Millennials brauchen heute bis 40 für etwas, das lange Zeit zum Erwachsenwerden gehörte 

Symbolbild Paar macht Finanzen

Schule abschließen, studieren, einen Job finden, heiraten und schließlich das eigene Haus kaufen und einen Golden Retriever zulegen. Lange galten solche Schritte als typische Meilensteine auf dem Weg ins Erwachsenenleben. Für Millennials schiebt sich dieser Zeitplan aber immer weiter nach hinten. 

Wie lange brauchen Millennials heute für ein Eigenheim? Laut BHW Bausparkasse sind Menschen, die in Deutschland ein Haus bauen oder kaufen, im Durchschnitt rund 40 Jahre alt. In den 80er- und 90er-Jahren lag das Durchschnittsalter beim Hauskauf bei rund 38 Jahren. Der große Unterschied liegt in der Erschwinglichkeit.

Tatsächlich zahlten die vorangegangenen Generationen gar nicht so viel weniger für ihre Häuser, damals schlugen jedoch vor allem die Zinsen zu Buche. Heute müssen junge Menschen jedoch länger sparen, um das nötige Eigenkapital aufzutreiben.

2025 verfügten, laut LBS-Erschwinglichkeitsbaromter, nur 5,7 Prozent der deutschen Mieterhaushalte zwischen 30 und 44 Jahren über genügend Eigenkapital, um die Anforderungen für den Kauf von Wohneigentum zu erfüllen. Vor 15 Jahren waren es noch rund zehn Prozent.

Während Millennials zumindest noch eine Chance auf das Eigenheim zu haben scheinen, baut die Gen Z wohl maximal in Azeroth.

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In WoW könnt ihr Häuser anheben – Pimp Your House Edition

Millennials ordnen ihre finanziellen Wünsche in ihren 30ern neu

Wie gehen Millennials mit dieser Situation um? Laut einer von Chime, einem US-Finanztechnologie-Unternehmen, beauftragten Studie erklären 84 Prozent der US-Millennials (1981–1996), dass sie in ihren 30ern ihre finanziellen Ziele und Vorstellungen neu bewertet hätten. Fortune berichtete darüber.

39 Prozent der Millennials sehen es als finanziellen Erfolg an, ihre Angehörigen unterstützen zu können. Das eigene Zuhause folgt mit 32 Prozent erst dahinter. 

Existiert der Traum vom Eigenheim weiterhin? Am Wunsch an den eigenen vier Wänden fehlt es den Millennials nicht: 40 Prozent der befragten US-Amerikaner bezeichnen Wohneigentum als das größte Statussymbol ihrer Altersgruppe.

In Deutschland sieht es ähnlich aus: Laut einer Wohntraumstudie von Interhyp sagen nur 18 Prozent der zur Miete wohnenden Millennials, dass sie kein Wohneigentum erwerben möchten. 43 Prozent würden sofort zuschlagen, ihnen fehlen aber die finanziellen Mittel.

Übrigens: Für 61 Prozent der befragten Millennials ist das klassische Einfamilienhaus der persönliche Wohntraum. Fehlt also nur noch der Golden Retriever, oder doch besser eine Katze?

Wie sieht es bei euch aus? Gehört für euch das Eigenheim zum Erwachsenwerden dazu? Oder sind andere Dinge doch wichtiger? Teilt uns eure Meinung dazu in den Kommentaren mit!

Dass jüngere Generationen anders leben als ihre Eltern oder Großeltern, sorgt immer wieder für Debatten. Manche Dinge ändern sich aber zum Glück nie: „Gammler“ gab es schon immer. Schon vor 60 Jahren sorgten junge Menschen als sogenannte „Gammler“ für Aufregung, wie ihr hier auf MeinMMO lesen könnt: Von wegen faule Gen Z, auch unter den Boomern gab es bereits stolze „Gammler“.

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