Aion 2 geht vor dem Release im Westen einige der größten Kritikpunkte an

Aion 2 Anpassungen Bezahlmodell

Beim Sommer-Showcase haben die NCSoft-Verantwortlichen die Zukunft von Aion 2 vorgestellt. Dabei ging es nicht nur um die neuen Inhalte der nächsten Updates, sondern auch um umfassende Anpassungen, basierend auf der Kritik der Community.

Welche Kritikpunkte geht Aion 2 an? So erfolgreich Aion 2 im vergangenen Jahr auch in Asien gestartet ist, so stark stand das Free2Play-Bezahlmodell des MMORPGs in der Kritik – mit seinen diversen Abos, Battlepässen, Pay2Win-Elementen und Einschränkungen für Kostenlos-Spieler.

Beim Sommer-Showcase vom 14. Juni 2026 auf YouTube kündigten die Entwickler jetzt jedoch an, dass sie einige dieser Bereiche angehen möchten. Hier die wichtigsten Punkte, mit Blick auf die Monetarisierung:

  • Die bisherigen Abos werden zu einem Abo zusammengefasst, der neue Preis soll bei etwa 16 US-Dollar liegen (und damit bei der Hälfte der aktuellen Abo-Kosten).
  • Die Dauer des Abos wird von 28 Tage auf 30 Tage erhöht.
  • Die Obergrenze für Dungeon-Tickets wird entfernt. Wer möchte, kann also unbegrenzt die Dungeons von Aion 2 unsicher machen und auf diese Art Belohnungen grinden.
  • Man kauft Haustiere und Skins nicht mehr nur für einen Charakter, sondern für den gesamten Account. Außerdem erhalten Haustiere eine automatisierte Loot-Sammel-Funktion (bisher muss man die Funktion manuell auslösen).
  • Alle instanziierten PvP-Inhalte werden auf normalisierte Ausrüstung setzen – die tatsächliche Ausrüstung eures Charakters spielt dort also keine Rolle.
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NCSoft präsentiert das Release-Datum von AION 2 im neuen Trailer auf dem Summer Game Fest

Ein erster Schritt in die richtige Richtung

Ist jetzt alles gut? Das Bezahlmodell von Aion 2 wird durch diese Änderungen zwar erträglicher, hat aber immer noch einige Schmerzpunkte. Beispielsweise fallen die Vorteile des Abos derart essenziell aus, dass man die monatlichen Kosten als Vielspieler wohl zwingend einplanen sollte. Ohne den Service habt ihr unter anderem keinen Zugang zum Auktionshaus, zum Spielerhandel oder zum Währungsumtausch.

Zudem braucht ihr das Abo wohl weiterhin zwingend, um euch die Premium-Pfade für die Battlepässe erspielen zu können. Dazu kommt die Echtgeld-Komponente: Ihr könnt die kostenpflichtige Währung Quna in Kina tauschen und damit dann eure Ausrüstung bestmöglich aufwerten. Wer das spielerisch tun möchte, braucht aufgrund des enormen Zufallsfaktors viel Zeit und Glück.

Wie reagiert die Community? Die Diskussionen in der westlichen Community zeigen daher auch, dass die ankündigten Anpassungen noch lange nicht ausreichen.

  • Kurtdh erklärt auf Reddit: „Solange sie die Pay2Win-Elemente nicht ausmerzen, ist das Spiel beim Release bereits gestorben.“
  • Dandy62 ergänzt auf Reddit, mit Blick auf die normalisierte Ausrüstung im PvP: „Ja, Pay2Win hat im PvP größere Auswirkungen, aber ich verstehe nicht, warum man behauptet, es gäbe jetzt kein P2W mehr?! P2W wirkt sich auch auf die Wirtschaft und das PvE aus.“
  • xGreir findet auf Reddit klare Worte: „16 US-Dollar? Also sind sie von unverschämten 32 in zwei separaten Abonnements zu einem Modell übergegangen, das immer noch teurer ist als ein abonnementbasiertes MMO wie WoW, während es weiterhin als F2P vermarktet wird und einen extrem ausbeuterischen Cash-Shop hat. Wie gierig kann man sein …“

Wie seht ihr das? Was muss NCSoft für Aion 2 noch anpassen, damit ihr das Bezahlmodell fair findet? Verratet es uns gerne in den Kommentaren!

Was haben die Entwickler noch angekündigt? Aion 2 soll mit den kommenden Updates in Asien spürbar ausgebaut werden. NCSoft verspricht eine neue Klasse, zwei neue Regionen, frische Hauptstädte, Dungeons, ein Battle-Royale-Modus und einiges mehr. Diese Inhalte dürften zum globalen Launch aber noch nicht Teil des Spiels sein.

Unklar ist, ob die Entwickler für den westlichen Markt weitere Anpassungen am Bezahlmodell und an anderen Bereichen planen. Wir hatten eine entsprechende Frage an das Team gestellt und bekamen leider nur die Rückmeldung, dass man darüber zum aktuellen Zeitpunkt noch nichts sagen möchte. Was die Devs aus unserer Sicht ändern sollten, hatten wir bereits hier dargelegt: 4 Dinge muss Aion 2 trotz des Erfolgs in Korea ändern, damit das MMORPG auch den Westen rockt

Quelle(n):
  1. mmorpg.org.pl

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8 Kommentare
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bear666

mein grösster kritik punkt war das luck upgraden, wegen dem habe ich nämlich aufhört in Aion

nWo4Life

Mich hat WoW (leider?) Verseucht mit dem one button Assistent.
Ich hab mit meinem ele shamy 3100er rating damit und bin im RAID immer unter den top 5 in mythic.
Ich hab einfach keine Lust mehr auf eine klasse mit 10 Fähigkeiten +.
Und aion hat ja noch mehr skills!
Also bleib ich beim one button und hoffe das andere games wie ff14 das auch mal einführen

Zuletzt bearbeitet vor 20 Tagen von Anne-Jane oder AJ
Caliino

Das mit den Abo’s ist schon mal ein Anfang. Allerdings bleibt (wie schon erwähnt) das eigentliche P2W Problem mit dem Shop noch immer bestehen…

Und P2W hört nicht bei PVP auf, das gibt es auch im PVE. Zumal das ausgeglichene Gear ja nur bei instanzierten Inhalten eingreift und somit auch alles um die Open World sehr wahrscheinlich nicht davon betroffen ist….

crashpat

Na prima, sie passen es doch super an.
Aber immer noch dieses ständige Westgejammer. Irgendwann muss mal gut sein.
Wenn nicht alles genau so ist wie man sich das wünscht, dann ist das Spiel gleich tot. Ich denke es gibt auch genügend Spieler die damit zu Recht kommen.
Was ist eigentlich mit den Asiaten? Sind die härter im nehmen, oder reicher?
Oder einfach nur keine Weicheier. Wir hatten in der Gilde mal einen Japaner, dem konnte auch keiner das Wasser reichen, war einfach genial. Irgendwas müssen sie richtig machen.

Steht doch im Artikel: Diese Anpassung ist ein Tropfen auf dem heißen Stein, mehr nicht.
Märkte sind verschieden – die westliche gamingkultur als „Weicheier“ abzustempeln ist unnötig und dumm. Du kannst von deiner subjektiven Meinung nicht auf die Allgemeinheit schließen, vor allem was den Gebrauch von echtgeld betrifft. Das ist und bleibt sinnvollerweise ein NoGo bei uns, weil es am Ende das Gaming in vielen/allen Bereichen negativ beeinflusst – sei es das Gaming an sich, indem man mehr und mehr hinter Cash-Walls versteckt aber auch die Spielentwicklung an sich, wenn der Fokus nicht mehr aufs Spiel an sich gerichtet wird, sondern daran, wie man den Kunden am meisten Geld aus der Tasche ziehen kann.
Das ist auch der Grund, wieso es kostenlos auf dem Markt geworfen wird, damit man mehr potenzielle süchtige findet.

Caliino

Im asiatischen Raum ist alles was Glücksspiel, P2W und Co betrifft viel mehr “Standart” weshalb es dort breiter akzeptiert wird. (und auch härter reguliert)

Aber auch hier gab es zu den Abo’s heftige Kritik und es wurde nicht (nur) für den westlichen Markt angepasst sondern auch im asiatischen Raum. Ergo war es denen dort drüben schon zu viel und wir “Westler” haben damit wenig zu tun…

Zuletzt bearbeitet vor 20 Tagen von Caliino
IC3GH05T

Was für eine dämliche Aussage. All diese Echtgeld-Shops killen objektiv betrachtet den Spielspaß. Statt durch Leistung kommt man mit Geld voran. Selbst wenn man fpr sich entscheidet es nur durch Leistung zu schaffen bleibt ein bitterer Beigeschmack wenn dann ein “Wal” neben dir steht und Wochen deiner Leistung einfach kurz mit seinem Cash in 5 Minuten durchzieht. Außerdem hat man immer das Gefühl etwas zu verpassen oder nur einen Teil des Spiels zu besitzen wenn man nicht ständig zahlt. In diesem Fall werden dir sogar essentielle Inhalte des Spiels vorenthalten, wenn du nicht mindestens die 16$/Month zahlst was einfach teurer als ein echtes Abo-Modell-Game ist. Die Entwickler denken sich in ihrer endlosen Gier immer neue Wege aus ihre Games übermäßig zu monetarisieren aber die Spieler sollen dann das Problem sein? Lächerlich. Die sollen eher aufhören mir immer weiter mein geliebtes Hobby kaputt zu machen.

Marcel30

Ein schritt in die richtige Richtung, vorallem für die Entfernung der Obergrenze der Dungeon Tickets. Das hat mich zum Beispiel bei lost ark sehr gestört und mich zum aufhören gebracht

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