Spieler finden die Charaktere in Genshin Impact zu blass – Mehr als 50.000 fordern eine Änderung

Spieler finden die Charaktere in Genshin Impact zu blass – Mehr als 50.000 fordern eine Änderung

Im August soll die neue Natlan-Region in Genshin Impact Einzug halten, die von lateinamerikanischen und afrikanischen Kulturen inspiriert ist. Das Character-Design sorgt jedoch für Kritik.

Was hat es mit den Charakteren auf sich? Im Action-RPG Genshin Impact von MiHoYo steht der Release der neuen Natlan-Region bevor. Wie bei anderen Gebieten im Spiel sind Natlan und die zugehörigen neuen Charaktere von der echten Welt inspiriert.

So scheint der neue Charakter Ororon an Ọlọrun angelehnt zu sein, eine Gottheit der westafrikanischen Yoruba-Religion. Die Figur Mavuika weist Parallelen zur Māori-Göttin Mahuika auf. Der neue Dendro-Charakter Kinich teilt sich seinen Namen zudem mit dem Sonnengott Kinich Ahau der Maya.

Trotz dieser Wurzeln werden die neuen Charaktere jedoch alle auffallend hellhäutig dargestellt, sehr zum Unmut der Fans. Kritiker werfen MiHoYo kulturelle Aneignung vor und fordern eine Überarbeitung der Figuren. Ähnliche Diskussionen hatte es bereits bei der arabisch angehauchten Sumeru-Region gegeben.

MiHoYo soll Figuren einen „weißen Anstrich“ verpasst haben

Was kritisieren die Spieler? In den sozialen Netzwerken zeigen sich Fans zwar durchaus erfreut darüber, dass Genshin Impact Inspiration aus vielfältigen Kulturen zieht, bemängeln allerdings, dass diese nicht akkurat repräsentiert würden. Dabei fallen immer wieder 2 Begriffe:

  • Spieler werfen Hoyoverse „cultural appropriation“, also kulturelle Aneignung vor: Damit ist gemeint, dass man sich an fremden Kulturen bedient, ohne ihnen einen entsprechenden Respekt zu erweisen. Dabei werden bestimmte Elemente der Kultur herausgepickt und in der Regel auf stereotype und respektlose Weise wiedergegeben.
  • Von „Whitewashing“ sprechen Kritiker in diesem Kontext, weil die Figuren trotz ihres angedeuteten kulturellen Hintergrunds als weiß beziehungsweise hellhäutig dargestellt werden.

Spieler fordern Änderungen von MiHoYo

In einer Petition fordern Spieler das Ende von kultureller Aneignung und Whitewashing in MiHoYo-Spielen. Die Genshin-Macher werden angehalten, sich mit indigenen kulturellen Beratern auszutauschen, bestehende Inhalte zu überarbeiten und sich dazu zu verpflichten, vielfältig und inklusive Charaktere zu erschaffen.

Seit dem 7. Juli 2024 unterzeichneten bereits 50.000 Menschen die Petition (via change.org).

Synchron-Sprecher von Genshin Impact äußern sich kritisch

In die Diskussion schalten sich nun sogar Synchronsprecher des Spiels ein. Valeria Rodríguez, die englische Stimme von Sucrose, schreibt auf X: „Wenn ihr Gottheiten aus der echten Welt verwendet, respektiert sie. Wenn ihr auf echten Kulturen aufbaut, respektiert das.“ Weiter heißt es: „Das ist unverzeihlich.“

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Cyno-Sprecher Alejandro Saab spielt auf den anstehenden Release an und schreibt: „Ihr habt noch Zeit, das in Ordnung zu bringen.“ (via X)

Die Beidou-Sprecherin Allegra Clark nennt es „einfach enttäuschend, wenn Teile der Welt, die so selten in den Medien abgebildet werden, akkurat dargestellt werden könnten.“ Ihr sei klar, dass die Designs nur „inspiriert“ seien und nicht als genaue Abbildung der echten Welt gedacht sind.

Doch wenn man sich schon spezifischer Quellen bediene, wäre es schön, sie auch so darzustellen, wie sie sein sollten, so die Sprecherin. „Es gibt so viel Schönheit in dieser Welt, so viele Geschichten, die erzählt werden können oder von denen man sich inspirieren lassen kann, und wenn das nicht in vollem Umfang gemacht wird, fühlt es sich am Ende respektlos an.“ (via X)

Eine offizielle Reaktion von MiHoYo auf die Kritik gibt es bislang noch nicht. Es ist allerdings fraglich, ob sie kurz vor Release noch umfangreiche Änderungen vornehmen werden. Natlan und die zugehörigen Charaktere sollen voraussichtlich am 28. August mit Version 5.0 ins Spiel kommen. Bis dahin könnt ihr euch die Zeit mit Zenless Zone Zero vertreiben. Dafür haben wir für euch Alle Codes, die ihr im Juli 2024 einlösen könnt

Quelle(n): Kotaku
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Bin da persönlich recht zwiegespalten.
Einerseits ist es ein Gacha-Fantasy-Game, weshalb ich hier nicht allzu viel Realismus erwarte. Hinzu kommt, dass bei vorherigen Gebieten die Figuren ebenfalls fast ausschließlich weiß waren und nicht z. B. japanisch oder chinesisch aussahen.

Auf der anderen Seite fände ich es allein immersionsbedingt schon schön auch einige dunkelhäutigere Charaktere zu haben, von den anderen Gründen ganz zu schweigen.
Frage mich wirklich, warum sie nicht zumindest mal ein paar für Sumeru damals und für Natlan jetzt gemacht haben.

Phaseless

Es ist sehr schade das es jetzt wirklich so kommt, ich meine mir war das klar das wir niemals gute Interpretationen in Genshin Erwarten konnten, aber ein kleiner Teil in mir hat es dann doch gehofft. Am Ende regen sich jetzt zwar alle auf aber am Ende werden sie sich ja doch diese “blöden” unrealistischen Figuren holen. 🙄

Khorren

Normalerweise ist mir das gebrabbel ja egal, aber hier kann ich mal etwas ausholen. Schauen wir uns zunächst mal ein anderes Spiel an. LA hat unter Amazon zum Release ein gutes Stück “brownwashing” erhalten. Und das obwohl es im Spiel aus modellierte Charaktere gibt die eine eher dunkle Haut und Charakteristika aus dem Afrikanischen raum besitzen. Und trotzdem wurden noch eine gute Menge NPCs einfach literally braun gefärbt. Mir war egal, ich fands nur etwas plump die Art und Weise.
Kommen wir zu Genshin. Schon mit Sumeru hatten wir die Debatte und ich bin ehrlich, eig egal, aber auch nicht denn ich habe genug Wissen über China und wieso Genshin weiter so arbeiten darf wie es tut. In China sind männliche Charaktere verboten die zu weiblich sind, zu freizügige Frauen und auch LGBTQ in Medien der Unterhaltung. So, aber warum darf Hoyo weiter Charaktere releasen die in diese Beschreibungen fallen? Das hat ein paar offensichtliche, ein paar vorgeschobene und ein paar echte Gründe. Zuerst, Hoyo hat ihr publish headquarter aus China verlegt, Mihoyo, Hoyoverse ect. Zweitens generiert Genshin auch viel Geld für China. Und nun zum wichtigsten, Verschleierung von Chinas politischem Weltbild. In Genshin und anderen chinesischen Games ist es wichtig die chinesische Kultur so positiv und akkurate wie möglich darzustellen. Vor allem Kunst und Kultur stehen im Vordergrund. Aka Laternrite Festival ect. Auch Charaktere wie Yunjin sollen China als Kunstvolles Land porträtieren. Alles um die Wahrheit etwas zu verschleiern. Genshin ist quasi China Propaganda. Und mit diesem Wissen, finde ich sollten sie tatsächlich andere Kulturen und hautfarben besser darstellen und nicht nur cherry picken und den rest verwursten wie sie wollen.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Jahr von Khorren
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