MMORPG Ashes of Creation und der Publisher MY.GAMES trennen sich – Was bedeutet das?

Der Creative Director von Ashes of Creation, Steven Sharif, kündigt an, dass sein Studio und der Publisher MY.GAMES nun getrennte Wege gehen. Das MMORPG wird von dem Entwickler Intrepid Studios selbst veröffentlicht.

Was ist passiert? In einem Blog-Post auf der offiziellen Seite von Ashes of Creation gab der Chef des MMORPGs die Trennung von dem Publisher MY.GAMES bekannt.

Er schreibt:

Als wir damals unsere Partnerschaft mit MY.GAMES in 2018 starteten, war unser Ziel, unseren europäischen und russischen Spielern den besten Kunden- und Betriebs-Support zu liefern. […] Damals hat es für uns am meisten Sinn ergeben, mit einem Publisher in Partnerschaft zu treten, der in diesen Regionen fest etabliert ist.

Nachdem wir als Firma weiter gewachsen sind und unsere Möglichkeiten erweitert haben, hat es für uns Sinn ergeben, unsere Strategie zu überdenken und die Verantwortlichkeiten von Intrepid auszubauen, um ein globaler Publisher zu werden. […]

Gründer und Creative Director von Intrepid Studios, Steven Sharif

Als nächsten Schritt stehen bei Intrepid die Migration der Accounts an und die Eröffnung eines eigenen europäischen Büros in Amsterdam.

Sharif erklärt außerdem, dass die Entwickler von Intrepid viel von ihren Kollegen bei MY.GAMES gelernt haben und ihnen weiterhin viel Erfolg wünschen. Die Entscheidung, sich zu trennen, wurde von beiden Parteien gemeinsam getroffen.

Wir haben den Publisher MY.GAMES kontaktiert und um ihr Statement zu der Trennung gebeten. Der Publisher bestätigte, dass die Entscheidung zusammen mit Intrepid getroffen wurde und betonte, dass die Arbeit an Ashes of Creations davon nicht betroffen sein wird.

Intrepid Studios und MY.GAMES werden zusammen daran arbeiten, um eine glatte Übertragung der Publishing-Aufgaben für die Spieler zu gewährleisten […]

Statement von MY.GAMES
Ashes of Creation verrät Details zur Alpha – Ab wann dürft ihr mitspielen?

Was bedeutet das für die Zukunft? Grundsätzlich bedeutet Self-Publishing, dass der Entwickler alle Entscheidungen bezüglich der Veröffentlichung nun selbst machen kann. Drunter fallen vor allem das Bezahlmodell und die Preise für verschiedene Dienste und Items in dem Spiel.

Gleichzeitig heißt es aber auch, dass sich der Entwickler nicht auf die Ressourcen eines Publishers verlassen kann.

Für die Fans, die Ashes of Creations bereits unterstützt haben, gibt es auf der offiziellen Seite zudem noch ein FAQ mit Antworten auf wichtige Fragen.

  • Die bestehenden „Ashes of Creations“-Accounts werden von Intrepid Studios nahtlos übernommen. Alle Käufe und Achievements werden den Spielern erhalten bleiben
  • Das gilt auch für Käufe und Achievements, die über MY.GAMES-Accounts stattgefunden haben
  • User, die über sowohl Intrepid- als auch MY.GAMES-Accounts verfügen, können den Support anschreiben und die Accouts in einen verschmelzen lassen
  • Ab nächste Woche wird ein Intrepid-Account fürs Spielen notwendig sein
  • Auch die Inhaber der Vorbesteller-Pakete werden in der Lage sein, den Support zu kontaktieren und ihre Käufe verifizieren zu lassen
  • Spieler, die die Migration zu Intrepid nicht mitmachen wollen, können sich ihre Einkäufe vollständig erstatten lassen

Intrepid wird auch die Arbeit an der Lokalisierung übernehmen und will dafür sorgen, dass alle geplanten Sprachausgaben es am Ende ins MMORPG schaffen.

Ashes of Creation gehört übrigens zu den 5 MMORPGs, auf die sich MeinMMO-Autor Andreas Bertits am meisten freut.

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MadKiefer

My.com ist einer der miesesten Abzockerläden, die es gibt. Und es gibt viele. Hab in dem Laden mal 1 Jahr gearbeitet (Skyforge). Aussage meines damaligen Producers „die haben jetzt lange genug für Lau gezockt, die sollen zahlen, zahlen, zahlen!“. Sehr sympatisches Kerlchen.

Neenkin

Aah Sie waren auch ein ehemaliger Kollege? Ich war anschließend für kurze Zeit für Revelation Online zuständig. Was da alles im Hintergrund lief war echt nicht mehr schön. Mal abgesehen davon wurde mein 5 Jahre alter Spielaccount sowohl auf Skyforge als auch für Revelation Online gesperrt (permanent) nachdem ich aus dem Abzocker Verein ausgestiegen bin

N0ma

Ich fand RO nicht schlecht, gutes und actionreiches Skillsystem, trotz Tabtarget, sehr viele Inis und P2W war für PvE ja egal.

Todesklinge

Das ist eine sehr gute Entscheidung!

StreetMagier

Eine Frage an alle. Könnte mit dem Satz nicht auch gemeint sein, das man erkannt wie man es nicht macht und somit daraus gelernt hat. Zumindest geht meine Hoffnung dahin.

Caliino

Huch, dann könnte AoC ja doch interessant werden 😀

Matti1987

Muss ehrlich sagen ich konnte das nicht einschätzen weil ich mit dem Publisher noch nichts zu tun hatte aber das sie es jetzt doch selber in die Hand nehmen wollen klingt sehr gut und auch vernünftig in meinen Augen. Man kann Sharif zu diesem Schritt nur beglückwünschen und ich bin sehr gespannt was man noch so alles erfahren wird bis zum Release.

Scaver

Als wir damals unsere Partnerschaft mit MY.GAMES in 2018 starteten, war unser Ziel, unseren europäischen und russischen Spielern den besten Kunden- und Betriebs-Support zu liefern.

Dass das mit MY.GAMES auf GAR KEINEN FALL etwas werden kann, aber ich damals schon gesagt!
Es gibt so viele negative Berichte in dem Zusammenhang mit MY.Games und so gut wie keine positiven (ich rede rein von validen Berichten mit Nachweisen wie Screenshots etc.).

Sharif erklärt außerdem, dass die Entwickler von Intrepid viel von ihren Kollegen bei MY.GAMES gelernt haben und ihnen weiterhin viel Erfolg wünschen.

Argh der Satz schürrt bei mir echt Ängste. MY.Games kann vor allem eins: Viel Geld aus Games quetschen, keinen Support bieten und Games dann ohne Kompensation schließen, wenn es nicht mehr gemolken werden kann.
Hab ich leider schon mehrfach mitmachen müssen.
Bin dann damit dann endgültig raus, was EA, aber auch Buy2Play/Abo angeht. Vielleicht in nem Jahr nach Release wenn die Reviews positiv sind und es mal nen Sale gibt.
Denn von My.Games kann man NICHTS positives lernen!

Mindr4ge

Vielleicht hat Sharif dies aber auch nach der Partnerschaft mitbekommen, wie MY.GAMES arbeitet. Die wollen sich AoC nicht von externen kaputt machen lassen. Vermutlich gab es in den zukünftigen Planung Differenzen und sie haben sich auf die Trennung geeinigt. Was übrigens sehr gut ist, denn nicht immer geht so eine Partnerschaft ohne Shitstorm zu Ende. Natürlich sagt man dann in einem Interview, dass man gut zusammengearbeitet hat.

Nareshh

In meiner Hoffnung ist das ein einfacher diplomatischer Satz um einem ehemaligen Geschäftspartner nichts vor den Kopf zu stoßen. Ähnlich wie man Chef im Zeugnis nicht schreibt, dass der ehemalige Mitarbeiter ein Vollpfosten war.

EliazVance

Damit wäre ein Punkt, der mir bei AoC große Sorgen bereitet hat, vom Tisch. „Guter Support“, „faires Geschäftsmodell“ und „My.com“ gehören nicht zusammen. Fast schon eine Art Naturgesetz.

Scaver

Mich stört, dass Interpid „viel von My.Games“ gelernt hat. Da beziehe ich mich genau auf das, was Du da auch ansprichst. Anderes kann man von My.Games nicht lernen als Publisher!

MadKiefer

Sie haben hoffentlich gelernt, wie man es nicht macht. Die My.com Russen-Mafia muss niemand haben, wirklich.

chack

Überhaupt eine Partnerschaft mit dennen einzugehen war ein ziemlich großer Fehler. Das Signal das damit gesendet wurde war ziemlich enttäuschend. Ganz egal aus welchen Gründen. Hätten sie lieber mal noch ne Spendenaktion gestartet etc wenns ums Geld ging. Naja, aber so ists gut, selfpublishihng wie zu Beginn versprochen. Fehler korigiert.

Scaver

Fehler korigiert.

Werden wir sehen, wenn sie ja „viel bei My.Games gelernt“ haben.

Betty

Vllt. hat man ja gelernt wie man es nicht macht 😉

MadKiefer

Viel gelernt geht in alle Richtungen, also auch „wie man es nicht machen möchte“

McPhil

Das scheinen anständige Leute zu sein. Dass sie sich jetzt selbst publishen dürfen ist für mich etwas positives und kann dem Spiel nur guttun.

cap

Im Endeffekt hat My.com ja auch nicht den besten Ruf in der MMO-Community. Man kann natürlich nur mutmaßen, was die genauen Hintergründe waren, die Sharif zu dieser Entscheidung bewogen haben, aber ich sag’s mal so: Wäre alles glatt gelaufen, hätte man vermutlich nichts ändern müssen.
Aus seinen Interviews und Videos geht recht schnell hervor, dass er ein großer Idealist ist, was Ashes of Creation angeht. Man kann sich denken, dass seine Vorstellungen und ein externer Publisher wie My.com nicht wirklich kompatible sind.
Daher: gute Entscheidung und spricht für eine hohe und beständige Qualität, die wir von dem Studio erwarten können.

Zord

Gerade weil my.com nicht den besten Ruf finde ich das ganze seltsam. Normalerweise müsste es da Verträge geben aus denen der Entwickler nur raus kommt wenn man sich entweder raus kauft (woher ist dann das Geld) oder my.com einen rausschmeißt (was sie aber wohl nur machen würden wenn sie das Gefühl haben das das Spiel ein Geldgrab wird). Eine einvernämliche Trennung ist doch höchst selten wenn ein Spiel von der Entwicklung her auf der Zielgeraden ist. Mich beschleicht hier das Gefühl das einfach das Geld ausgeht und my.com wenig chancen sieht mit dem Spiel gewinn zu machen. Wenn aber kein Gewinn gemacht wird leidet zwangsweise irgendwann die Qualität die abgeliefert werden kann. Für mich ist das ein Warnzeichen das da irgendwas nicht so rund läuft bei der Entwicklung.

cap

Das könnte auch sein. Jedoch muss man sagen, dass Sharif selbst sehr viel Privatkapital in die Entwicklung gesteckt hat und das Studio über die letzten Jahre sehr stark gewachsen ist. Ich denke mal, dass sie mit My.com eher einen Vertrag für Lokalisierung geschlossen haben, ohne wirklich Geld von ihnen für die Entwicklung zu fordern. Das würde auch die riesige Kickstarter-Kampagne und Founder-Editionen erklären. My.com hat natürlich die riesigen Geldbeträge gesehen, die die Backer bereit waren, in das Spiel zu stecken. Welcher Publisher wünscht sich nicht so eine Spielerschaft?
Ich glaube nicht, dass die Entwicklung selbst in Gefahr ist. My.com wollte vermutlich einen Teil des Kuchens abhaben, hat dann aber vielleicht gemerkt, dass Sharif nicht vorhat, das Spiel auszuschlachten, sondern es sein Herzens-Projekt ist.

Bodicore

MMORPG Ashes of Creation und der Publisher MY.GAMES trennen sich – Was bedeutet das?

Das bedeutet dass es nur besser werden kann.

Zord

Du müsstest doch als Langjähriger MMO Spieler wissen: „Schlimmer geht immer“ 😎

Scaver

Da sie ja „viel von My.Games gelernt“ haben kann es schlimmer werden.

MeisterSchildkröte

den kommentar hast du jetzt 4mal gebracht unter dieser news. also ich habs verstanden, fast gelernt könnt man sagen.

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