Die X-Men gehören zu den bekanntesten Gruppen im Marvel-Universum. Helden wie Wolverine, Cyclops oder Jean Grey sind bekannte Namen. Doch es gibt auch weniger gängige X-Men. Einer davon hat eine Superkraft, die kaum Vorteile bietet.
Wenn man an die X-Men denkt, denkt man wahrscheinlich direkt an ikonische Superhelden wie Wolverine oder Storm. Vielleicht kennt man noch Colossus oder Kitty Pryde. Die Mutantentruppe hat aber auch eher unbekannte Mitglieder, die in den Filmen oder Serien kaum eine Rolle spielen.
Dazu gehört auch ForgetMeNot. Sein Name ist Programm, denn seine Superkraft
, wenn man sie so nennen mag, plagt ihn täglich.
Ein tragisches Schicksal
Wer ist ForgetMeNot? Seinen ersten Auftritt hatte der Mutant, auch Xabi genannt wird und aussieht wie ein normaler Typ mittleren Alters, im Comic X-Men Legacy Nr. 300 aus dem Jahr 2014. In diesem Sonderheft geht es auch schon um ihn. Er erklärt einer jungen Frau, er sei ein X-Men, doch sie kenne ihn nicht, weil seine Superkraft sei, dass er direkt vergessen wird, sobald man ihn nicht mehr sieht.
Sie erzählt ihm, dass sie in die X-Men-Schule einbrechen will, damit sie nicht mehr die Interessanteste im Raum
ist – sie hat eine permanente Verletzung im Gesicht, nachdem sie von anderen Menschen mit Chemikalien angegriffen wurde. Daraufhin erzählt ForgetMeNot ihm seine Geschichte darüber, wie er immer nur bemerkt werden wollte
.
ForgetMeNot erzählt von seiner Vergangenheit mit dem Team und wie er in diversen wichtigen Situationen dabei war – er wurde halt nur vergessen. Nur Professor X, ein mächtiger Telepath, konnte sich an ihn erinnern, aber nur, weil er sich eine Art mentalen Wecker gestellt hat, jede Stunde an ihn zu denken – telepathischer Quatsch halt.
Nach dem Tod des Professors fühlte sich ForgetMeNot aber so einsam wie noch nie. Er fragte sich: Wenn niemand jemals an dich denkt, bist du dann überhaupt real?
Zwar hat es auch Vorteile, laut eigener Aussage macht es Reisen einfacher und günstiger, aber die Nachteile überwiegen wohl, vor allem psychischer Natur.
Das wohl tragischste Ereignis in seinem Leben war aber wohl ein großes Opfer, das niemand bemerkte.

Als einziger kann er nicht wiederbelebt werden
Was war das tragische Opfer? Zwischen 2019 und 2024 befanden sich die X-Men in einer besonderen Zeit. Die Krakoa-Ära, die von Autor Jonathan Hickman angestoßen wurde, etablierte die Nation Krakoa als ein Land, exklusiv für Mutanten.
Die Feinde der X-Men blieben aber nicht untätig und Nimrod, ein Super-Sentinel, dessen Aufgabe die Vernichtung von Mutanten ist, griff die Insel im Comic Legion of X Nr. 10 an. Nur einer hat es geschafft, ihn aufzuhalten: ForgetMeNot. Dabei starb er aber.
Grundsätzlich ist das auf Krakoa zu der Zeit aber kein Problem, denn jeder Mutant kann durch die Fünf (Hope Summers, Proteus, Egg, Elixir und Tempus) wiederbelebt werden – zumindest, wenn man sich daran erinnert, ihn wiederzubeleben.
Somit starb hier ForgetMeNot und nicht nur seine Tat wurde vergessen, sondern auch er selbst. Dazu gab es noch die ironischen Worte der Mutantin Lost, die ForgetMeNot scheinbar mochte: Ja, wir müssen das als Erfolg werten. Krakoa bleibt frei. Die Fünf werden alle Mutanten, die in diese Angelegenheit verwickelt waren, wiederherstellen. Heute ist niemand gestorben.
Ein tragisches, aber wohl unvermeidliches Ende für einen Mutanten, der immer vergessen wurde, aber trotzdem alles opferte.
Was sagt ihr zu ForgetMeNot? Habt ihr ihn bereits vergessen und sollen wir euch weitere obskure Marvel-Figuren vorstellen? Schreibt es uns gerne in die Kommentare. Mehr zu tragischen Mutanten findet ihr hier: Die 10 schlechtesten Mutantenfähigkeiten aus X-Men, die wahrscheinlich keiner haben will
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Kommentare
Ich fühl mich da an Dr. Who erinnert
Das Konzept des Vergessenwerdens ist recht interessant und wenig ausgeschöpft – am deutlichsten wird sowas aber in SCP-Storys behandelt. Da gibt es die Memetic Division, die sich genau mit diesem und anderen Phänomenen befasst. Wesen, die man nicht wahrnimmt, weil der Mensch sie nicht in ihren Erinnerungen abspeichern kann. Oder Wesen, die erst eine Gefahr werden, wenn man sich an sie erinnert – weshalb Leute, die in diese Richtung forschen, regelmäßig ihr Gedächtnis löschen müssen, damit nichts passiert. Oder was passiert, wenn sich ein Mensch an ALLES erinnert (jeden Sinneseindruck zu jeder Sekunde seiner Existenz).
Würde mich interessieren, wer diese Idee als erstes hatte. Erinnert sich da jemand dran? 😏