Der Chef von EA hat sich auf einer Konferenz über die Fähigkeiten von KI in der Entwicklung von Videospielen wie GTA 6 und Battlefield 6 geäußert und dabei erklärt, was sie wirklich können.
Um wen geht es? Andrew Wilson ist der CEO von EA die unter anderem Battlefield 6 veröffentlicht haben. Auf der Videospiel-Konferenz Iicon in Las Vegas hat er erklärt, wie man bei EA auf KI blickt und teilt dabei die Meinung des Chefs von GTA 6
-Publisher Strauss Zelnick.
Hier könnt ihr die Roadmap zu Battlefield 6 sehen:
KI als Hilfsmittel
Wie denkt er über KI? Der EA-Chef ist der Meinung, dass KI keine vollständigen Spiele entwickeln kann und damit nur als modernes Werkzeug für die Entwicklung dient.
Andrew Wilson sagte: „Glaubst du, ein 16-Jähriger kann in einer Garage Spiele wie Battlefield, EA Sports FC, Call of Duty oder Grand Theft Auto entwickeln? Ich glaube wirklich nicht, dass das in absehbarer Zeit passieren wird.“
Dabei ist der CEO keineswegs ein Gegner von KI. Im Gegenteil sieht er der Entwicklung von KI mit Freude entgegen und begründet das mit einem historischen Vergleich. So soll es beim Start von YouTube Stimmen gegeben haben die meinten, das würde das Ende von renommierten Regisseuren wie Steven Spielberg bedeuten.
Während andere glaubten, das Interesse an Katzenvideos und damit an YouTube sei endlich, sieht die Realität anders aus. Spielberg dreht immer noch Blockbuster, und YouTube hat viele unglaublich populäre Kreative hervorgebracht.
Wilson erklärte, dass KI-gestützte, von Nutzern erstellte Inhalte für die Gaming-Branche „sehr positiv und sehr wichtig“ sein könnten, „aber ich glaube nicht, dass sie die bestehende Gaming-Branche zerstören werden.“
Wie verwendet EA Künstliche Intelligenz? Andrew Wilson gab bei der Konferenz an, erst kürzlich die Zahlen zur KI-Nutzung bei EA angesehen zu haben. Dabei würden etwa 85 % der Qualitätssicherungsarbeiten von EA derzeit mit „einer Art von Algorithmus auf Basis von maschinellem Lernen oder künstlicher Intelligenz“ durchgeführt werden.
Dabei wären die Mitarbeiter in dem Bereich sogar gestiegen, und KI wäre dort für eine Effizienzsteigerung wichtig.
Dass GTA 7 oder Battlefield 7 einfach per Einzeiler bei ChatGPT oder Gemini erstellt werden kann, wirkt aus dem derzeitigen Verständnis der neuen Technologie noch unwahrscheinlich. Wie sich die Tools entwicklen, lässt sich jedoch auch für den CEO von EA nicht absehen. EA päppelt seinen Goldesel-Shooter wieder auf – 300.000 Spieler auf Steam zeigen, wie gut das klappt
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Ich hab auch viel mit KI im IT Bereich zu tun und bin auch der Meinung, dass man ohne weitreichende Kenntnisse in der Programmierung kein halbwegs gutes Spiel erstellen kann. Und so ein Spiel besteht dann ja noch aus vielen anderen Dingen, Animationen, Sound, Grafiken etz.
Als Unterstützung ist so eine KI aber gut zu gebrauchen und spart extrem viel zeit. Dokumentationen Durchblättern oder Google durchsuchen fällt in den meisten Fällen weg und das macht schon sehr viel aus und steigert die Produktivität.
Ob man in Zukunft nur noch ein Einzeiler oder ein kleines Script schreiben muss?
Höchstwahrscheinlich schon aber trotzdem braucht man eine Belegschaft die das ganze versteht und pflegt.
Klar wird es dann extrem viel Müll auf dem Markt geben aber auch die Traumspiele welche wir uns schon immer gewünscht haben und das zum niedrigen Preis und wahrscheinlich mit weniger Fehlern.
Ich glaube auch nicht das in der gaming Branche groß Arbeitsplätze durch KI wegfallen werden. Es werden eher noch mehr Entwickler und Publisher entstehen.