„Delulu“, „Rizz“ oder „no cap“: Wenn diese Begriffe im Büro fallen, ist meist die Gen Z am Wort. Selbst Millennials (1981-1996) verstehen dann oft nur Bahnhof. Aber auch junge Mitarbeiter verstehen längst nicht alles, was die „älteren“ Kollegen im Büro von sich geben. Das sorgt zunehmend für Kommunikationsprobleme.
Wie groß sind die Kommunikationsprobleme zwischen den Generationen? Für eine aktuelle Untersuchung wurden in den USA über 2.000 Arbeitnehmer befragt. 80 Prozent der Gen Z gaben an, dass sprachliche Unterschiede am Arbeitsplatz eine Herausforderung darstellen.
Dabei geht es zunächst um etwas ziemlich Banales: Die Generationen verstehen den Slang der jeweils anderen nicht.
76 Prozent der befragten Boomer (1946-1964) wussten nicht, was „delulu“ bedeutet. Für alle Nicht-Gen-Z-ler unter uns: Der Begriff beschreibt jemanden, der sich etwas einbildet oder unrealistische Vorstellungen hat. Mit „Rizz“, einem Begriff für Charisma beziehungsweise Flirt-Qualitäten, konnten übrigens 66 Prozent nichts anfangen.
Aber: Gen Z sollte sich nicht über ihre älteren Kollegen lustig machen. Umgekehrt sieht es nämlich kaum besser aus. Nur 22 Prozent der befragten Gen-Zler wussten, was „boil the ocean“ bedeutet. Wer im Büro den „Ozean kochen“ möchte, versucht eine viel zu große oder praktisch unmögliche Aufgabe auf einmal zu bewältigen.
Auch bei E-Mails sprechen die Generationen unterschiedliche Sprachen
Wo gibt es noch Konfliktpotential? Wie Fortune berichtet, unterscheiden sich die Generationen auch darin, wie sie per Mail kommunizieren.
Ältere Kollegen betrachten E-Mails eher als formelle Kommunikation. Ein nettes „Hallo“ zur Begrüßung und „Liebe Grüße“ zum Abschied dürfen hier nicht fehlen. Gen Z ist mit Social Media und Messengern groß geworden. Das Formelle ist für sie weniger wichtig.
Woran liegen diese Unterschiede? Zum einen natürlich am Altersunterschied. Eine weitere Rolle spielt laut Fortune aber auch Corona. Viele aus der Gen Z starteten während oder nach der Pandemie ins Berufsleben.
Statt neben erfahrenen Kollegen im Büro zu sitzen und sich ungeschriebene Regeln abzuschauen, fand der Austausch über Zoom und andere digitale Plattformen statt.
Die Gen Z bekommt übrigens schon jetzt einen Vorgeschmack darauf, wie es ihren älteren Kollegen geht: 75 Prozent verstanden den Gen-Alpha-Begriff „Skibidi“ (ab 2013) nicht vollständig oder würden ihn selbst nicht benutzen.
Wie sieht es bei euch im Job aus? Versteht ihr den Slang eurer Kollegen? Schreibt uns eure Erfahrungen gerne in die Kommentare!
Dass die Sprache der Gen Z für andere Generationen manchmal ziemlich rätselhaft sein kann, zeigt auch ein anderes Beispiel. Ausgerechnet „Polyester“ entwickelte sich zuletzt zu einem viralen Begriff mit einer ganz eigenen Bedeutung: Was Gen Z damit meint, erfahrt ihr hier auf MeinMMO.
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