW-Release erschienen sind, noch zur Pre-WoW-Phase zählen, da sie zum erscheinen von WoW schon in einem fortgeschrittenem Stadium gewesen sein müssen.

Fain McConner

Ja, ich weiß. Habe EQ2 von der Beta an gespielt. Ich glaube, sie wollten auch unbedingt vor Wow rauskommen, der Start war schon recht holperig.Für mich als reiner PvE’ler und Housing-Liebhaber war es immer alternativlos. Da es sowas nicht mehr gibt, spiele ich halt keine MMO’s mehr.

DDuck

„Man will möglichst alles alleine erreichen, oder es muss auf Knopfdruck innerhalb weniger Minuten eine Gruppe zusammen gestellt werden, die dem Spieler sein Vorhaben ermöglicht.“

Ich weiß ja nicht, was du so 2004 und 2005 gemacht hast, aber das hat in den ersten Jahren von WoW sicherlich nichts mit dem Erfolg des Spiels zu tun. Wäre das zum Release der Anspruch der Spieler gewesen, hätte es Burning Crusade schon nicht mehr gegeben.

Fain McConner

Ich habe zu der Zeit Eq2 gespielt. Habe mich aber schlecht ausgedrückt. Der Satz den du zitiert hast traf später zu, denn das geht eben nur mit sehr vielen Spielern. Die waren natürlich nicht sofort am Start.

WoW mag damals schwieriger gewesen sein, aber doch erheblich leichter und weniger gruppenlastig als die Konkurrenz war es schon.
Die Auswirkungen merkte man auch deutlich in EQ2. SOE war echt neidisch auf den Erfolg, und zog mit der Vereinfachung des Contents nach. Zum Glück ging die Vereinfachung aber nie so weit wie in WoW. So EQ2 zu einem Nischenspiel für PvE’ler und Liebhaber von schweren Raids.

ratzeputz

„Die Community ist eine Stärke von WoW“

Für mich pers. ist das sogar die größte Schwäche von WoW, da ich die Community dort immer wieder genau so toxisch erlebt habe, wie z.B. auch mittlerweile bei Final Fantasy 14.
Ich wollte WoW immer wieder mal eine Chance geben, kam aber nie sehr weit, weil mich die Leute dort (egal auf welchem Server ich begann) immer wieder dazu gebracht haben, es wieder zu deinstallieren.
In keinem Spiel wurde ich so herablassend beschimpft, wie in WoW.
Dort fragt man etwas und bekommt von 20 Antworten 19 im Stile von „Geh googlen du Scheiss Noob“

Ist aber auch nur mein pers. Eindruck und von diesem habe ich mir meine Meinung zur Community von WoW gebildet. Natürlich wird nicht jeder mit dieser Meinung d´accord gehen, aber so habe ich WoW nunmal erlebt.

VariaEU

Ich denke es kommt auch stark darauf an, auf welcher Serverart du damals gespielt hast. Auf PvP Servern war der Umgangston immer sehr direkt und oft beleidigend, wobei auf RP-Servern unglaublich viel Liebe zum Spiel und neuen Spielern gezeigt wurde.

Ich weiß noch, wie ich auf Aegwynn rein PvP gespielt habe und nach nem 3on3 Arena Team gesucht habe.
Ich hatte ein Rating von 2400+ und wurde selbst da noch von vielen als Noob bezeichnet… Mittlerweile hab ich komplett auf PvE gewechselt und hab unglaublich viele nette und neue Leute gefunden. Man muss in eine Gilde gehen und da sind die meisten auch viel hilfsbereiter, als wenn man im öffentlichen Chat nachfragt! 😀

ratzeputz

Ich habe immer auf PvE Servern gespielt, weil ich PvP generell nich mag (auch aus dem von dir genannten Grund … PvPler sind schon eine eigene Art Spieler).

Das Problem hierbei ist, dass viele Gilden schon so starke Restriktionen haben, was die eigene Spieldauer oder das Gear betrifft, dass man oft gar nicht mehr nach den wirklichen kleinen aber feinen Gilden suchen will oder diese nicht mehr findet, weil man bei den vielen Anfragen davor einfach nur auf (sorry) Arschlöcher trifft die dich gleich anpöbeln von wegen „Mit deinem Gear brauchst du gar nicht zu uns kommen. Level mal auf Max und dann meld dich wieder“

Da will man natürlich dann nicht mehr suchen.
Ich bestreite aber in keinster Weise, dass es natürlich auch die richtig familiären und netten Gilden gibt, die auch Beginnern gegenüber aufgeschlossen sind und aus Spaß an der Freude spielen und nicht um der nächste RoxXoR Rulorz Masterchief of WoW zu werden.
Ich hab sie halt nicht gefunden 🙂

Phinphin

Entspricht so ziemlich meinem Eindruck der WoW-Community von Wotlk bis Cataclysm.
Ich bin seit dem Ende von Legion wieder in WoW aktiv und habe bis jetzt, trotz mehreren hundert Dungeon Runs keine einzige Beleidigung mehr erlebt. Stattdessen sehr viel Verständnis und einen freundlicheren Umgangston. Das Klima ist zumindest in meinen Gruppen so angenehm, wie seit Classic nicht mehr.

Jyux

In welchem Paralleluniversum spielst du bitte WoW?

Phinphin

Ich kanns mir auch nicht erklären, aber bis auf meine Frau, sind meine Gruppenmitglieder immer Randomspieler. Und selbst wenns den 5. Wipe gibt und jemand keine Lust mehr hat, schreibt er das höflich in den Chat rein und wünscht allen noch einen schönen Abend. Zu Wotlk wäre man schon alleine wegen der Repkosten in Grund und Boden geflamt worden.

Namma

Ich kann das verstehen das es nervt, aber mir ist das in 11 Jahren noch nicht ein einziges Mal passiert , nicht einmal in random Gruppen, entweder wird bissl was geschrieben oder es ist still und man läuft durch.
In Gilden ob Masse oder familiär, genauso.
In dem öffentlichen Chats ist mir nichts dergleichen aufgefallen.
Ich war aktiv auf den Servern,
Der abysische rat, blackrock, area52 , Thrall, und aktuell auf Alleria.

Koronus

Oh geil bin auf Rexxar. Spielst du Allianz oder Horde.

Jyux

Die Community in WoW ist echt der letzte Müll. Überall tryhard kiddies und ach so geile Gruppen die den Chat vollspammen, dass sie für Geld Leute durch den Content ziehen. Soziale Interaktion kannst du außerhalb der Raidgruppe komplett vergessen.
Gerade die Community ist meistens in kleineren, nischigeren Titeln deutlich freundlicher weil man einfach mehr unter sich ist.

ratzeputz

Dem kann ich nur zustimmen. In LOTRO oder auch SWTOR habe ich noch nie solche Beschimpfungen erlebt, wie in ein paar Spielstunden WoW.

Fain McConner

Für mich war schon SWTOR ein Schock. Dahin kam ich von EQ2, und war dieses Verhalten bei dem Loot – und Questmob – Klau die Regel waren, nicht die Ausnahme nicht gewohnt.
Wobei man auch zugeben muss, dass die Mechaniken so etwas in SWTOR begünstigten, während es in EQ2 durch das Spiel selbst kaum möglich war.

Sunface

Ich glaube das mit Community eher die im Spiel aufgebauten Freundschaften gemeint sind. Ich zum Beispiel spiele seit 2005 mit den gleichen Leuten. Viele sind weg aber ein Kern von 5 Spielern mit mir spielt immer noch jeden Tag miteinander. Momentan wieder WoW aber auch viele andere Spiele. Das Random Gruppen toxisch sind in einem so großen Spiel ist klar. Das ist vieleicht bei Nischen Games nicht so aber die werden nun mal auch von nicht so vielen Spielern gespielt.

Belpherus

Der Grund, warum WoW erfolgreich ist und andere Spiele im Kielwasser liegen blieben hat absolut nichts mit dem Spielen zu tun.
Und es ist ein Kreislauf der schon unzählige Male durchlaufen wurde in allen möglichen Bereichen der Unterhaltungsindustrie.
-Produkt ist erfolgreich
-Andere Hersteller versuchen in einen vielversprechenden Markt einzusteigen
-Viele Produkte ähnlicher Art erscheinen
-Entweder es etabliert sich ein Markt (Siehe zb Smartphones) oder was viel öfter passiert, die meisten Produkte bleiben auf der Strecke.

In Videospielen hab ich dieses nun schon so oft erlebt, es ist absurd wie wenig Entwickler und Publisher in den Jahren dazugelernt haben. Dieser Irrglaube, ein erfolgreiches Produkt indiziert einen erfolgreichen Markt hat einige Blasen über die Jahre erschaffen. Sei es nun Fortnite und Pubg mit Battle Royale als jüngstes Beispiel, Lol und Dota bei Mobas,
Survival/Crafting mit Minecraft oder worum es in dieses Artikel geht,
WoW und MMOs

tl;dr Es gab keinen Markt, WoW war als individuelles Spiel erfolgreich und nicht das Genre.

tomdiander

Dann kam The Elder Scrolls Online und es wurde Licht. ????

PaddyWho

ESO hat ebenfalls nicht den Status wie WoW und wird es (voraussichtlich) nie haben…

Spoggl

vorallem scheitert es bei eso mitn nachleveln… ich hab mit cp160 keine chance, ohne ewigen grinden, den 760ern nach zu kommen

endgame und rüsi gut und schön, aber die mit max cp machen soviel mehr dmg…

Marco Schulz

Hi,

für die Gruppen Inhalte sind max CP nicht erforderlich.

Also warum möchtest du den so viel Schaden machen wie jemand, der das Spiel seit Release spielt und max CP hat?

Das ist weder im PvP notwendig noch im PvE Content.

Gruß

Daxter

Doch max CP sind wichtig, da du von vielen Random gruppen aus den Veteranen Inis geworfen wirst, vorallem bei den DLC Veteranen Inis wirst du fix rausgekickt wenn du nicht so ein bestimmtes CP Level hast.

N0ma

Aus meiner Sicht hat WoW wenig was ich nicht bei anderen MMO besser gefunden habe. Aber es ist am Kunden drangeblieben, hats nicht abreissen lassen, oder dem Kunden irgendwas komplett neues serviert. Mein erstes MMO war GW1, denke wenn man das weiterentwickelt hätte wärs auch heute noch ne starke Konkurrenz.

Ansonsten hat WoW halt alles soweit simplifiziert, das keiner einen Grund wegen zu schwer das Spiel aufzugeben. Aus meiner Sicht ein Nachteil, aber was die Masse an Spielern betrifft natürlich ein Vorteil. Ein MMO lebt nunmal von der Masse.

Neue MMO solten sich nach Möglichkeit eher nicht an WoW orientieren, bis auf Grundsachen wie leichter Einstieg, M+ System…

Onii

„aber ich habe Freunde, die dir [das Spiel] beibringen.“

Heute läuft es in WoW folgendermaßen ab:

– „ey yo kauf dir Addon und bekommst 110 kannste direkt hochboosten“
– „ey yo lass Char machen und Dungeons grinden damit du schnell hochgelevelt bist“

Die meisten Neulingen, die das Spiel spielen, spielen es nicht mehr wegen der Geschichte oder Allgemein die Welt kennen zu lernen. Die meisten spielen es, um mit ihren Freunden zu spielen. Das ist noch okay so. Aber man nehmt es in Kauf, einen levelboost zu holen, nicht in die Welt „einzutauchen“ und direkt durchzustarten. Die Motivation dieser Spieler geht meist nach ein paar Wochen direkt in den Keller. Und das ist, was ich nicht verstehe. Das habe ich schon bei sehr vielen Spieler gesehen, die neu angefangen haben.

In Final Fantasy 14 fängt diesen Quatsch aus WoW ebenso langsam an rüberzuschwappen: „Ey yo lass FF zocken und Level- und Storyboost kaufen und auf Story scheissen“. Gottseidank erkennt man in FF14 noch zum Teil, wer als „Geboosteter Charakter“ gilt und durch miesen Rotation/DPS/Spielstil auffällt. Diese Leute landen meist direkt in die Blacklist, werden ignoriert oder direkt aus einer Raidgruppe rausgekickt (war vorher auch so, tritt aber nun noch viel stärker auf – in diese Weise auch gerecht).

Ich frage mich, wieso man heute noch ein MMORPG spielt, wenn man überhaupt keine Ahnung vom Spiel hat, sich hochboosted und einen miesen Ersteindruck vom Spiel bekommt, weil man nahezu alles Elemtare übersprungen hat, was wichtig wäre, dem Anfänger die Welt „hineinzuführen“, Mechaniken kennen lernen zu lassen etc. uswusw und genau das haben auch diese sogenannte „Freunde“ auch noch gefördert. Für mich sind das keine Freunde, sondern Heuchler, demjenigen diesen Ersteindruck zu zerstören. Egal welches Spiel. Dann gibt es natürlich auch diejenigen, die das gezielt tun wie zB Lirik, sich mit seinen Freunden in Raids bzw. Bosskämpfen „durchziehen“ lässt – keine Ahnung von irgendwelchen Mechaniken (oh, man muss diese Kreise ausweichen, richtig?), hat einen DPS-Counter von 200 und DPS-niedrigste das zehnfache, und spricht wie „einfach“ das Spiel sei (Twitch-Stream).

Das sind MMORPGs 2018.

EliazVance

Und Leute die Fehler machen direkt auf die Blacklist zu werfen, zu ignorieren und zu kicken statt ihnen mit Rat zur Seite zu stehen spricht Bände über eine Community.
Das Spiel kennen lernen indem man mit seinem Charakter wächst ist eine Sache, der Storyzwang in FF14 ist zu diesem Zeitpunkt, für einen kompletten Neueinsteiger, nichts anderes als eine Qual. Wer mit seinen Freunden spielen möchte, und nicht in 4 Jahre alten Contentbereichen festhängen möchte, muss nicht nur extra zahlen, sondern wird von der Community direkt noch verteufelt?

Da wäre es eher an den Entwicklern mal darüber nachzudenken wie man das sinnvoll löst.
Es macht einfach keinen Sinn an alten Content gefesselt zu werden, man spielt ein MMO schließlich in erster Linie um mit anderen zu spielen, und nicht um eine Wochenlange Singleplayererfahrung zu haben.

Ich bin absolut kein Freund davon, dass das mit Boosts gelöst wird, aber das ist nicht die Schuld die Spieler, und eine Community die Anfängern dann einfach in den Hintern tritt, finde ich viel schlimmer als den Boost als solchen.

Onii

In der Regel begeht man sich in einen Raid in FFXV wenn man sich mit dem Raid auskennt. „Neulinge“ in eine Raidgruppe gibt es nicht. Was es gibt, sind sogenannte „Trainingsgruppe“, die sowohl von Spieler selbst in eine Art „Channel-Browser“ eröffnet werden können, als auch über die Automatische Suche, in der explizit nach „Traningsgruppen“ gesucht wird. Auf diese Art und Weise wird es gelöst. Tritt dann mal ein Unerfahrener eine Raidgruppe ein, die explizit Erfahrung voraussetzt (und in der Raumbeschreibung so eingestellt), kommt er weder rein oder wird nach dem ersten Wipe aus der Gruppe kommentarlos gekickt. So wird es gehandhabt. Alle haben was davon: Neulinge und Fortgeschrittene – in ihren eigenen „Bereich“. Da jedoch „geboostete Spieler“ so etwas nicht kennen und direkt „irgendwas“ joinen, kann das nun mal sehr sehr schnell passieren.

Einen Neuling zu spielen kann für einen alteingessenen sehr viele Vorteile haben. Derjenige (der „Erfahrene, Max Level) bekommt nicht nur Erfahrungspunkte (bspw. 2. Klasse) und Extra-Spezialwährung für Ausrüstung+Waffe des aktuellen Patch – sondern kann dem Neuling über den einzelnen Punkt informieren, zeigen wie die Mechaniken funktionieren, worauf zu achten ist, welche Skills in welche Kombination am besten zu verwenden sind.

Du siehst: Zwei Freunde – völlig unterschiedliche Level und „Welten“, haben sehr viele Vorteile miteinander zu spielen und den Neuling das Spiel beizubringen.

Zu diesen einen Punkt muss ich noch was sagen:

„“““Es macht einfach keinen Sinn an alten Content gefesselt zu werden, man spielt ein MMO schließlich in erster Linie um mit anderen zu spielen, und nicht um eine Wochenlange Singleplayererfahrung zu haben.“““““

Wer sich für Final Fantasy 14 entscheidet, weiss woran er ist und weiss, dass die Stärke von FF14 ganz klar die Inszenierung und die Geschichte ist. „Singleplayererfahrung“ ist falsch, da viele Inhalte mit einer Gruppe bestreitet werden müssen. Erst wenn das Maximal-Level erreicht wurde, kommt der interessante Teil, in der man allerdings entsprechend Erfahrung sich angeeignet hat – und nicht die absoluten Basics erklären zu müssen.

Ich hoffe, dass ich dich etwas über das Spiel aufgeklärt habe. Es kam wahrscheinlich etwas aggressiv rüber, war aber keineswegs meine Absicht und freue mich, dich etwas über das Spiel bzw. Missverständnisse aufgeklärt zu haben.

Das Problem mit den „Level-Boost“ gab es in FFXIV gar nicht erst. Die sind neu dazu gekommen – waren aber bislang nur auf eine Klasse pro Account limitiert. Dank einer lauten Minderheit wurde aber auch diese Limitierung nur kurze Zeit später aufgehoben. Man ist kein Freund davon, niemand ist es davon – aber wenn man sich so etwas kauft, erwartet man ganz klar dass man sich Basics selbst aneignet – oder sie durch einen Freund lernt – nicht aber andere für das eigene Versagen anpöpelt (sehr sehr oft gesehen und erlebt).

Mit freundlichen Grüßen

Keragi

Ich finde diese boosts das schlimmste was es gibt, viele mmos nutzen diese mittlerweile. Ich meine sie bringen immer neuen content raus, im gegenzug wird alter content extrem bagatellisiert und man nimmt ihn nicht mehr war so hat man im endeffekt auch nicht mehr, man wird immerzu zum endgame hin gedrängt das ist furchtbar.

Toby-

Nochmal den ersten Charakter zu leveln… Für dieses Gefühl würden viele ihr Erstgeborenes hergeben, selber Schuld wer da den Boost direkt benutzt. Ich habe vor knapp 2 Wochen mit WoW angefangen. Selbst die alten Gebiete (bin lvl 30) machen so unglaublich viel Spaß! Vorher hab ich 3 Wochen ESO versucht, aber das Warcraft Universum fühlt sich so viel toller, „charmanter“ an irgendwie, finde ich. Die ganzen witzigen Details, das Reisen (Zeppeline, Schiffe, Greifen etc), die tolle Lore mit den vielen interessanten, starken Charakteren.
Und es gibt mittlerweile so viele Erweiterungen, kann’s kaum erwarten das alles zu entdecken 🙂

Leider finden sich nicht viele andere Neueinsteiger zum gemeinsamen Erkunden, wodurch sicher nicht mehr das gleiche Feeling wie vor 12 Jahren entsteht. Und natürlich ist das Questdesign nicht so gut wie z.B. in GW2 oder ESO, aber teilweise passieren sooo witzige Dinge, z.B. darf man den Rückweg nach einer Quest mit dem Prototypen einer Goblin-Rakete „Silberblitz X-831“ bestreiten, natürlich mit Komplikationen: https://www.youtube.com/wat…. Solche „schau mal Schatz, wie abgefahren“ Momente hatte ich in ESO selten.
Auch diese ganzen altersbedingten „Kanten“ fühlen sich irgendwie besonders an. Schade um die letzten Jahre, in denen ich auf DAS nächste große MMORPG gewartet hab.

Caliino Calii

Im ersten Punkt muss ich dir aber widersprechen, da habe ich weitaus öffters erlebt dass die Spieler es absichtlich nicht lernen wollen:

Machst eine Gruppe für einen Dungeon auf, ladest die Leute ein die sich bewerben und fragst zur Sicherheit noch – bevor es losgeht – nach ob sie die Mechanik kennen. „Hab ich schon x-mal clear.“

Es geht los und was passiert:
Die erste Mechanik kommt und damit auch die ersten Toten….

Jetzt erklärst du es sogar nochmal höflich – obwohl sie ja alles kennen – und die weiteren Versuche laufen komplett gleich ab…

Und das betrifft nicht nur Dungeons sondern auch viel zu oft die eigene Klasse, da hörst du oft genug: „Wie, der Skill macht Xy auf den Gegner?“ – obwohl es genau so in der Beschreibung davon steht…

Kurzfassung:
Meiner Meinung nach wollen viele nicht mal Klassen/Mechaniken und so weiter lernen – obwohl es immer wieder nette Leute gibt die es einem anbieten.

Onii

Es wäre schon, zu erfahren wieso mein Kommentar für Eliaz, der völlig Sachlich und keinerlei Beleidigungen oder Angriffe beinhaltete, vielmehr indirekt Bestätigung und Aufklärung, von euch gelöscht worden ist, mein-mmo.

Was soll dieser Blödsinn? Könnt ihr mir das bitte erklären? Ich möchte bitte mindestens einen Satz erfahren, wieso mein Kommentar gelöscht wurde.

EliazVance: Ich hoffe, du konntest mein Kommentar noch lesen. Da habe ich etwas mehr über Neulinge, die Vorteile von Erfahrenen Spieler wenn sie mit Neulingen spielen erzählt. Auch, dass es sogenannte „Trainingsgruppen“ existieren und von „Regulären Gruppen“, die explizit Erfahrung voraussetzen voneinander getrennt sind.

Gerd Schuhmann

Dein Kommentar wurde nicht gelöscht. Dein Kommentar ist im automatischen Spamfilter von Disqus gelandet.

Das kommt vor, wenn Gast-Accounts sehr lange Kommentare verfassen. Deshalb sollte man sich anmelden, wenn man das vorhat.

Ich hab den Kommentar eben wiederhergestellt.

Onii

Danke.

Anmelden werde ich mich bei Disqus nicht. Erst wenn ihr euch entscheidet, euer Kommentar-Plattform zu ändern in der mehr auf Datenschutz geachtet wird, werde ich mich anmelden.

Kendrick Young

Was man auch nicht verachten darf, das die Planung von Blizzard megastark ist.
Wenn ein anderes MMO kommt dann kommen in WoW meist Contentpatches oder zeitnah ein neues Addon.

Thorim

Die Stärke von WoW ist schon seit Jahren die „Konkurrenzlosigkeit“.

Verantwortlich dafür sind teils die guten/nachhaltigen Ideen Blizzards, teils die Ideenlosigkeit/mangelnde Finanzierbarkeit eben der „Konkurrenz“.

Und auch die gut durchdachte Kundenbindung.

Davon abgesehen ist das Spiel nicht sooooo toll, dass man sein Leben danach ausrichten müsste, kein anderes Spiel (oder gar MMORPG) stattdessen oder nebenher spielen sollte oder oder oder.

Ich selbst mag WoW nicht wirklich. Ich hab’s selbst gespielt, hatte Spaß, habe mich auch von der Geschichte, der Community und nicht zuletzt von den Spielmechaniken „einsaugen“ lassen. Doch ich hatte dann auch danach noch tolle Spiele und darin dann super Erlebnisse.

ABER: in keinem/kaum einem MMORPG mehr. Das haben sie allen voraus: kaum ein anderes Spiel dieses Genres bietet das, was WoW bietet. Es ist in Vielem, vor allem den von mir genannten Bereichen, konkurrenzlos. Dies ist ihr Erfolgsgarant. Früher, jetzt und auch noch in Jahren.

Könnte ein Spiel besser sein als WoW? Aber klar. Das Rezept hat bloß noch niemand gefunden oder man konnte es aus anderen Gründen nicht realisieren.

Wird mal irgendwann was besser sein als WoW? Eine Antwort darauf ist objektiv nicht möglich. Aber irgendwann wird ein Spiel erfolgreicher sein. Und dieses Spiel wird sich dann den gleichen Fragen, Vorbehalten und Vorurteilen stellen müssen.

Koronus

WoW wird nicht sterben da es langsam zu einem Franchise heranwächst. In 5 Jahren spätestens haben wir WoW schon seit 2 Generationen und die Kinder von WoW Spielern werden mit was wohl aufwachsen?
Je länger es lebt desto wahrscheinlicher wird es bleiben da Blizzard weiß, was zu tun ist um die Spieler zu halten, mit Classic WoW bekommen sie weitere Spieler zurück die ihnen vielleicht sogar zeigen wie man Retail noch erfolgreicher machen kann und damit wird es auch weiter bleiben.

Daxter

WoW ist nicht Tod zu kriegen weil es ein, tschuldigung für die Ausdrucksweise, porno geiles Spiel ist. Weil es einfach die geilste Community hat ,was ich da schon erlebt hab kannste nen Buch schreiben. Es ist das, meiner Meinung nach, geilste MMORPG was es gibt und ich habe sehr sehr viele MMORPG gespielt, hab übrigens mit Everquest 2 angefangen *schwärm*

OT: Bitte bitte liebe Mein Mmo Redaktion, passt bitte eure Werbeanzeigen für Mobil an. Es ist einfach nervig das man die Werbung zig mal wegkklicken muss und sie trotzdem das ganze Kommentarschreibfeld bedeckt. Ich habe ein Sony Z5 Premium, also soo klein ist das Display dort nicht 😉

Kellerkind79

Sorry, aber ich sehe nicht, dass WoW der Markt beherrscht.
Der offizielle Höhststand war bei 12 Mio, wenn ich mich recht entsinne, dann als die Zahlen langsam rückwärts liefen, entschloss sich Blizz auf einmal keine Spielerzahlen zu veröffentlichen…
Dazu kommt dann eine Meldung, die auch auf dieser Seite zu lesen war, dass FF14 die 10 Mio geknackt hat. ????
Insofern, auch wenn ich selbst immer wieder, seit Beta WoW spiele, sehe ich eher FF14 an der Spitze.

Plague1992

Die 10 Mio bei FF14 waren aber insgesamt über die Jahre verteilt, wohingegen WoW immer mit den gleichzeitigen Subscribern warb. Glaube FF14 müsste mal so mit 2-3 Mio. gepeaked haben? Wohingegen WoW noch nie unter 5 Mio. gefallen sein sollte.

EliazVance

Die 10 Millionen von FF14 geben aber nur die Zahl der erstellten Accounts an, inkl. Probeaccounts.
Abozahlen geben die genauso wenig bekannt, durch diverse Zensusseiten die aktive Charaktere zählen bewegt sich das allerdings weltweit im bereich von ca 650.000 aktiven Charakteren. Und mehr Abos als Charaktere wirds wohl kaum geben :>

Belpherus

FFXIV hatt mit Stormblood 84k Verkaufte Addons in ihrer ersten Woche, über 3 Plattformen. WoW hatt 3.4 Millionen Exemplare von BFA an den Mann gebracht alleine auf den PC.

Luriup

Gibt es WoW auch auf Konsolen?
Allein 3,4kk auf PC suggeriert ja andere Plattformen.

Nookiezilla

„Sorry, aber ich sehe nicht, dass WoW der Markt beherrscht.“

Illusionen sind schon was feines.

Kellerkind79

Ok. Dann beherrscht doch weiterhin WoW das Genre im Westen ????
Mein Altes Gedächtniss lässt mich wohl im Stich. War der felsenfesten Überzeugung, die 10 Mio waren Abonnenten ????????‍♂️
Dann kann ich mich vielleicht zukünftig auch wieder mehr an der „ Grafik „ von WoW erfreuen, weil ich vergessen habe, dass die Technik schon viel weiter ist. ????

PaddyWho

WoW hat mit BfA alle bisherigen Verkaufszahlen (anscheinen) ihrer Aussage nach gebrochen…
FF14 ist glaube ich auch mehr im Asiatischen raum angesiedelt, oder wie viele Leute kennst du die Aktiv FF14 spielen?
Ich kenne viele die es mal angezockt haben, ja, die sind aber zu 99% wieder weg von FF14 und zurück zu WoW oder haben komplett aufgehört…

IchhassePvP

„dass FF14 die 10 Mio geknackt hat.“

Jemals erstellter Accounts ja. Zum Vergleich, WoW hat in dieser Rubrik bereits vor längerer Zeit die 100 Millionen „geknackt“.

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