LoL äußert sich zu „Hong Kong“-Zensur bei Worlds – Räumt Fehler ein

Aktuell finden die LoL Worlds statt. Doch dort wirkt es so, als dürften die Caster das Wort „Hong Kong“ nicht mehr aussprechen. Ein offizielles Statement von Riot Games räumt nun Fehler ein, man hätte das Wort zwar nicht verboten, aber die Caster der League of Legends nicht genug auf die schwierige Situation vorbereitet.

Das ist der Vorfall: Die Caster und Analysten bei den LoL Worlds sprechen das Wort „Hong Kong“ nicht mehr aus. Ein Team heißt aber „Hong Kong Attitude“ – deren Name wurde konsequent zu „HKA“ abgekürzt. Die Namen aller anderen Teams werden aber voll ausgesprochen.

Es gibt sogar einige Fälle, in denen Caster erst „Hong Kong“ sagen, sich aber selbst korrigieren und daraus ein „HK“ machen.

Komisches Verhalten der Caster führt zu Zensur-verdacht

So reagieren Spieler: Das ist vielen Nutzern auf reddit aufgefallen. Die hielten das für eine Zensur und dachten, die Chinesen von Tencent stecken dahinter: Dem riesigen chinesischen Konzern gehört Riot Games.

Die politisch angespannte Lage zwischen China und Hong Kong führe dazu, dass Riot nicht möchte, dass jemand in einem Livestream „Hong Kong“ sagt, um die Chinesen nicht zu verärgern, so die Theorie.

Außerdem seien Interviews nicht live, sondern voraufgezeichnet. Offenbar wollen Riot Games Dinge rausschneiden können, die entgleisen und die Chinesen verärgern könnten.

Riot räumt Fehler ein – Gibt zu, dass Interviews nicht live sind

Das sagt jetzt Riot: Der Communications Lead von Riot Games, Ryan Rigney, hat sich zu den Vorwürfen in einer Reihe von Tweets geäußert:

  • Man hat keinem Caster verboten, „Hong Kong“ zu sagen – im Gegenteil man möchte, dass alle Teams bei ihrem vollen Namen genannt werden. Das mache man so auch auf den eigenen Kanälen
  • Offenbar habe Verwirrung bei den Castern geherrscht, die das Wort „Hong Kong“ dann selbst abgekürzt hätten – das sei aber nicht deren Schuld, sondern die von Riot
  • Man hätte bei Riot Games versäumt, den Castern intern klare Anweisung zu geben, wie sie mit der hochsensiblen Lage umgehen sollen – jetzt will man das mit ihnen besprechen
  • ein Großteil der Interviews seien vorher aufgezeichnet – in manchen Fällen läge es tatsächlich daran, dass man auf Inhalte aufpassen muss (so wie in diesem Fall). In anderen Fällen sei es aber einfach bequemer so.
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„Blinzle zweimal, wenn du willst, dass wir dir Hilfe schicken“

So reagieren Spieler: Es ist ein gemischt.

  • Einige Leute glauben Riot nicht. Sie denken, dieses Statement sei jetzt Schadensbegrenzung. Es gibt viele Sprüche in Richtung „Blinzle zweimal, wenn du willst, dass wir dir Hilfe schicken.“
  • Andere können die Argumentation von Riot nachvollziehen. Die Caster hätten sich da wohl selbst verwirrt. In jedem Fall sei das eine Antwort von Riot, mit der man was anfangen kann. Im Gegensatz zu den Antworten, die Blizzard gerade liefert.
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Autor(in)
Quelle(n): Reddit
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