Pro sollte Star bei LoL Worlds werden – Gewinnt Preis für größte Enttäuschung

Jedes Jahr zu den League of Legends Worlds wird auch der “dade Award” vergeben. Dabei handelt es sich um einen Preis für den LoL-Profi, der vor den Worlds viel gelobt wurde und während des Events dann nicht abgeliefert hat. In diesem Jahr traf es den Spieler Nuguri (20) von Damwon Gaming.

Welcher Spieler konnte bei den Worlds nicht überzeugen? Der von der Community vergebene “dade Award” geht in diesem Jahr an den Top-Laner Jang “Nuguri” Ha-Gwon (20) vom koreanischen Team Damwon Gaming.

Er galt im Vorfeld der Worlds als großes Talent und sollte in die Fußstapfen von TheShy von Invictus Gaming treten. TheShy betrat im Jahr 2018 zwar als bekannter Spieler die große Bühne, verließ sie danach aber als Superstar.

Nuguri gelang dies nicht, obwohl er im Vorfeld viele überzeugende Argumente geliefert hat.

Nuguri bei der Vorstellung im Viertelfinale
Nuguri bei der Vorstellung im Viertelfinale

Bester Spieler in EU West und hohe Erwartungen der Caster

Warum wurde Nuguri gelobt? Der koreanische Spieler gilt als dominanter Spieler auf der Top Lane. Er attackiert und presst stark gegen seine Gegner, kann aber auch gut damit umgehen, wenn er geganked wird.

Im Vorfeld der Worlds spielte sich Nuguri auf Platz 1 in der SoloQ in EU West. Dort spielten zur gleichen Zeit auch Superstars wie Faker, Caps oder auch TheShy.

Viele setzten den Koreaner auf die Liste der besten 20 LoL-Spieler der Welt, darunter:

  • Der Shoutcaster Jatt, der ihn auf Platz 11, vor Caps oder Jankos, setzte.
  • Der Shoutcaster Vedius, der Nuguri sogar auf Platz 8 sah.
  • Die Webseite ESPN, die ihn auf 9 und damit sogar vor Faker auf 11 platzierte.
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Wo enttäuschte Nuguri? Den “dade Award” erhielt Nuguri nach seiner Performance im Spiel Damwon Gaming gegen G2 Esports. In den Duellen gegen den Gewinner der MSI Champions kam er gar nicht ins Spiel, wobei G2 selbst großen Anteil daran hatte.

So kamen der Jungler Jankos und der Mid-Laner Caps immer wieder nach oben, um ihrem Top-Laner Wunder zu helfen. Nuguri hingegen bekam kaum Hilfe von seinem Team.

So bleib am Ende der 4 Spiele eine KDA von 2,6, was dem schwächsten Wert von Damwon Gaming entspricht. Nuguri verursachte jedoch den meisten Schaden aus seinem Team (29,7%). Trotzdem konnte er die Fans mit seiner Leistung nicht überzeugen.

Kayle lol tft Teamfight tactics
Nuguri kam mit Kayle auf der Top-Lane zu spät ins Spiel

Es regt sich dabei auch einige Kritik an dem Award. Mark Zimmermann, Analyst für die LCS, kritisiert via Twitter, dass jemand den Preis bekommt, weil er gegen einen Favoriten des Turniers ausscheidet:

Den ersten Platz in seiner Gruppe zu belegen und gegen den besten Top Laner aller Zeiten zu kämpfen und vom Favoriten-Team vor dem Turnier, die einen schlechten Tag in den Bo1s hatten, geschlagen zu werden.

Das vergleicht man nicht mit Spielern, die eine Blamage einstecken mussten und in der Gruppe-Phase rausgeworfen wurden.

Was ist der “dade Award”? Der Preis wurde in den Jahren 2013 bis 2016 von MonteCristo und Thorin in der Show Summoning Insight vergeben. Seit 2017 verleiht die Community diesen Award.

  • Der Name stammt vom Spieler “dade”, der in der Season 3 als MVP aus den Turnieren im Frühling und Sommer herausgekommen war.
  • Bei den Worlds jedoch enttäuschte sein Team Samsung Ozone jedoch. Sie überstanden die Gruppen-Phase nicht, nachdem sie sie 5-3 beendet hatten, dann jedoch gegen Gambit das Tiebreaker-Match verloren.

Ein weiterer möglicher Preisträger wäre wohl der LoL-Profi Sword gewesen. Er wird für das Ausscheiden von Team Griffin verantwortlich gemacht:

LoL-Profi meckert sich ins Team, versagt – Ist jetzt an allem Schuld
Quelle(n): Invenglobal, Lol Gamepedia
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Unbe Kannt

Der von der Community vergebene „dade Award“ geht in diesem Jahr an den
Top-Laner Jang „Nuguri“ Ha-Gwon (20) vom chinesischen Team Damwon
Gaming.

Warum wurde Nuguri gelobt? Der chinesische Spieler gilt als dominanter Spieler auf der Top Lane.

Ist das Rassismus oder unwissenheit? Es ist ein KOREANISCHES Team und ein KOREANISCHER Spieler wenn man so anfängt alle Asiaten Chinesen zunennen wieso benutzt du nicht gleich “Schlitzaugen Team” oder “Schltizaugen Toplaner” die Nation des Spielers oder Teams herrauszufinden dauert 10 Sekunden in Google.

Alexander Leitsch

Das war tatsächlich einfach ein Denkfehler und hatte mit Rassismus wenig zu tun. Hätte aber auffallen müssen und das tut mir an der Stelle auch leid. Sowohl Schuhmann als auch ich verfolgen die LoL Worlds aktuell mit viel Begeisterung

DDuck

Mhhh hat einen ziemlich komischen Beigeschmack. Es ist relativ einfach ein LoL-Match alleine zu carrien bzw. zu gewinnen, aber verdammt schwer es alleine zu verlieren. Der Spruch “Wir verlieren als Team” ist bei League of Legends i.d.R. keine Floskel sondern einfach die Realität: Während ein einziger Spieler bei einem Sieg oft den Unterschied machen kann, ist es nicht immer ganz so einfach bei einer Niederlage einen einzigen Schuldigen zu finden.

Ich finde es unfair den Jungen mit dem Award auf die Leistung im Match gegen G2 zu reduzieren. Damwon hat brutal stark in den Play Ins gespielt und auch die Gruppenphase war recht solide. Das gilt auch für Nuguri. Man hat in der Gruppe den amtierenden Weltmeister iG und Team Liquid hinter sich gelassen…Und jetzt ist man insgesamt gegen G2, den Mitfavoriten auf den Titel und den aktuellen MSI-Champion unter die Räder gekommen und er bekommt als Toplaner (was ja ohnehin schon die undankbarste Position im Rift ist) jetzt diesen Negativaward im Bezug auf diese Leistung, weil er so oft 1v3 stand und die Duelle verloren hat?! Das ist wirklich nicht fair!

Es ist ja nicht so, dass er hart reingeintet hat…er konnte, genauso wie sein ganzes Team, dem Druck von G2 einfach nicht Stand halten. Nuguri wurde einfach zum Sandsack für Caps, Jankos und Wunder. Es ist ja nicht so, als wären sich die beiden Teams in diesem Bo5 auf Augenhöhe begegnet und als hätte Damwon die Series wegen Nuguris schlechter Leistung verloren. Wäre das nämlich der Fall gewesen, hätte sich G2 diese ausgiebigen Ausflüge auf die Toplane gar nicht erlauben können, weil sie direkt bestraft worden wären. Wenn man es sich immer wieder erlauben kann, den Jungle und die Midlane zu vernachlässigen um den Toplaner zu picken, dann hat man einen Gegner, der zu diesem Zeitpunkt einfach nicht mithalten kann und bei dem die anderen Positionen ebenfalls nicht gut dastehen. Um die Toplane so ganken zu können, müssen Caps und Jankos ja immer wieder recht unbemerkt dort hingekommen sein. Sprich es gab:
– Keine Vision im Jungle und im River, sodass beide unbemerkt nach oben roamen konnten
– Kein Jungle-Tracking, sodass sich Jankos einfach unbemerkt aus dem Jungle entfernen konnte
– Keine Pings, als sich Caps von der Midlane entfernt hat

Man war einfach nicht stark genug für G2 und hat als Team versagt. Mir ist klar, dass dieser Preis nicht von seinem eigenen Team vergeben wurde, allerdings sollte man sich seitens des Preisverleihers, Gedanken darüber machen wie viel Sinn ein solcher macht und wie gerechtfertigt der Preisträger in diesem Falle ist. Da würden mir durchaus 2-3 Kandidaten einfallen die den Preis eher verdient hätten.

Gerd Schuhmann

Ich hab das Match auch so empfunden.

Grade ShowMaker wurde ja wahnsinnig gelobt vor den Worlds und war überall in diesen “Die 20 besten Spieler”: Der hat am Turm geklebt, während Caps gottweißwo war.

Das hat denen das Spiel verloren, G2 hat gemacht, was sie wollten und DAMWON hat das mit sich machen lassen. Und der Top-Laner war dann der, der das ausbaden musste.

Das fing schon an, dass G2 dann sagt “Wir machen einen Lvl1 Tower Dive” -> Die haben komplett bestimmt, was da gespielt wird. Und die Koreaner haben eigentlich nur gewartet, was G2 macht.

Ich glaube das hat denen einfach das Spiel verloren, dass die auf diese unkonventionelle Art rumzukaspern und rumzuspringen gar nicht klar gekommen sind. 🙂 Mir kam’s vor: Je chaotischer das Spiel war, desto mehr lief das für G2 Esports.

DDuck

Das ist halt der Spielstil der Koreaner: Viel Kontrolle, viel Struktur und viel Scaling. Deswegen gibt es in den Matches der LCK auch so häufig so wenig Kills in den Matches.

Top Teams wie SKT, schaffen es mittlerweile schon recht gut auf aggressive Strategien aus China, early game-lastige Comps für die bspw. Fnatic bekannt oder eben den chaotischen Spielaufbau von G2 zu reagieren. Aber Damwon fehlt hier einfach die internationale Erfahrung.

Ich muss sagen, dass mich Damwon ziemlich überzeugt hat. Vor allem die Play Ins fand ich beeindruckend und diese Gruppe zu überstehen und dann im Viertelfinale auszuscheiden ist doch super, wenn man bedenkt, dass die Jungs 2018 noch Challenger Series gespielt haben. Das so viele Spieler aus dem Team in irgendwelche Rankings aufgetaucht sind, war auch ehrlich gesagt ein Witz. Vielleicht hätte man die Jungs in einem “Ones to watch”-Ranking führen können, aber nicht in einem Power-Ranking.
Die Top 20 der stärksten Worlds-Spieler 2019 kann man eigentlich schon zu 3/4 mit den Spielern von SKT, G2 und iG füllen, welche so ja auch im Halbfinale stehen…und die standen m.M.n. so auch schon vor dem Turnier fest. Eventuell könnte man Doinb und Tian noch da oben ansiedeln, dafür rutschen zwei Spieler dann aus den Top 15 raus, die von den Top Teams nicht so stark waren. Dazu können sich dann eventuell noch Leute wie Nemesis, Lwx und Uzi gesellen und damit hat man eigentlich seine Top 20 Liste, die in der Konstellation zu gut 80-90 % schon vor dem Turnier feststand…die Reihenfolge war weiß Gott nicht vorab klar, welche Namen sich da einreihen aber schon und Teams wie Damwon haben in solchen Powerlisten die vorab von diversen Castern, Youtubern whatever ausgerufen werden, einfach nichts verloren.

Gerd Schuhmann

Das ist halt der Spielstil der Koreaner: Viel Kontrolle, viel Struktur und viel Scaling. Deswegen gibt es in den Matches der LCK auch so häufig so wenig Kills in den Matches.

Ich fand das auch gut sichtbar. Genauso ist ja auch Griffin rausgeflogen letztlich. Die haben oben Sword verhungern lassen.

Dagegen ist STK1 viel rauflustiger als früher. DA ist faker dann mit LEvel 3 auf der Botlane und reibt sich schon die Hände. Da sieht man deutlich eine Umstellung, wie variabel die nun sind.

DDuck

Genau…Griffin ist ebenfalls ein gutes Beispiel. Nun muss man dazu sagen, dass Sword auch wirklich nicht gut gespielt hat und m.M.n. der schlechtere der beiden Botlaner im Roster ist, aber auch Sword hatte ähnliche Probleme wie Nuguri.

SKT ist das beste Beispiel dafür, wie ein koreanisches Team die Einflüsse aus anderen Regionen adaptiert und auch adaptieren MUSS. Wie gesagt: der klassisch koreanische Stil ist es sehr kontrolliert, sehr präzise und eben auch sehr safe und realtiv langsam zu spielen. Das bedeutet nicht, dass das koreanische Spiel allgemein langsam ist, aber man versucht nichts zu forcieren und lässt den Dingen ihren Lauf. Man versucht nicht überfallartig über die Gegner herzufallen und auf einmal 2-3 Türme einzureißen. Man lässt die Lane-Pressure einfach “organisch wachsen”, begleitet diese und versucht sie über den Baron zu erhöhen.
An diesem Konzept ist das Spiel mittlerweile vorbeigezogen…SKT hat letztes Jahr seinen Denkzettel dafür verpasst bekommen und hat offensichtlich draus gelernt.

Den anderen koreanischen Teams fehlt es da einfach an der nötigen Erfahrung dich richtig auf sowas einzustellen und umzusetzen.

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