Der größte Experte für die Games-Branche warnt vor düsterer Zukunft für uns Spieler

Jason Schreier Destiny 2

In seinem neuen Video beleuchtet Branchen-Experte Jason Schreier das Ende physischer Spiele und was sich daraus für die Zukunft ergibt.

Warum kommt das Ende der physischen Spiele? Nach der Ankündigung von Sony, bei PlayStation-Spielen ab 2028 auf physische Datenträger verzichten zu wollen, blickt der stark vernetzte Branchen-Insider Jason Schreier auf seinem YouTube-Kanal mit Sorge auf unser aller Lieblings-Hobby.

Zuerst erklärt er aber kurz, warum Sony diese Entscheidung getroffen hat. Die kurze Antwort: Alle Hersteller von Games machen mit dem Verkauf digitaler Spieler unterm Strich mehr Geld. Das ist wiederum wichtig, weil sich Games in den vergangenen Jahren von einem Wachstums- zu einem gesättigten Markt entwickelt haben. Sprich: Man kann nicht einfach mehr Umsatz machen, indem man neue Zielgruppen erschließt. Man muss andere Wege finden.

Dazu passt eine Aussage von Sonys CEO Hiroki Totoki, die Schreier im Video zusammenfasst: „Weil sich die PlayStation 5 in der zweiten Hälfte ihres Lebenszyklus befindet, müssen wir heutzutage nicht mehr aggressiv weitere Konsolen verkaufen. Wichtiger ist es, dass wir uns darauf konzentrieren, die Umsätze durch die bestehende Nutzerbasis auszubauen.“

Sony geht also davon aus, dass sie bis zum Launch der nächsten PlayStation nur noch vergleichsweise wenig Konsolen verkaufen werden. Die potenzielle Obergrenze ist fast erreicht. Jetzt muss man die 125 Millionen monatlich aktiven PS5-Nutzer besser monetarisieren.

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Destiny 2 nimmt mit einem emotionalen Trailer Abschied von den Fans

Schreier malt eine düstere Zukunft für Gaming-Fans

Wie bewertet Jason Schreier das Ende der physischen Spiele? Für den Branchen-Insider ist klar, dass es dabei nicht bleibt. Die Unternehmen der Games-Industrie werden nach weiteren Möglichkeiten suchen, um ihre Nutzer besser zu monetarisieren.

Er kann sich beispielsweise weitere Preiserhöhungen für die verschiedenen Abo-Modelle wie PlayStation Plus vorstellen. Oder wir könnten einen noch größeren Fokus auf Live-Service-Games beobachten, wie Sony es schon vor geraumer Zeit wenig erfolgreich vorhatte. Spieler, die über Monate oder Jahre ein einziges Online-Spiel zocken, lassen sich nämlich ganz prima monetarisieren.

Schreier führt dabei auch die Aussage von Branchen-Analyst Mat Piscatella an, der auf bsky.app erklärt:

Es wird also alles darauf ausgerichtet sein, mehr aus der bestehenden Nutzerbasis herauszuholen (und das ist bereits seit einiger Zeit der Fall).

Was auch immer als Nächstes passiert, sollte für die Spieler kein Schock und keine Überraschung sein. Vorausgesetzt, sie passen gut auf.

Für Schreier ist klar, dass Sonys Entscheidung, große Story-Blockbuster nicht mehr auf den PC bringen zu wollen, ebenfalls mit dieser neuen Zielsetzung zu tun hat. Denn nur innerhalb des eigenen PS-Kosmos bestimmt man die Regeln, um die eigenen Nutzer bestmöglich monetarisieren zu können.

Der Branchen-Insider rechnet in jedem Fall mit einer düsteren Zukunft für Gamer. Wenn es nicht mehr darum geht, neue Zielgruppen zu erschließen, sondern mehr Geld aus den bestehenden Nutzern zu ziehen, wirkt sich das erfahrungsgemäß fast immer negativ für die Konsumenten aus.

Ihr könnt euch das etwas mehr als 17 Minuten lange Video von Jason Schreier auf YouTube oder im Folgenden anschauen:

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Wer ist Jason Schreier? Der Branchen-Journalist von Bloomberg und Buchautor hat sich in den vergangenen Jahren durch seine diversen Investigativberichte einen Namen gemacht. Es gibt kaum einen anderen Insider, der so gut in der Games-Branche vernetzt ist. Wenn irgendwo der Baum brennt, dann gehen Betroffene zu Schreier, um davon zu berichten.

Auf YouTube hat Schreier vor einigen Monaten einen Kanal gestartet, um allen Interessierten tiefe Einblicke in die Games-Branche zu gewähren. Dort hat er sich beispielsweise auch mit Blizzard befasst und warum sie die Großen fast nur noch auf Blockbuster-Produktionen fokussieren: Blizzard hätte Hearthstone fast nicht machen dürfen, weil es sich einem Gesetz der Industrie verweigert

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