Palit bringt eine 5 Jahre alte Grafikkarte wieder auf den Markt. Dahinter steckt knallhartes Kalkül: Wenn neuer Speicher nicht verfügbar ist, setzt man auf älteren Speicher. Das zeigt auch, wie wenig Kapazitäten derzeit für Gaming zur Verfügung stehen.
Offiziell kam die Nvidia GeForce RTX 3060 am 25. Februar 2021 in den Handel. Das ist jetzt mittlerweile über 5 Jahre her. Seitdem konnten sich Spiele bei Nvidia über 2 weitere Generationen von Grafikkarten freuen: Die 4000er- und die 5000er-Reihe.
Hersteller Palit bringt nun die RTX 3060 erneut in den Handel, obwohl die Grafikkarte schon zum alten Eisen gehört. Davon berichtet das Magazin Videocardz.com. Aber das zeigt auch, dass der Hardware-Markt derzeit kaum sinnvolle Optionen hat, weil die Preise von KI zerfressen werden.
Alte Grafikkarte setzt auf günstigen Speicher, der von Rechenzentren nicht benötigt wird
PALIT hat die GeForce RTX 3060 Infinity 2 OC offiziell angekündigt und bringt damit die alte Grafikkarte erneut auf den Markt. Eine neue, verbesserte Version gibt es übrigens nicht. Es handelt sich um die gleiche Grafikkarte von 2021 und verfügt nicht über Funktionen, welche die neueren Generationen enthalten. Ein Upgrade gibt es daher nicht, sondern wirklich alte Hardware aus dem Jahr 2021. Zu ihrem Release war die RTX 3060 vor allem unter Krypto-Minern stark begehrt.
Warum bringt der Hersteller eine alte Grafikkarte zurück? Neuere Grafikkarten der aktuellen Generationen nutzen den sehr neuen, knappen und teuren GDDR7-Speicher. Die RTX 3060 nutzt den älteren, günstigeren und weitaus besser verfügbaren GDDR6-Standard.
Hinzu kommt: Die neuesten Blackwell-Chips (RTX 50-Serie) und KI-Prozessoren für Rechenzentren blockieren einen Großteil der modernsten Chip-Produktionslinien. Die RTX 3060 kann im älteren 8-nm-Verfahren gefertigt werden, ohne die Produktion der Flaggschiffe zu belasten. Nvidia kann also weiterhin mit KI Geld verdienen und trotzdem Spieler im Einstiegssegment bedienen.
Wie schlimm die Situation derzeit ist, zeigt auch der Lauf auf noch ältere Hardware: Denn einige Nutzer gehen jetzt so weit, dass sie teilweise 18 Jahre alte Hardware kaufen: DDR3-RAM und passende Prozessoren sind nämlich deutlich günstiger. Händler berichten, dass die Verkaufszahlen für alte Hardware rapide gestiegen sein sollen: Nutzer kaufen gerade aus Verzweiflung 18 Jahre alte Hardware, weil moderner Arbeitsspeicher viel zu teuer ist
Deine Meinung ist uns wichtig!
Gefällt dir der Artikel? Hast du irgendwelche Kommentare? Sag uns, was du denkst!
Kommentare