H1Z1: Über eine Millionen Mal verkauft  – die Geschichte des Überraschungs-Hits

Das Survival-MMO H1Z1 hat sich über eine Millionen Mal verkauft. Wir werfen einen Blick auf den Überraschungshit von 2015.

John Smedley, der Präsident der Daybreak Game Company, vormals SOE, twitterte dies:

Eine Millionen Mal hat sich das neue Game H1Z1 also im Eary-Access für knapp 20 Euro/Dollar auf Steam verkauft. Sicher ein großer Erfolg für ein Underdog-Spiel, das eigentlich nur als Zeitvertreib für die Entwickler gedacht war. Ein Erfolg, mit dem kaum wer gerechnet haben dürfte. Wir erzählen die Geschichte hinter dem Steam-Hit.

Das ist die Geschichte von H1Z1

H1z1 Screenshot 8

Die Geschichte von H1Z1 ist ungewöhnlich. Erst Ende 2013 kam man auf die Idee, so etwas zu entwickeln. Ein kleines Team bei SOE arbeitete eigentlich an einem Weltkriegs-FPS-MOBA, hatte hier aber tote Zeit zu überbrücken, während man auf neue Software wartete.

Im Team waren viele Fans von DayZ, den „Dawn-of-the-Dead“-Filmen und Walking Dead, also entstand die Idee zu einem Survival-MMO mit starkem Zombie-Einfluss. Als Vorlage nahm man die Engine des eigenen Games „Planetside 2“, von PS2 kamen viele im Team, die Engine kannte man aus dem Eff-Eff. Rasch nahm „H1Z1“ Gestalt an. Präsident Smedley war begeistert vom Spiel. Man entschied, das nun anstelle des MOBAs zu machen. Smedely stellte das Spiel bereits früh den Fans vor, wollte unter ständigem Feedback H1Z1 entwickeln, reddit sollte Forum und Homepage zugleich sein, Smedley kündigte gar einen Early Access schon in wenigen Monaten an. Der erste Termin war für Mai 2014 vorgesehen.

H1Z1

Die Aussage flog ihm dann um die Ohren, da man sich intern entschied, das Spiel doch nicht so früh rauszugeben und es weiter zu entwickeln, um den Studio-Namen nicht zu gefährden. Außerdem hatte man wohl gemerkt, dass nicht nur die eigenen Mitarbeiter voll im Zombie-Hype waren, sondern auch ein großer Teil der Spielerschaft. In 2014 noch setzte man, um das H1Z1 bekannt zu machen, vor allem auf Streams und arbeitete hier mit Streamern zusammen, die sich im Genre bereits etabliert hatten.

Anfang 2015 ging H1Z1 dann „endlich“ in den Early Access und musste sich viel Kritik von vor allem deutschen Spielemagazinen anhören, wie ein „großes Studio“ wie SOE ein Game in diesem Zustand über den Early Access vertreiben könne. International richtete sich die Kritik der Fans vor allem gegen ein Spiel-Element, das als Pay2Win wahrgenommen wurde. Das wurde aber rasch abgeändert.

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Auf Steam schlug H1Z1 trotz der Kritik allerdings wie eine Bombe ein und machte zeitweise sogar DayZ Konkurrenz. Dabei ließ man sich den Early-Access mit knapp 20 Euro/Dollar bezahlen.

Mittlerweile ist SOE kein großes Studio mehr, man hat Sony verlassen, sich von Mitarbeitern getrennt, das Geld scheint knapp. Da ist ein Überraschungs-Hit wie H1Z1 mehr als willkommen.

H1Z1 wird im Moment fleißig weiterentwickelt, so wird in den nächsten Wochen ein weiterer Server-Wipe kommen, australische Server wurden erst kürzlich eröffnet, im Spiel selbst soll es noch im April neue Spieler-Modelle geben. Wenn das Spiel auf dem PC erstmal steht, wird es auf ein Free2Play-Modell wechseln und später auch für die Playstation 4 erscheinen.


Wer sich fragt: Was unterscheidet H1Z1 denn nun von DayZ? Dem legen wir unseren Artikel ans Herz, welche MMO-Elemente H1Z1 auszeichnen.

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