Bungie hat die 7 Klassen von Marathon gezeigt und es ist für nahezu jeden Gamer was dabei – sogar für Solo-Spieler und Loot-Goblins.
Neue Infos zu den Runner-Shells: Bungie hat in einem Video die 7 Klassen von Marathon vorgestellt. Jede dieser sogenannten Runner-Shells kommt dabei mit unterschiedlichen Fähigkeiten, die allesamt auf einen anderen Spielstil abzielen – und einige davon sehen tatsächlich richtig spannend aus.
Insgesamt gibt es für nahezu jeden Spielertypen die passende Klasse, darunter etwa starke Angreifer, Medics und den heimlichen Assassinen. Auch für Solo-Spieler ist was dabei.
Hier nochmal eine kurze Übersicht:
- Destroyer: Ein Kampf-Spezialist, der mit einem Schild, Raketensystemen und Triebwerken für verbesserte Mobilität ausgestattet ist
- Assassine: Die Stealth-Klasse von Marathon. Kann synthetischen Rauch einsetzen und sich unsichtbar machen.
- Recon: Der Aufklärungsspezialist, der mit Echopulsen, Tracker-Drohnen Gegner entdecken und mittels holografischer Fußspuren verfolgen kann.
- Vandal: Die Klasse für Movement-Fans. Sie hat etwa als einzige Klasse einen Doppelsprung und kann weiter rutschen. Außerdem hat sie eine „Rückstoßkanone“, mit der sie Gegner aus ihrer Deckung schleudern kann.
- Thief: Der Loot-Goblin: Kann ein Visier aktivieren, um Loot durch Wände zu sehen und obendrein mit einer gesteuerten Schmetterlingsdrohne Beute zu lokalisieren und zu bergen. Er verfügt zudem über einen Greifhaken.
- Triage: Der Medic des Teams verfügt über Drohnen, die euch heilen, sowie eine Art Defibrillator-Fähigkeit, um gedownte Mitspieler schneller aufzuheben. Hat außerdem Fähigkeiten, um euch oder eure Mitspieler im Kampf zu stärken.
- Rook: Die Klasse für Solo-Spieler erlaubt es euch, ein laufendes Match zu betreten. Ihr könnt mit dem Rook allerdings keine eigene Ausrüstung mitnehmen, sondern bekommt ein Starterkit. Dafür hat die Klasse eine Fähigkeit, die bewirkt, dass NPC-Gegner euch nicht als feindlich betrachten und euch deshalb nicht angreifen.
Eine Klasse, um eure Gegner als Loot-Goblin zu nerven
Mein Highlight der Vorstellung ist der „Thief“, den Bungie selbst als die perfekte Klasse für Loot-Goblins bezeichnet. Er kommt mit einer Reihe von Fähigkeiten, die richtig stark und nervig sein können.
Der Thief kann eine Art Wallhack aktivieren, mit dem ihr kurzzeitig Loot und Gegner (!) durch Wände sehen könnt, wenn diese in eurem Sichtfeld sind. Zusätzlich verfügt die Klasse über eine fliegende Drohne, die ihr selbst steuern müsst und mit der ihr Loot von lebendigen, feindlichen Spielern und NPCs stehlen könnt. Hierzu schießt ihr ein Seil auf euer Ziel und zieht ihm die Beute aus dem Inventar. Anschließend könnt ihr die fallengelassenen Gegenstände mit dem Seil aufheben, zu eurem Runner bringen und selbst einstecken.
Ich habe wirklich Lust, den Thief zu testen und herauszufinden, wie gut das Stehlen des Loots von anderen Spielen wirklich klappt und ob man den Wallhack sinnvoll im Kampf nutzen kann. Ich bin mir aber auch sicher:
Wenn mir die Fähigkeiten des Thiefs Spaß machen, werde ich es hassen, gegen einen anderen Thief zu spielen.
Gegner durch Wände sehen zu können, ist in Shootern immer unheimlich stark und deshalb sehr nervig, wenn man gegen eine solche Klasse spielt. Dass die Drohne euren Loot stehlen kann, ist gleichermaßen interessant wie frustrierend. Aufklärungsdrohnen sind oft starke Gadgets, ohne dass sie mir meine wertvolle Beute stiebitzen.
Ein schmaler Grad zwischen Spielspaß und Frust
Der Thief ist allerdings nicht die einzige Klasse, die mir etwas Sorgen bereitet, obwohl sie auf den ersten Blick cool aussieht. Mehrere der Runner-Shells haben Fähigkeiten, die sich in anderen Shootern schon als Frustfaktor herauskristallisiert haben. So etwa das futuristische Riot-Shield des Destroyers.
Viele Spieler von beispielsweise Call of Duty, The Finals oder Rainbow Six: Siege stimmen mir wahrscheinlich zu, wenn ich sage: „Boah, darauf habe ich ja gar keinen Bock.“ Hinzu kommt das Raketensystem auf den Schultern des Runners, das wärmesuchende Raketen auf Gegner feuert. Egal, ob Battlefield oder Overwatch (ja, ich meine dich, Pharah), ich hasse es, wenn mir jemand mit einem Raketenwerfer ins Gesicht schießt.
Die Unsichtbarkeit des Assassinen könnte auch viele Spieler frustrieren. Ich war schon in Halo kein Fan von solchen Fähigkeiten, aber besonders in Overwatch habe ich gelernt, dass viele Spieler Unsichtbarkeit bei ihren Gegnern hassen. Besonders in niedrigen Rängen ist Sombra nahezu durchgängig gebannt.
Ich bin weiterhin gespannt, wie Marathon zum Release bei den Spielern ankommen wird. Es hat einige interessante Konzepte, die aber auch schnell für Frust sorgen können. So auch eine Idee, die mich sehr neugierig macht: Viele Extraction-Shooter öden mich an, aber eine innovative Idee von Marathon macht sogar mich neugierig
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Hat hier jemand was von Loot gesagt? 👀
Eigentlich sind meine Finger meist sowieso schneller als die der Gegner, zumindest beim Loot, aber der “Wallhack” dabei ist nochmal eine Liga für sich 😀 Werde ich auch definitiv testen!
Phhuuu, schwierig… Marathon könnte Potential haben… KÖNNTE! Aber bin weiterhin unsicher. Irgendwie hab ich aber schon Bock, vor allem vielleicht im Team. Ich mag tatsächlich auch den Artstyle.
Den Art-Style mag ich auch und mittlerweile ist auch dieser desaturierende Schleier entfernt worden, was mir zusagt.
Aber:
Ich sehe ein ganz großes Problem in „Klassen“ bei nem extraction-Shooter – das zu Balancen ist schier unmöglich – alleine die Tarnung/die zielsuchenden spinnen – das kann nicht funktionieren.
Ebenso empfinde ich das gezeigte gameplay als viel zu Shooter-lastig- anders als in arc Raiders…
Interessant! Aber ich sehe zu viele Probleme.
Ja das sehe ich ähnlich. Ich mag zwar den Klassen-Gedanken, aber wie du sagst sehe ich auch die große Sorge, dass dann ein oder 2 Klassen zu stark sind und sowieso nur diese Klassen gespielt werden.
Dass es shooter-lastiger wird, war mir aber klar – ist von den Halo- und Destiny-Machern, ist halt FPS … das war abzusehen 🙂