Wer andere für Gold durch die Dungeons von MMORPG Lost Ark schleppt, riskiert jetzt einen Bann

Wer andere für Gold durch die Dungeons von MMORPG Lost Ark schleppt, riskiert jetzt einen Bann

Das Amazon MMORPG Lost Ark verändert drei Jahre nach dem Release die Regeln. Wer sich bezahlen lässt, um andere durch die Dungeons zu ziehen, wird nun bestraft.

Was ist das für eine Regeländerung? In Amazons MMORPG Lost Ark warten viele schwierige Dungeons und Raids auf die Spieler. Wer nicht das passende Gear hat, aber dennoch durch den Dungeon möchte, konnte in der Vergangenheit einfach einen der beliebten Carry-Services nutzen, die ihre Kunden durch die Dungeons schleppten, ohne dass diese selbst mithelfen mussten.

Der Service war jedoch selten gratis und im MMORPG entstand ein Markt dafür, Charaktere gegen Gold zu boosten. Jetzt reagiert Amazon und will jeden bestrafen, der dafür wirbt.

Hier könnt ihr einen filmreifen Trailer von Lost Ark sehen:

Werber können ihren Account für Monate verlieren

Welche Maßnahmen ergreift Amazon? Die Entwickler von Lost Ark haben festgestellt, dass die Carry-Services es schwierig machen, für neue und wiederkehrende Spieler Gruppen zu finden, die nicht darauf bestehen, bezahlt zu werden, um ältere Inhalte zu erledigen.

Als erste Maßnahme gegen die Carry-Services stellen die Entwickler die Werbung für jene Dienstleistungen unter Strafe. Nach einer Übergangsphase, die am 18. Februar 2025 startet, wird das Werben für solche „Busse“, wie sie im Spiel genannt werden, mit einem eintägigen Bann geahndet. Wiederholungstäter können jedoch für Wochen oder sogar Monate gesperrt werden.

Damit mehr erfahrene Spieler auch ohne Bezahlung den neuen Spielern helfen, spendieren die Entwickler Event Tokens für das Zusammenspiel mit Accounts, die sich mindestens 60 Tage lang nicht eingeloggt haben oder erst vor 60 Tagen erstellt wurden. Außerdem darf das Itemlevel 1670 noch nicht erreicht sein.

Waren diese Services vorher erlaubt? Amazon hatte in den letzten 3 Jahren die „Busse“ geduldet. Die Nutzung und das Anbieten solcher Services war jedoch immer mit einem gewissen Eigenrisiko verbunden, weil Amazon gekauftes Gold auch von den Konten der Booster entfernte. Wenn die Kunden der Booster-Anbieter sie mithilfe von Echt-Geld gekauften Gold bezahlten, war mit Strafen zu rechnen.

Wer viele Spieler durch die Dungeons geschleppt hat, konnte sogar gebannt werden, falls er in den Besitz von zu viel illegalen Gold gekommen war. Der Verkauf solcher Dienstleistungen gegen Echt-Geld stand hingegen von Anfang an unter Strafe und kann einen permanenten Bann für die Spieler bedeuten.

Dass Lost Ark etwas dafür tut, dass neue und wiederkehrende Spieler eine gute Zeit haben und keine anderen Spieler für Carry-Services bezahlen müssen, hängt wohl damit zusammen, dass es dem Amazon-MMORPG nicht mehr so gut geht. MeinMMO-Redakteur Karsten Scholz hat in seinem Wochenrückblick jüngst festgestellt, dass nur noch etwa 1,8 % der Spielerbasis aktiv ist: 2022 legte ein MMORPG auf Steam einen historischen Start hin, beim 3. Jubiläum sind nur noch 1,8 Prozent der Spieler da

Quelle(n): playlostark.com, mmobomb.com
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fyrann

Richtige Entscheidung, fördert vielleicht mehr das Miteinander anstelle des Gatekeepings.

Off

Das klingt für mich wie als ob Amazon nicht den besten Weg wählt sondern den für sie am billigsten.

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