Mit Max „HandOfBlood“ Knabe wird einer der größten Gaming-Influencer aus Deutschland der gamescom 2026 fernbleiben. Das gab jetzt Hännos Management bekannt. Viele Leute loben diese Entscheidung.
Was ist der Grund? Auf linkedin.com gab Johannes Gorzel, seines Zeichens CEO und Mitgründer von INSTINCT3 bekannt, dass Max „HandOfBlood“ Knabe nicht auf der gamescom 2026 sein wird. Als Hauptgrund verweist Gorzel auf die Entwicklung, welche die Kölner Gaming-Messe in den vergangenen Jahren genommen hat:
Die gamescom war mal eine echte Games-Messe: unveröffentlichte Titel anspielen, News, Technik. In den 2010ern kippte das – wegen der Influencer. Sinnbild war MontanaBlacks Rundgang, der sogar zum Sicherheitsrisiko wurde, weil die Fanmasse jede Rücksicht auf andere Besucher vergaß. […]
Gorzel bezieht sich hier auf den Auftritt von MontanaBlack auf der gamescom 2022, der für einen Massenauflauf gesorgt hat. Im vergangenen Jahr kam das Thema erst wieder auf, weil Monte sich darüber beschwerte, dass er der gamescom fernbleiben müsse, weil ihm seine Reichweite zum Verhängnis würde.
Die offizielle Rückmeldung der gamescom-Verantwortlichen zeichnete ein etwas anderes Bild: Man hatte MontanaBlack eine Akkreditierung für die gamescom unter besonderen Sicherheitsauflagen gegeben, was etwa die Durchführung von Streams angeht. Darauf wollte sich der Streamer wohl nicht einlassen.
gamescom live aus Spandau
Was plant HandOfBlood für 2026? Im letzten Jahr hatte man bereits die gamescom 2025 aus dem Studio in Spandau begleitet und das war ein so großer Erfolg, dass man darauf dieses Jahr aufbauen möchte. Gorzel erklärt:
Ein Außenreporter schaut an den Ständen vorbei, danach testet Max die Games im gewohnten Setup an. Das bringt den Messe-Inhalten sogar mehr Reichweite, als wäre er selbst vor Ort.
Fan-Treffen würden bei Creatorn dieser Größe bei einem Event wie der gamescom eh nicht mehr funktionieren. Egal wie effizient man so etwas plane und durchführe, am Ende bleiben viele enttäuscht zurück. Für so etwas gebe es mittlerweile bessere Möglichkeiten wie die Corrupted Blood
-Events. Zudem plane man für das kommende Jahr große Events in Berlin und NRW.
Die gamescom-Veranstalter bekommen vom Hänno-Management übrigens viel Lob:
Diese Entwicklung wurde von Vielen erkannt – auch von den Veranstaltern. Ich finde es sehr löblich, wie game-Verband und Koelnmesse sich über die letzten Jahre mit Sicherheitsfragen rund um Creator auseinandergesetzt haben, den Austausch mit Branchenakteuren wie uns suchten und Akzente für den Fokus auf die Games setzen.
Wie fallen die Reaktionen aus? Unter dem Post auf Linkedin gibt es vor allem positive Rückmeldungen.
- Sebastian Schotten schreibt etwa: „Richtige Entscheidung! Als gamescom-Besucher seit 2012 hat sich die Messe für mich in den letzten Jahren zu stark von Gaming-Messe für Gamer hin zu Messe für Brands, die Gamer erreichen wollen, entwickelt. […] Letztes Jahr habe ich wahrgenommen, dass der Fokus wieder stärker auf Games an sich lag. Ich hoffe sehr, dass sich diese Trendwende fortsetzt.“
- Clemens Beier feiert ebenfalls: „Starke und gut überlegte Entscheidung. Bei der Veranstaltung kommen damit vielleicht auch endlich wieder die Games ein wenig in den Vordergrund und nicht das Thema Marketing. Hoffentlich ziehen andere mit und geben so mehr Luft auf den Fachmessen für normale Messebesucher. Coole Aktion.“
- Vanessa Julius sieht das auch so: „So macht die gamescom von allen Seiten wieder Spaß. […] Meine Hoffnung ist, dass weitere Creator dem Beispiel folgen und eher digital auf der Messe unterwegs sind.“
Wie seht ihr das? Hättet ihr Hänno und andere Influencer gern auf der gamescom oder seid ihr froh, wenn die Streams abseits der Messehallen stattfinden? Verratet es uns gern in den Kommentaren. Übrigens hätte unser Twitch-Papa diesen Schritt schon vor Jahren gern gesehen: Gronkh sorgt sich um die gamescom: Würde sich selbst und alle anderen Creators von der Gaming-Messe ausschließen
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Kommentare
Dasselbe sag ich auch schon lange, es ist zu einem Laufsteg für Influencer geworden die teilweise nicht mal etwas mit Games zu tun haben. Sie sollten gar nicht zugelassen werden. Ich möchte wieder die alte Gamescom, mit Nerds die sich freuen neue Spiele zu sehen und zu testen und nicht diese Kinder die jedem Influencer hinterherrennen.
Ich find gut, wenn sie der Messe fern bleiben. Letztes Jahr war ich danach echt doll erkältet mit Influenza. 😜
Ist leider wahr – früher ging es wirklich um Spiele, Neuankündigungen, Anspiel-Sessions, Hardware… das ist größtenteils verschwunden
Influenzer, ich kann dieses Wort nicht mehr hören. Niemand braucht dieses Gesülze. Ohne die “Influenzer” war die Welt besser. Sollen die bleiben wo der Pfeffer wächst. Do einfach ist das.
Und das hat was mit dem Artikel zu tun?
Das wir jetzt alle wissen, wie neidisch du bist?
Ich lass dir ein nett-gemeintes „mimimi“ da
Ach komm, die “Neid-Keule” ist doch mittlerweile noch stumpfer als die “Nazi-Keule”. Im Kern hat er doch mit seiner Kritik nicht unrecht. Es gibt genug Beispiele von Influencern, die alles andere als die Blüte der Menschheit darstellen, deren einziger Inhalt es ist, Leute abzufucken und eine Bande hirnloser Klatschaffen um sich zu scharen die sie dafür feiern. Und ja, es gibt natürlich auch positive Beispiele von Influencern, die ihren Einfluss, ihre Reichweite und ihre Vorbildfunktion sinnvoll nutzen. Ändert aber nichts daran, dass es eben auch die Negativbeispiele gibt. Seine Kritik war sicher zu pauschalisiert, aber im Kern durchaus berechtigt.
Es können aber auch zwei Dinge gleichzeitig wahr sein.
Mag sein. Ich schrieb ja, es gibt Positiv- und Negativbeispiele. Ändert aber nichts an der Tatsache dass die Neid-Argumentation ein plumpes Totschlagargument ist was nicht mehr verfängt.