LoL: Profi begeht Fehler, bevor das Match startet, muss Monatsgehalt an Strafe zahlen

In der League of Legends wurde ein chinesischer LoL-Profi hart von seinem Team bestraft. Der Jungler Yan „Wei“ Yang-Weit (17) hatte vergessen, den Summoner-Spell Smite vor dem Match auszuwählen. Sein Team bestraft ihn, indem sie ein Monatsgehalt einbehalten.

Das war der Fehler: Der Jungler vergaß vor dem Match, den Summoner-Spell „Smite“ auszuwählen und startete stattdessen mit „Ignite.“

Der Summoner-Spell „Smite“ macht einen normalen LoL-Champ eigentlich erst zum Jungler:

  • Nur wer Smite hat, kann wichtige „Jungle-Items“ kaufen, die essentiell sind, um die PvE-Gegner im Dschungel effektiv zu töten und dabei Lebenspunkte zu regenerieren
  • Mit Smite kann man zudem PvE-Gegner niederstrecken
  • Ohne Smite ist ein effektives Junglen eigentlich kaum möglich, gerade nicht im Low-Level-Bereich
League of Legends victorious Graves
Wei spielte den Zigarre rauchenden Raufbold Graves.

So lief das Match: Es ging um ein Liga-Match zwischen eStar (aktuell Nr. 12 der LpL) und Bliblili Gaming (Nr 14.), es war ein Duell im unteren Mittelfeld der Liga, in der 17 Teams gegeneinander spielen.

Als dem Team von Wei der Fehler auffiel, versuchten sie den Schiedsrichter davon zu überzeugen, das Match abzubrechen und ein Rematch anzuordnen, bei dem der Jungler dann Smite wählen würde. Der Referee lehnte das aber ab.

Das Team nahm sich vor, jetzt besonders gut zu spielen, als Mannschaft aufzutreten, Teamkämpfe zu suchen und den Fehler des Jungles auszugleichen. Das sei schon alles nicht so schlimm, redete man sich ein.

In einem Twitter-Clip mit englischer Übersetzung kann man lesen und sehen, wie das Team von eStar mit der Situation umging und versuchte, sich Mut zuzusprechen.

Doch obwohl sich das Team ganz gut schlug, war der Nachteil durch den Jungler zu groß. Sie verloren das erste Match in 33 Minuten.

Der eigene Jungler Wei spielte 2/6/12 und blieb zwei Level hinter dem gegnerischen Jungler. Der Smite-lose Jungler war klar eine Schwachstelle.

Im 2. Spiel der „Best of Three“-Reihe drehte Wei als Jungler (mit Smite) auf, konnte das Match dominieren und für sein Team gewinnen. Auch in Match 3 spielte Wei stark, doch verlor eStar das Match und die Serie trotz seiner guten Leistung.

LoL: Twitch-Streamer erlebt Jungle-Schmach, zerstört Headset, erschreckt Katze

Team behält Gehalt von einem Monat ein

Das ist die Strafe: Obwohl sich der Jungler Wei bei seinen Teamkameraden und den Trainern entschuldigt hat, wurde er hart bestraft.

Das Team hat angekündigt, ihm das Gehalt für einen Monat abzuziehen und Kritik zu äußern, um solche Fehler in Zukunft zu vermeiden.

In China ist das Leben als LoL-Profi hart, wie aus einem Bericht über die dunkle Seite des E-Sports von CNN aus dem Januar 2020 hervorgeht. Der Leistungsgedanke steht absolut im Fokus, die Konkurrenz um die wenigen Profi-Spots ist begrenzt und die Karriere kurz.

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Auch er hat schon vor dem Match einen schlimmen Fehler begannen.

Spieler machen häufig Fehler in MOBAs, aber das jemand schon vorm Match-Start so ins Klo greift, wie Wei, ist selten. Noch schlimmer ging es einem DOTA-2-Profi in der Charakter-Auswahl. Der schaffte es auf der größtmöglichen Bühne, dem Turnier „The International“, katastrophal zu versagen – zur Freude der Gegner und zu seinem eigenen Entsetzen:

Dota 2: 59 Sekunden Twitch-Clip zeigt Reaktion auf einen schlimmen Fehler

Quelle(n): Dotesports
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Bodicore
23 Tage zuvor

Ein Monatsgehalt für einen Fehler ? In meiner Firma gäbe es Leute die müssten nach der Pension noch 150Jahre weiterarbeiten bis jeder Fehler bezahlt ist 😁

Scaver
23 Tage zuvor

Lächerlich diese Chinesen und ihr Leistungswahn!

Phil
23 Tage zuvor

Nun ja das kann man nicht so ohne weiteres mit anderen Ländern vergleichen.
China hat sehr viele Einwohner, allein dadurch ist der Konkurrenzkampf viel stärker ausgeprägt.
Erschwerend kommt hinzu das die Spieler die sehr früh anfangen eine Profikarriere aufzubauen zwangläufig die Schule vernachlässigen (müssen).

In den Schulen gilt der gleiche Druck, -können sie keine guten Leistungen erzielen haben sie so gut wie keine Chance jemals einen gut bezahlten Job zu erhalten und müssen dann halt das annehmen was übrig bleibt… Bei einer solch großen Anzahl von Menschen sind selbst die erstklassigen Schüler davon betroffen, denn auch davon gibt es dann hundertausende, -die guten Jobs sind im Verhältnis nur ein Bruchteil davon.

Mit anderen Worten, der Leistungsdruck in China ist ein Resultat ihrer hohen Bevölkerungszahl. Je mehr Menschen auf eine vergleichsweise kleine Anzahl von guten Jobs stoßen desto höher muss die Leistung sein um sich durchzusetzen (Das Prinzip von Angebot und Nachfrage).
Wenn sie sich also auf eine Profilaufbahn als Gamer konzentrieren fehlt ihnen schlicht und ergreifend einfach die Zeit sich um die Schule zu kümmern. Scheitern sie bei dem Versuch haben sie im Nachhinein sehr schlechte Karten.
In Deutschland ist das anders und überhaupt nicht zu vergleichen. Hier kann ein mittelmäßiger Schüler „später“ seine Schulabschlüsse verbessern und/oder nachholen und auch noch mit mitte zwanzig eine Ausbildung beginnen und in einem Betrieb aufsteigen (Selbst mit einem schlechten Abschluss).
In China ist das quasi unmöglich, hat man keinen guten (besser einen sehr guten) Schulabschluss, kann man froh sein überhaupt noch einen Job zu bekommen.
Für sie gibt es nur ein -entweder-oder!

N0ma
23 Tage zuvor

Der letzte Absatz passt glaub ich eher zu Japan.
Ansonsten mit der Anzahl der Bevölkerung hat das nichts zu tun, und zwar 0,0 um ganz genau zu sein wink .
“ Je mehr Menschen auf eine vergleichsweise kleine Anzahl von guten Jobs stoßen desto höher muss die Leistung sein um sich durchzusetzen“
Dann hättens kleine Länder besser, je weniger Einwohner je eher ein guter Job. eek

Phil
23 Tage zuvor

„Ansonsten mit der Anzahl der Bevölkerung hat das nichts zu tun, und zwar 0,0 um ganz genau zu sein.“

Wow diese Geistreiche Antwort und die spitzfindige Begründung die Du gleich noch mit ablieferst hast hat mich wirklich erleuchtet. 👍 Vielen Dank dafür, Deine hervorragenden Schlussfolgerungen waren auf jeden Fall hilfreich.

PS: „Dann hättens kleine Länder besser, je weniger Einwohner je eher ein guter Job.“

Non sequitur

Schönen Abend noch

N0ma
23 Tage zuvor

Hilft in Zeiten der Globalisierung. Freiwillig Leben möchte man da natürlich eher nicht.

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