KI klaut unsere Jobs? Nvidia-Chef zählt Berufe auf, die durch die KI-Revolution gewinnen

Viele Menschen haben Angst, dass künstliche Intelligenz zahlreiche Jobs ersetzen könnte. Nvidia-CEO Jensen Huang sieht allerdings ganz andere Gewinner der KI-Revolution: Handwerksberufe.

Welche Chancen sieht der Nvidia-Boss? Der CEO von Nvidia, Jensen Huang, sprach bei der Abschlussrede der Carnegie-Mellon-Universität überraschend offen über die Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt. Statt über Programmierer oder Software-Entwickler zu reden, hob Huang plötzlich klassische Handwerksberufe hervor.

Dabei sagte er:

KI gibt Amerika die Chance, wieder etwas aufzubauen. Elektriker, Klempner, Stahlbauer, Techniker, Bauarbeiter – jetzt ist eure Zeit gekommen.

Jensen Huang, via YouTube
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Studenten spionieren Passanten mit versteckter Kamera und einer KI aus, finden Name und Adresse in Sekunden heraus

In der KI-Ära zeichnet sich laut Huang ab, dass nicht die Entwickler der Modelle selbst die begehrtesten Arbeitskräfte sein werden, sondern Fachleute im Handwerk, die die massive physische Infrastruktur hinter der Technologie am Laufen halten.

Huang sieht in der Entwicklung künstlicher Intelligenzen und deren Zugänglichkeit also nicht nur einen Software-Boom, sondern vielmehr den Beginn einer komplett neuen Industrie in den Vereinigten Staaten.

Das, was die KI nicht kann

Warum braucht KI plötzlich Elektriker und Handwerker? Der Grund liegt in der gigantischen Infrastruktur hinter moderner KI. Große Sprachmodelle wie ChatGPT, Gemini oder Claude laufen nicht einfach von selbst im Hintergrund. Dahinter stehen riesige Rechenzentren voller Hochleistungs-GPUs, die enorme Mengen Strom und Kühlung benötigen. (Fortune)

Damit diese Infrastruktur überhaupt gebaut werden kann, braucht die Branche u. a. :

  • Elektriker
  • Installateure
  • Schweißer
  • Techniker
  • Bauarbeiter
  • Spezialisten für Stromnetze und Kühlung

Laut einer Analyse von McKinsey könnten weltweit bis zu 7 Billionen Euro in neue KI-Rechenzentren fließen. Der Ausbau gilt schon jetzt als eines der größten Infrastrukturprojekte der modernen Tech-Geschichte. (Fortune)

Auch Nvidia selbst profitiert massiv davon. Die GPUs des Unternehmens gelten aktuell als Herzstück vieler KI-Rechenzentren weltweit. (Nvidia)

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Quelle: Carnegie Mellon University/YouTube

Sind Handwerksberufe sicherer vor KI als Büro-Jobs? Während KI zunehmend Aufgaben im Büro übernimmt, gelten viele handwerkliche Tätigkeiten weiterhin als schwer automatisierbar. Einen Stromanschluss in einem riesigen Rechenzentrum zu installieren oder komplexe Kühlsysteme aufzubauen, kann eine KI aktuell nicht einfach übernehmen.

Gleichzeitig warnen KI-Unternehmen immer häufiger vor Veränderungen am Arbeitsmarkt. Huang selbst bleibt zwar optimistischer, sieht aber ebenfalls einen historischen Umbruch: „Dies ist der größte Ausbau der technologischen Infrastruktur in der Geschichte der Menschheit.“

Für viele junge Menschen könnten Ausbildungsberufe dadurch plötzlich wieder deutlich attraktiver werden. Das Wirtschaftsmagazin Fortune stellt jedoch fest, dass der KI-getriebene Infrastrukturboom zwar die Nachfrage nach Fachhandwerkern spürbar angekurbelt hat, das Bild jedoch nicht ungetrübt ist: Hoffnungen auf einen nachhaltigen Einstellungsboom und steigende Löhne hängen am seidenen Faden einer volatilen Branche.

Und wer am Bau von Rechenzentren beteiligt ist, hat nach Projektabschluss keine Jobgarantie. Hinzu kommt, dass die Bauaktivität im Bereich Rechenzentren letztes Jahr erstmals seit 2020 zurückging. (Fortune) Grund dafür sind Genehmigungsverfahren und Probleme bei der Stromversorgung die Entwickler zunehmend ausbremsten.

Was denkt ihr: Hat Jensen Huang recht und Handwerksberufe werden durch KI plötzlich wichtiger denn je? Oder glaubt ihr, dass der aktuelle KI-Hype irgendwann wieder abebbt? Schreibt es uns in die Kommentare.

Dass KI in ihren vielen Formen alltägliche Arbeiten übernehmen kann, ist nichts Neues. Inwieweit die Hilfe letztlich für Arbeitnehmer zu einem Problem werden kann, steht allerdings noch aus. Eines kann KI aber schon ganz gut: 73 % der Leute nutzen KI, um Probleme mit dem Computer zu lösen

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diesdasverschiedenedinge

Den Unsinn den Tech CEOs verzapfen ist wirklich unglaublich.

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