Ein Land war wie Dolores Umbridge, wollte Harry Potter aus den Schulen werfen, weil er schlecht für Kinder sei

Harry Potter war für viele Kinder der Einstieg ins Lesen, dennoch hatte besonders das erste Buch in den USA anfangs Schwierigkeiten. Bestimmte Gruppen glaubten, die Geschichte rund um Hexerei und Flüche könnte Kindern schaden.

Die meisten würden „Harry Potter und der Stein der Weisen“ wohl als harmloses Buch bezeichnen, das auch von Kindern gelesen werden kann. Die Geschichte dreht sich um einen Elfjährigen und seine Abenteuer aus Hogwarts, die zwar ab und an gefährlich und düster werden, alles in allem aber wie ein modernes Märchen wirken.

In den USA war das erste Buch dennoch Grund für Aufregung: Konservative Gruppen und manche Eltern sahen darin eine Bedrohung für ihre Kinder. Ähnlich wie Dolores Umbridge Harry in Teil 5 aus Hogwarts werfen will, sollte es auch den Büchern ergehen.

Ob die neue HBO-Serie auch für Diskussionen sorgen wird? Hier seht ihr den ersten Teaser dazu:

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Der erste Teaser zur Harry Potter-Serie bringt uns zurück nach Hogwarts

Hogwarts als schlechter Einfluss?

Was war der Vorwurf? Als „Harry Potter und der Stein der Weisen“ im Jahr 1999 auch in den USA erschien, störten sich manche an der Darstellung von Zauberei und Hexerei in der Geschichte.

Der Vorwurf lautete, das Buch würde die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwinden lassen. Die Themen, die angesprochen werden, empfanden manche als zu düster für eine kindliche Leserschaft. Hexerei und andere okkulte Themen wie etwa Flüche würden zu harmlos dargestellt werden. Kinder könnten sie als positiv erachten und negativ beeinflusst werden.

Auch dass Harry öfters gegen die strengen Regeln in Hogwarts verstößt, stieß manchen Eltern sauer auf. Immerhin schleicht sich der Erstklässler verbotenerweise nachts aus dem Bett oder fliegt Draco mit dem Besen hinterher, was ebenfalls nicht erlaubt ist.

Im Fall von „Der Stein der Weisen“ blieb es nicht nur beim Vorwurf. Das Buch wurde tatsächlich aus einzelnen Schulbibliotheken verbannt, wie im Fall einer katholischen Schule in Nashville, Tennessee. Dort musste sich das Buch den Vorwurf eines Priesters gefallen lassen, der darin „echte Flüche und Zaubersprüche“ erkannte.

An anderen US-Schulen wurde der Zugriff auf den Roman zumindest erschwert, sodass man, wie in einem Fall in Arkansas, die Unterschrift der Eltern benötigte, um das Buch auszuleihen.

Hatte der Bann langfristig Erfolg? Wie wir heute wissen, nein. Harry Potter wurde auch trotz anfänglichen Protests an manchen Orten ein riesiger Erfolg und prägte die Kindheit vieler junger Leser.

Zwar tauchten auch die nachfolgenden Bände regelmäßig auf Listen beanstandeter Bücher der American Library Association auf, dem Erfolg hat das aber kaum geschadet. Wie seht ihr das Ganze? Würdet ihr Harry Potter vorwerfen, Kinder in ihrer Entwicklung zu schaden? Schreibt uns eure Gedanken gerne in die Kommentare. Weniger für Kinder geeignet ist ein anderes Fantasy-Universum: Ein wichtiger Charakter in Game of Thrones durfte nicht wiederbelebt werden, musste endgültig sterben

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