„Dafür muss man sie nicht in den Burnout treiben“ – Ehemaliger Rockstar-Mitarbeiter ist froh darüber, nicht an GTA 6 mitzuwirken

GTA 6 Online Release Date Titelbild

GTA 6 befindet sich gerade im Endspurt, bevor der lang ersehnte Release stattfindet. Ein ehemaliger Entwickler von Rockstar, der an GTA 5 und Red Dead Redemption 2 gearbeitet hat, sei auch gespannt, aber auch genauso froh darüber, nicht an dem Blockbuster mitzuwirken.

Wieso ist der Entwickler froh, nichts mit GTA 6 zu tun zu haben? Der ehemalige Rockstar-Mitarbeiter und GTA-5-Produzent John Ricchio hat von 2003 bis 2014 bei Rockstar gearbeitet. In einem Gespräch mit Kiwi Talkz auf YouTube sprechen die beiden über Crunch Culture während der Videospielentwicklung und darüber, dass er ehrlicherweise froh sei, derzeit nichts mit GTA 6 zu tun zu haben.

Das läge nicht an den Menschen oder an dem anrückenden Moment, in dem sich all die harte Arbeit an GTA 6 auszahlen wird. Er befände sich schlichtweg an einem Punkt in seiner Karriere, an dem er nicht mehr „ganz so offen für manche Vorgehensweisen“ sei, die bei ihm spätestens heute zu einem Ausstieg führen würden.

Video starten
Video zu GTA 6 zeigt die Spielwelt aus einem neuen Winkel

„Man kann ja immer noch mehr Leute einstellen. Das ist das Problem“

Was kritisiert Ricchio an den Vorgehensweisen von Rockstar? Ricchio erklärt während des Gesprächs, dass Rockstar bezüglich des Themas Crunch Culture zwar nicht den Level von „Die Leute sind mir egal“ erreiche, aber dass es Dinge gäbe, die für die Führungskräfte bei Rockstar wichtiger seien.

Er sagt, Rockstar könne es sich entspannt leisten, seinen Entwicklern viel abzuverlangen, da es immer talentierte Menschen gebe, die sehr bereit wären, diese Arbeitskultur in Kauf zu nehmen.

Ich nehme es diesen Leuten nicht übel, dass sie diese Jobs annehmen, aber es macht es für die Branche schwieriger, sich wirklich zu sorgen, weil man die Leute ja immer ersetzen kann.

Ricchio gibt zu, dass er es selbst nicht ablehnen würde, ein Teil des kommerziellen Erfolgs und des begeisterten Feedbacks an der harten Arbeit an GTA 6 zu sein. Allerdings stünde die Arbeitseinstellung ihm im Weg, die er sich über seine Jahre in der Branche angeeignet hat:

Ich habe viel darüber gelernt, wie man Dinge auf unterschiedliche Weise angehen und erfolgreiche Kunstprojekte aufbauen kann, und dafür muss man andere nicht bis in den Burnout treiben.

Wie steht ihr zu diesem Gedanken des ehemaligen Entwicklers? Findet ihr die Kritik gerechtfertigt? Laut dem CEO von Take-Two sollten Crunch-Zeiten eigentlich vermieden werden. Das sei auch der Grund gewesen, wieso GTA 6 zweimal verschoben werden musste. Alle Hintergründe dazu lest ihr auf MeinMMO nach: Take-Two Chef macht es wie damals an der Uni, verschob GTA 6, um „Hausaufgaben gut zu machen”

Kommentare

Bitte lies unsere Kommentarregeln, bevor du kommentierst.
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Kommentare
Neueste
Älteste Meisten Abstimmungen
0
Sag uns Deine Meinungx