Eine neue Anime-Serie aus dem Kosmos von Star Wars bringt Änderungen für Lichtschwerter mit, die den Traditionen von Schöpfer George Lucas widersprechen.
Was ist das für eine Serie? Star Wars: Visions Presents – The Ninth Jedi ist zwar ein etwas sperriger Name, dahinter steckt aber ein spannendes Konzept. Es handelt sich um ein Spin-off der animierten Serie Star Wars Visions.
Visions Presents ist ein Anime und funktioniert nach dem Anthologie-Prinzip, was bedeutet, dass jede Staffel darin eine neue und eigene Geschichte erzählt. Den Anfang macht nun The Ninth Jedi. In acht Episoden wird von Kara und ihrer Jedi-Crew erzählt, die sich einem mächtigen Kriegsherrn entgegenstellen.
Spannend ist dabei vor allem der Umgang mit Lichtschwertern. Denn die Serie verändert einige Regeln, die bislang galten.
Farben sind wichtig
Was sind das für Regeln? Unter George Lucas war so manches einfacher. Schon anhand der Lichtschwertfarbe konnte man meist sagen, ob ein Charakter nun gut oder böse ist. Die Auswahl der Farben war zudem beschränkt und konnte nur unter großem Aufwand verändert werden.
In The Ninth Jedi ist das anders. Dort wird enthüllt, dass die Farbe nichts mit der hellen oder dunklen Seite der Macht zu tun hat. Es ist viel persönlicher und direkter: Der Kyberkristall, der im Lichtschwert verbaut ist, reagiert auf die Emotionen des Trägers und verändert entsprechend die Farbe der Klinge.
Färbt sie sich rot, steht das etwa für Gefühle wie Wut oder Hass. Selbst ein Jedi kann also eine rote Klinge tragen, auch wenn sie sich eigentlich gegen die starken negativen Emotionen wehren.
Damit aber nicht genug der Änderungen: Die Serie bringt eine sehr seltene Lichtschwertfarbe ins Rennen, und zwar Silber. Die Farbe steht für emotionale Leere, die ein Charakter in der Geschichte erlebt. Unter der Herrschaft von George Lucas war die Auswahl der Farben überschaubar – auch wenn der Filmemacher für einen bestimmten Schauspieler eine Ausnahme machte.
Außerdem ungewöhnlich: In der Serie wird der „verbotene“ Lichtschwertstil Tràkata gezeigt. Dieser ist zwar nicht neu, taucht aber eher selten auf, etwa in The Acolyte. Die Technik zeichnet sich dadurch aus, dass der Träger das Lichtschwert während des Kampfes taktisch ein- und ausschaltet. So soll der Gegner verwirrt und dies zum Vorteil genutzt werden. Tràkata ist unter Fans umstritten und sorgt unter anderem auf Reddit für Diskussionen. Nutzer wie ShinyBlack0 glauben, dass die Technik in der Realität nicht funktionieren würde.
The Ninth Jedi geht also neue Wege und wirft einige altbekannte Regeln über den Haufen. Dabei sei erwähnt, dass es sich bei Visions generell nicht um Kanon handelt, sondern vielmehr Raum für spannende und alternative Sichtweisen auf das Universum von Star Wars bietet.
Was haltet ihr von den Änderungen? Würdet ihr sie auch gerne in kanonischen Werken wie etwa neuen Kinofilmen sehen? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare. Wer mehr auf Superhelden steht, sollte einer anderen Produktion eine Chance geben, die die altbekannte Fledermaus aus Gotham City in den Mittelpunkt stellt: Eine starke Serie mit Batman hat gerade eine 2. Staffel bekommen, überzeugt mit 92 % positiven Reviews
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