KI klaut Studierenden die Jobs, aber der Ex-Chef von Google kontert: Setzt euch einfach in eine Rakete

Bei einer Abschlussrede wollte der ehemalige Google-Chef Uni-Absolventen für KI begeistern – doch die reagieren völlig anders als vermutlich erwartet. Als er auf die Buh-Rufe mit KI-Agenten und Raketen antwortet, kippt die Stimmung noch mehr.

Wer wurde weshalb ausgebuht? Bei einer Abschlussfeier an der University of Arizona trat Eric Schmidt auf, der frühere CEO von Google. Laut Tom’sHardware sprach er vor Tausenden Absolventen über Technologie und KI und bekam besonders dann laute Buhrufe, als er KI positiv darstellte.

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Denn genau das kam beim Publikum nicht wirklich gut an. Immer wieder wurde er von Buh-Rufen unterbrochen, sobald er positiv über KI sprach. Die Situation wirkte so angespannt, teilweise konnte er seine Gedanken kaum zu Ende führen.

Schmidt sagte unter anderem, Studenten könnten heute ein Team aus KI-Agenten zusammenstellen, das ihnen bei Dingen helfe, die sie allein nie schaffen würden. Er verglich diese Chance mit einem Platz auf einem „Rocket Ship“ und sagte sinngemäß: Wenn einem so ein Platz angeboten werde, frage man nicht nach dem Sitzplatz – man steige ein. (Gizmondo)

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Sorgen und Ängste

Woher kommen die Reaktionen? Viele Studierende verlassen die Uni aktuell mit einem unguten Gefühl: Der Einstieg in den Arbeitsmarkt wirkt schwieriger, und KI steht dabei immer öfter im Raum.

Die Federal Reserve Bank of New York zeigt in ihren Daten zu den USA, dass junge Hochschulabsolventen in den USA zuletzt deutlich stärker von Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung betroffen waren als der Gesamtarbeitsmarkt. Für das 4. Quartal 2025 wurden 5,7 % Arbeitslosigkeit und 41,5 % Unterbeschäftigung bei jungen Absolventen genannt. Deutlich schlechter stand es zuletzt zur Hochzeit der Coronapandemie um die Einstiegschancen.

Dazu passt eine aktuelle Umfrage aus Großbritannien: Laut Guardian glauben viele Studierende, dass KI Jobverluste auslösen könnte; mehr als die Hälfte erwartet sogar schlimmere Folgen als in einer Rezession.

Auch in Deutschland gibt es Hinweise darauf, warum das KI-Thema bei Studierenden und Absolventen nervös macht: Junge Akademiker treffen auf einen schwächeren Arbeitsmarkt, während Unternehmen gleichzeitig prüfen, welche Aufgaben KI übernehmen kann. (ZDF info)

Reaktionen aus Unmut

Hat Schmidt die Sorgen der Studenten angesprochen? Ja, zumindest teilweise. Laut Tom’s Hardware stoppte Schmidt an einer Stelle, als die Zwischenrufe lauter wurden. Er sagte, er könne hören, dass es Angst gebe, und nannte die Sorge rational. Schmidts Botschaft blieb jedoch dieselbe: Künstliche Intelligenz „wird die Welt prägen“, und es liegt an allen anderen, diese Entwicklung zu lenken. (via Youtube/404Media)

Der Nvidia-CEO Jensen Huang hatte zuletzt einen anderen Ansatz gewählt und die Chancen des KI-Booms in der Vordergrund gerückt. Allerdings auch nicht so, wie es sich Uni-Absolventen wünschen würden.

Gemäß Gizmondo und Tom’s Hardware sind zudem auch weitere Abschlussreden von lautstarken Frust-Reaktionen seitens der Absolventen betroffen gewesen.

An der University of Central Florida wurde Gloria Caulfield aus der Immobilienbranche ausgebuht, nachdem sie KI als „nächste industrielle Revolution“ bezeichnet hatte. An der Middle Tennessee State University reagierte der ehemalige Musikmanager von Taylor Swift, Scott Borchetta, auf Buh-Rufe mit „Findet euch damit ab“, als er sagte, KI schreibe die Produktion gerade neu. (NBC News)

Was denkt ihr: Hat Eric Schmidt recht und man muss sich KI nur richtig zu nutzen machen? Oder glaubt ihr, dass der aktuelle KI-Hype irgendwann wieder abflacht? Schreibt es uns in die Kommentare.

Die Reaktionen zeigen vor allem, wie angespannt das Thema KI aktuell ist; gerade für junge Menschen am Anfang ihrer Karriere. Während Tech-Manager von Chancen sprechen, fragen sich viele eher, was das konkret für ihre eigenen Jobchancen bedeutet. Manche sehen es aber auch etwas gelassener: CEO von EA spricht über KI, sagt: Kein 16-jähriger erstellt damit GTA 7 in seiner Garage

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