Neue Studie zeigt: Millennials und die Generation Z altern möglicherweise schneller als frühere Generationen

Eine neue Studie legt nahe, dass jüngere Generationen biologisch schneller altern könnten als frühere Generationen. Das könnte erklären, warum bestimmte Krebsarten bei Menschen unter 55 häufiger auftreten.

Aktuelle Analysen einer Studie der School of Medicine in St. Louis, die im Fachmagazin Nature Medicine veröffentlicht wurde, kommen zu einem beunruhigenden Ergebnis: Menschen, die nach 1965 geboren wurden, könnten biologisch schneller altern als frühere Generationen.

Worum geht es bei der Studie? Dabei geht es nicht darum, ob jemand älter aussieht. Die Forschenden untersuchten vielmehr, wie alt der Körper auf biologischer Ebene wirkt. Dafür wurden Blutwerte und Gesundheitsdaten ausgewertet, mit denen sich abschätzen lässt, ob Organe und Stoffwechsel schneller altern, als es das Geburtsdatum vermuten lässt.

Dafür wurden Gesundheitsdaten von über 164.000 Menschen ausgewertet. Die Daten stammten dabei aus großen Gesundheitsdatenbanken in den USA und Großbritannien. Das Ergebnis: Menschen, die nach 1965 geboren wurden, zeigten häufiger Hinweise auf beschleunigtes biologisches Altern.

Besonders betroffen sind demnach jüngere Erwachsene aus der Gen Z und der Millennial-Generation.

Video starten
Das größte LARP Deutschlands lädt auch 2026 wieder nach Brokeloh ein

Schnelleres Alter

Was wurde noch untersucht? Die Forschenden sehen einen möglichen Zusammenhang mit Krebsarten, die bei jüngeren Erwachsenen häufiger auftreten. Die Harvard-University veröffentlichte bereits im Oktober Hinweise darauf, dass die Krebsraten in den letzten Jahrzehnten rückläufig sind. Allerdings stieg gleichzeitig wohl die Häufigkeit von 14 bestimmten Krebsarten bei Menschen unter 50 Jahren zwischen 2010 und 2019 an.

Und die neueste Studie legt nun eben nahe, dass beschleunigtes biologisches Altern ein Faktor sein könnte. Je größer die Spanne zwischen dem biologischen Alter – also dem Alter, das unser Körper zu haben scheint – und dem chronologischen Alter – also der Anzahl der Jahre, die wir tatsächlich gelebt haben – ist, desto höher ist laut den Forschern das Krebsrisiko.

In der Pressemitteilung der Washington-University heißt es: „Unser oberstes Ziel ist es, zu entschlüsseln, wie moderne Umgebungen biologisch verankert werden und das Krebsrisiko erhöhen, und die Prävention von allgemeinen Empfehlungen hin zu personalisierten Interventionen zu transformieren“, sagt einer der Forscher, Yin Cao.

Dies bringe die Forschenden der frühzeitigen Erkennung von Risiken und der Entwicklung von Präventionsstrategien, die auf die individuelle Biologie zugeschnitten seien, näher. Die Studie hält jedoch auch fest: „Da früh auftretende Krebserkrankungen relativ selten sind, erfordern diese Fragestellungen […] lange Nachbeobachtungszeit.“

Die Ergebnisse zeigen, dass jüngere Generationen möglicherweise früher gesundheitliche Risiken entwickeln als bisher angenommen. Gleichzeitig bleiben laut den Forschern noch Fragen offen, zum Beispiel: Warum genau altern manche Körper schneller? Was denkt ihr, warum die Ergebnisse daraufhin deuten?

Ein anderer Forscher hat in einem ganz anderen Bereich ebenfalls etwas Spannendes gezeigt: Mit ein paar Ziegen in Age of Empires 2 erklärt er, warum KI vielleicht gar nicht so besonders ist, wie viele denken: Ein Forscher zeigt gerade mit Ziegen in Age of Empires, warum KI gar nicht so besonders ist

Bitte lies unsere Kommentarregeln, bevor du kommentierst.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Kommentare
Neueste
Älteste Meisten Abstimmungen
0
Sag uns Deine Meinungx