LoL: Erfolgs-Coach verlässt Fnatic – Er sagt, im Team stimmt einiges nicht

Bei League of Legends ist Fnatic eines der größten und besten LoL-Teams Europas. Dennoch verlässt der 6-fache Meistertrainer Joey „YoungBuck“ Steltenpool jetzt die Organisation. Was er zum Abschied sagt, gibt Fans von Fnatic Grund zur Besorgnis. Laut ihm gibt es im Team interne Probleme, die dem Erfolg im Weg stehen.

Wer geht da? Der Niederländer Joey „YoungBuck“ Steltenpool (28) war selbst LoL-Profi seit Season 1. Bereits seit 2015 arbeitet er als Coach.

Als Trainer war er bei den 2 dominanten Teams Europas tätig. Von 2015 bis 2017 bei G2 Esports. Von 2018 bis vor Kurzem bei Fnatic. YoungBuck ist auch als „6-Star-General“ bekannt.

Er führte G2 Esports zu 4 nationalen Titeln in Folge und gewann dann 2-mal mit Fnatic. Der hat 6 Meisterschaften gewonnen und gilt als herausragender Trainer.

Wie lief 2019 für Fnatic? Der Coach verlässt Fnatic jetzt nach einem Jahr ohne Titel:

Coach wechselt von Nr.2 zum Tabellenletzten

Das ist jetzt so seltsam: Der Coach wechselt jetzt von einem Top-Team in Europa zu Excel Esports. Die waren in der letzten Saison Tabellenletzter.

YoungBuck kritisiert die Spieler von Fnatic auf seinem Weg zum neuen Team deutlich.

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2019 viel schlechtere Stimmung bei Fnatic als 2018

Das sagt der Coach: In einem Telefon-Interview mit „Esportmaniacos“ sagt der Coach:

„Ich hab keine Erfüllung mehr in dem Job gefunden. 2018 waren die Spieler noch sehr offen und wollten lernen. Es war eine gute Atmosphäre, wir hatten Spaß und haben viel Zeit miteinander verbracht, auch außerhalb der Spiele.

2019 hat sich eine kleine Gruppe von Spielern nicht mehr wirklich um das Training im Team geschert und sich nicht mehr angestrengt. Sie haben während des Trainings nicht mehr gesprochen, weder Feedback gegeben, noch von ihren Teammitgliedern Feedback erhalten wollen.“

In einem Interview mit Red Bull sagt der Coach: Es träfen unterschiedliche Philosophien aufeinander, ob Spieler mehr Einsatz in die „Solo Queue“ oder in Team-Training stecken. Es habe eine Menge Probleme gegeben, Spieler hätten nicht miteinander spielen wollen.

Fnatic müsse jetzt einige Änderungen machen, um eine „gesunde Team-Atmosphäre zu schaffen.“

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Das ist Rekkles, nach der Niederlage.

Die Suche nach dem Sündenbock

Was passiert jetzt? Auf reddit und in sozialen Medien diskutiert man schon angeregt, wer „das faule Ei“ bei Fnatic ist.

Es kursieren einige Gerüchte und Spekulationen nach den Aussagen von YoungBuck, was mit dem Team nicht stimmt.

Der eSport-Journalist Thorin glaubt, es hängt mit dem Superstar-ADC Martin „Rekkles“ Larsson zusammen. Er legt nahe, der habe auch schon Midlaner Caps vertrieben.

Bei reddit glauben Fnatic-Fans, der „SoloQ“-Freund, auf den sich YoungBuck bezieht, sei der Midlaner Nemesis. Der kam 2019 neu ins Team, nachdem Caps zu G2 Esports wechselte.

Einige Reddit-Nutzer kritisieren, dass YoungBuck „schmutzige Wäsche“ in der Öffentlichkeit wäscht.

In jedem Fall scheint der Abgang des Coaches jetzt Unruhe ins Team zu bringen. Anders mit der Niederlage gehen die Spieler von G2 Esports um:

LoL Words: Wie geht G2 Esports mit der Niederlage im Finale um?
Autor(in)
Quelle(n): DotesportsVpesports
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2 Monate zuvor

Das was bei Fnatic etwas nicht stimmt sieht man schon lange.
Das XPeke damals schon Rekkles teilweise ignoriert hat, sollte jedem schon zeigen das Rekkles das Problem ist. Er bringt schon lange nicht mehr die Leistung und sollte tatsächlich ausgetauscht werden.

DDuck
DDuck
2 Monate zuvor

Ich find’s schade. Ich (als Fnatic Fan) habe Joey eigentlich immer als relativ angenehmen, professionellen Kerl empfunden. Das er jetzt „schmutzige Wäsche in der Öffentlichkeit“ wäscht, würde ich jetzt nicht behaupten. Das es intern Probleme bei den Jungs gibt ist ja nun irgendwie kein Geheimnis, von daher sehe ich das auch nicht wirklich kritisch, dass er das so anspricht…das er dabei nicht explizit gegen einzelne Spieler schießt spricht dabei eigentlich für ihn.

Das Thema SoloQ sehe ich auch als Problem, allerdings habe ich da eher Broxah (dem gefühlt seit dem Spring Split ziemlich viel an Spaß abhanden gekommen ist. In der letzten Season wirkte er ziemlich locker und fröhlich, in diesem Jahr irgendwie total ernst und verkrampft) als Nemesis gesehen…auch wenn ich Nemesis da jetzt nicht komplett rausnehmen will, allerdings ist der Junge auch einfach noch in einer Phase wo er sich noch richtig in das Leben als Profi einfügen muss.

Ohne Insiderwissen würde ich behaupten, dass zu den internen Reibereien unter den Spielern, eventuell noch Unstimmigkeiten mit dem neuen Coach kamen und (das darf man auch absolut nicht außer Acht lassen) eine Meta, die dem Team einfach nicht lag:
– Nemesis ist ultra hoch veranlagt, hat ein enormes Potential, allerdings führte (vor allem im Springsplit) kaum ein Weg an Akali oder Sylas Midlane vorbei und die liegen dem Jungen einfach (noch) nicht.
– Broxah hatte ein ähnliches Problem: letztes Jahr hat er auf Lee Sin und Rek’Sai fast alles vernichtet. 2019 waren im Jungle aber vor allem Sejuani und Sylas sehr, sehr stark. Gragas beherrscht er ganz gut, den muss man aber auch erstmal im Draft bekommen.
– Von der Botlane brauche ich glaube ich gar nicht anfangen: Die Meta 2019 war für klassische ADCs (wie Rekkles) einfach eine extrem Undankbare. Rekkles auf Sona, Rekkles auf Karma, Rekkles auf Garen…Das kann er einfach nicht. Zumindest nicht so dominant wie es dann von ihm erwartet wird.

Ich denke, dass man das relativ schlechte Abschneiden nicht einfach so pauschal auf interne Probleme schieben kann. Die internen Probleme werden sicherlich auch zur schlechten Leistung beigetragen haben, allerdings spielen da sehr viel mehr Faktoren mit rein. Ich fänd es schade, wenn das Team so wie es aktuell ist nicht funktionieren würde. Über das Talent und Potential der Jungs brauch ich nicht sprechen: Rekkles wäre in einer Meta mit klassischen ADCs immer noch einer der Top 5, wenn nicht sogar Top 3 der Welt. Hylissang ist m.M.n. der beste Support in der LEC, auch wenn man ihm nicht absprechen kann, dass er durchaus auch mal intet (was mit Playmaker-Supports aber nicht immer zu verhindern ist und oftmals öffnet ein Int ja auch den Teamfight für das restliche Team). Nemesis ist wohl der mitunter talentierteste Rookie in Europa (was er in diversen Series hat durchblitzen lassen). Bwipo und Broxah sind beides sehr intelligente Spieler. Bwipo könnte man auch durchaus noch als Rookie einstufen, beherrscht es aber dennoch schon wahnsinnig gut seine Toplane zu kontrollieren (trotz seiner m.M.n. relativ großen, mechanischen Defizite) und ist ein Taktik-Genie. Broxah hat in meinen Augen das Problem, dass er Schwierigkeiten mit Engage-lastigen Junglern hat (wie bspw. Sejuani). Er dominiert und bestraft lieber selbst und wenn seine favorisierten Picks dafür aktuell einfach nicht viable sind, bekommt er recht schnell Probleme.

Ich hoffe einfach auf ein besseres Jahr 2020 für Fnatic (ohne jetzt behaupten zu wollen, dass 2019 wahnsinnig schlecht gelaufen ist). Es tut uns als Region einfach nicht gut, wenn wir nur ein Team haben, welches den Asiaten aktuell die Stirn bieten kann.

Zu Thorin enthalte ich mich einfach mal grin Der Mann ist bekennender Fnatic und (vor allem) Rekkles-Hater. Tut sich online oft als Insider, Spezialist oder was auch immer auf, rezitiert und schlussfolgert dabei aber eigentlich einfach nur bereits bekannte Informationen.

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