Auch wenn es viele etablierte Helden gibt, führt Marvel trotzdem gelegentlich neue Figuren ein, die die Dynamiken im Universum auf den Kopf stellen. 2025 tauchte ein neuer Supersoldat wie Captain America auf, der jetzt zu einem der mächtigsten Helden geworden ist.
Um welche Figur geht es? Am 2. Juli 2025 startete Marvel eine neue Captain-America-Reihe von Autor Chip Zdarsky, der vorher auch schon an Batman-Stories für DC beteiligt war. Der erste Band, den wir euch auch vorgestellt haben, war auch das Debüt von David Colton.
Als Kind war er eher schmächtig und hat mit Asthma gekämpft – trotzdem ging er nach dem 11. September zur Armee und erhielt das Super-Soldaten-Serum, das auch Captain America (Steve Rogers) seine Kraft verliehen hat. Zusammen mit seinem Vorbild begab er sich im ersten Band auf eine Mission nach Latveria.
Zuletzt gab es aber noch ein weiteres dickes Upgrade für den Helden
, der jetzt zeigt: Er hat eine andere Ansicht von Heldsein als der bekannte Captain America.
Ein neuer Superman-Klon von Marvel
Achtung Spoiler: Im folgenden Artikel gibt es Spoiler zu Avengers: Armageddon. Die Comic-Reihe ist in Deutschland bisher nicht gestartet.
Was für eine neue Kraft ist das? Nach der Mission in Latveria musste Colton untertauchen, doch das ist nicht so leicht. Zwar hat er Hilfe von Wolverine, doch genau das hilft seinen Feinden, ihn zu finden. Bei einem Konflikt kam es dazu, dass Colton kurz vor dem Tod stand.
Doch der gute Wolverine hat das nicht geschehen lassen. Er nutzte die Origin Box, einen Gegenstand, der einer Person Superkräfte geben kann, die einer anderen Person in einem anderen Universum verwährt wurden. Colton überlebte und erhielt die Fähigkeit eines unbekannten Helden aus Erde-6160. Laut Captain Marvel soll er aber so stark sein wie Sentry, einer der mächtigsten Avengers im aktuellen MCU (CBR).
Dadurch kann Colton nicht nur fliegen, er ist noch stärker als vorher und anscheinend ist er auch sehr widerstandsfähig gegen Waffen, aber auch gegen Angriffe von starken Individuen wie Captain Marvel oder Red Hulk.
Klingt eigentlich ziemlich gut, einen solchen neuen Helden zu haben, der gegen die Fieslinge der Welt kämpfen kann – wäre da nur nicht seine verquerte Sicht auf Gerechtigkeit.

Colton stellt sich über alle
Wie ist Coltons aktueller Stand in den Marvel-Comics? Am 10. Juni 2026 startete Marvel die Reihe Avengers: Armageddon und das große Heldenteam der Erde hatte ein ziemlich gefährliches Problem: Der Red Hulk wollte mit eigenen Hulks die Welt erobern. Er wurde aufgehalten, vor allem dank Colton, der den roten Riesen ziemlich verkloppt hat, ohne auf andere Menschen oder die Umgebung zu achten.
Seine Vorgehensweise passt den Avengers gar nicht, aber er hat auch keine Lust auf ihren Ansatz zur Rettung der Welt. Er selbst verfolgt auch eine eigene Agenda. So macht er überall auf der Welt Supersoldaten-Programme platt und kümmert sich um nukleare Waffen, die er einfach in die Sonne wirft. Er will damit dafür sorgen, dass weniger solch mächtige Waffen im Umlauf sind.
Seine Herangehensweise ist aber zu brutal, weshalb die Avengers nicht wegsehen können. Wolverine selbst betont in Avengers: Armageddon Nr. 3, dass sein Ansatz nicht enden kann. Wolverine wirft ihm vor, er handle wie ein Gott. Was würde er machen, wenn Menschen Angst bekommen und sich gegen ihn wenden? Soll er sie auch loswerden?
Doch Colton stellt sich weiter gegen ihn und alle anderen, die seinen Ansatz nicht mögen. Er ist also auf dem besten Weg, zu einem Injustice-Superman oder Omni-Man zu werden. Für ihn seien die Ansätze der Avengers schuld daran, dass Schurken wie Doom oder Red Hulk so weit gehen können. Colton sieht sich also selbst als oberste Spitze der Erden-Helden.
Das zeigt sich auch, nachdem Wolverine ihn angreift. Ohne Probleme trägt er Wolverine ins All und wirft ihn runter auf der Erde.
Was könnte als Nächstes mit Colton passieren? In der Storyline kündigt sich eine neue große Gefahr für das gesamte Multiversum an, aber ein Konflikt wird wohl der Größenwahn von Colton sein und sein Ansatz, Konflikte aufzuhalten, bevor sie überhaupt passieren können.
Einen ähnlichen Ansatz hatte Marvel in Civil War 2. Dort konnte ein Mutant die Zukunft sehen und Captain Marvel hat einfach jeden festgenommen, der vielleicht mal was Böses tun könnte.
Ein besseres Beispiel ist wohl Injustice-Superman, der nach dem Tod von Lois Lane ein ganzes totalitäres Regime gründet, damit er damit das Verbrechen dezimieren kann. Wie so oft endet das aber eher in diktatorischen Strukturen als in einer wirklichen Verbesserung der Welt.
Wollt ihr die Reihe selbst lesen, müsst ihr aktuell auf physische oder digitale US-Ausgaben zurückgreifen. Im Filmuniversum scheint es Marvel aktuell gut zu gehen, denn man bricht mit dem nächsten Film bereits einen Rekord: Avengers Doomsday muss sich im Kino gegen Dune beweisen, am Ende könnten alle profitieren
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