League of Legends: Trollen, Troll, Troll-Pick – Was heißt das?
Das Trollen der Trolle

Der neueste Champ von League of Legends, Tahm Kench, kann nicht nur die Gegner zur Weißglut treiben, sondern auch dem eigenen Team den Spaß vermiesen. Was macht einen Troll oder einen Troll-Pick in League of Legends aus?

TEEMO-League-of-lEgendsAls „Troll-Pick“ oder Troll-Verhalten in einem MOBA wie League of Legends versteht man es, zum einen, wenn man die Gegner nerven will, mit besonders „seltsamen Taktiken.“ Man will sie um den Verstand bringen, sie, wenn das Wort erlaubt ist, schlicht „verarschen.“ Das ist gewollt, okay und läuft unter Überraschung-Effekt, Tarnen und Täuschen, so war etwa der „Troll-Pick“ Urgot der genau richtige in einem Profi-Match.

Auch bestimmte scheinbar nutzlose Builts, die sich bei genauerer Betrachtung als effektiv erweisen, laufen unter dem Begriff „Troll-Built“ (genau wie tatsächlich völlig sinnlose Itemkombinationen).

Was heißt eigentlich Trollen?

Trollen hat, wie man hieran schon sehen kann, verschiedene Bedeutungen in einem MOBA, die sich zum Teil auch widersprechen:

  • Trollen kann heißen, dass man absichtlich schlecht spielt
  • Es kann heißen, dass man sich absichtlich „Handicaps“ auferlegt (wie total seltsame Item-Kombinationen), weil man glaubt, sie dennoch überwinden zu können
  • Es kann heißen, sein eigenes Ding zu drehen, nicht auf Effizienz zu achten, sondern nur nach dem eigenen Spaß zu gehen, ohne auf die eigenen Team-Mitglieder oder den Sieg zu achten, die Teammitglieder werten das wiederum als „absichtlich schlecht Spielen“
  • Oder trollen bedeutet, dass man es darauf anlegt, das gegnerische Team maximal zu nerven
  • und das ist noch nicht alles …, denn es kann auch heißen, das eigene Team direkt und massiv zu schädigen – aber das kann man nicht mit jedem Helden, sondern nur mit Troll-Spezialisten

Gute Trolle

Einem Held wie Teemo wird massives Troll-Potential zugeschrieben und das der „guten Marke“, der „treibt Gegner zur Weißglut“-Marke

Schlechte Trolle

Ein Troll ist man also auch, wenn man nicht die Gegner nerven will (das ist gut und gewünscht), sondern auch den eigenen Team-Mitgliedern jeden Nerv raubt. Nun kann man das normalerweise mit jedem Char tun, indem man einfach absichtlich schlecht spielt, den Gegner „feedet“, also an ihm stirbt, damit er stärker wird. So ein Verhalten kommt bei manchen Spielern vor, wenn sie sich so sehr über das eigene Team ärgern, dass sie es ihm „heimzahlen“ möchten.

Der neueste Held bei League of Legends, Tahm Kench, hat aber eine Fähigkeit, die sich auch auf Kameraden einsetzen lassen. Er kann Teammitglieder „verschlucken“, auch gegen ihren Willen, und sie ein Stück weit tragen. Im Champion-Spotlight sah das fantastisch und unglaublich nützlich aus. Wenn das aber nun „falsch“ eingesetzt wird, können Teammitglieder so in gefährliche Situationen geschleppt werden, oder man kann sie aus optimalen Positionen heraustragen und so verhindern, dass sie richtig abgehen.

In diesem Fall treibt es ein Tahm Kench besonders bunt, der verhielt sich nach einem Streit im Chat mit dem eigenen Team so:

Auch wenn mancher glaubt, dass bei einer Community wie League of Legends sie hat, solche Champion-Konzepte wie Tahm Kench „Trolle“ auch noch begünstigen, sagen andere, Tahm Kench sei eben ein Champ, der am besten in einem festen Team funktioniere. Die freuen sich über die Möglichkeiten, die er bietet.

Autor(in)
Quelle(n): Kotaku
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