Selbauen oder Fertig-PC kaufen? MeinMMO hat sich eine Mittelklasse-Konfiguration angesehen und erklärt, was sich derzeit am meisten lohnt.
Hardware wird seit Monaten teurer. Das bekommen Gamer besonders zu spüren: Denn sowohl Upgrades für einen PC als auch ein Neukauf ist richtig teuer geworden. Selbst eine Spiele-Konsole ist kein echter Budget-Tipp mehr.
Aber was lohnt sich aktuell mehr? Einen fertigen Gaming-PC kaufen oder selbst bauen? Wir haben uns aktuelle Preise und Angebote angesehen und erklären, wo ihr am meisten oder am wenigsten zahlt.
Mittelklasse-Setup im Eigenbau vs. Fertig-Kauf
Was ist unser „Test“-Setup? Um Preise und Angebote zu prüfen, haben wir uns für ein einfaches Mittelklasse-System entschieden, wo ihr die Hardware derzeit problemlos kaufen könnt. Im nächsten Schritt haben wir über Geizhals.de die Preise für die einzelnen Komponenten geprüft (Stand: 22. September 2026).
Da ihr potentiell jedes Teil bei einem anderen Anbieter beziehen könnt und Versandkosten fällig werden können, haben wir einmalig 30 Euro für den Versand dazu gerechnet. Das sind etwa 3,50 Euro pro Lieferung. Kauft ihr alles beim gleichen Verkäufer, fallen diese natürlich niedriger aus. Das Setup und die Preise findet ihr in der folgenden Tabelle.
| CPU | Ryzen 7 5700 (X) | 188 Euro |
| Grafikkarte | RX 9060 XT, 16 GB VRAM | 520 Euro |
| Mainboard | B550-A Pro | 102 Euro |
| Arbeitsspeicher | 16 GB DDR4 | 120 Euro |
| Netzteil | 650 Watt | 50 Euro |
| Speicher | NVMe-SSD 1 TB | 130 Euro |
| Gehäuse | Matx-Gehäuse | 70 Euro |
| Versandkosten | – | 30 Euro |
| Gesamtpreis | – | 1.210 Euro |
Was kostet ein Fertig-PC? Für einen direkten Vergleich haben wir uns vier bekannte PC-Hersteller angesehen: Dubaro, CSL und Memory-PC. Zusätzlich haben wir noch Alternate als dazugenommen, der ebenfalls Systeme auf Wunsch zusammenbaut. Über die Konfiguratoren haben wir überall das gleiche Setup wie oben eingerichtet, um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten.
Bei allen vier Anbietern zahlt ihr (Stand: 22. September 2026, 17:30 Uhr) folgende Preise. Beachtet jedoch: Die Preise sind stark volatil und können morgen schon wieder völlig anders aussehen:
| Anbieter | Preis (Gesamt-Setup, ohne Versand) |
|---|---|
| Dubaro | 1.436,00 Euro |
| CSL | 1.058,90 Euro |
| Memory-PC | 1.193,04 Euro |
| Alternate.de | 1.493,92 Euro |
Der Fertig-PC ist oft, aber nicht immer günstiger – Genau hinschauen lohnt sich
Vergleicht man die Preise mit dem Selbstbau-PC, dann ist man bei CSL derzeit etwas günstiger, bei Memory-PC zahlt man einen Hauch weniger und bei Dubaro zahlt man deutlich mehr. Bei allen Herstellern kommt noch eine Garantie hinzu, eine Windows-Lizenz müsst ihr immer extra kaufen.
Was lohnt sich derzeit am ehesten? Bekommt ihr ein gutes Angebot, dann seid ihr derzeit mit einem Fertig-PC besser dran. Unser Vergleich zeigt aber auch, dass das nicht immer gilt und ihr aktuell genau hinsehen müsst. Denn je nachdem, für wen ihr euch entscheidet, zahlt ihr mal deutlich mehr oder weniger.
Bei Alternate zahlt ihr die normalen Marktpreise und zahlt noch eine Extra-Gebühr für den Zusammenbau. Das lohnt sich insgesamt am wenigsten. Bei spezialisierten Anbietern für Fertig-PCs könnt ihr hingegen einige Euro sparen.
Warum sind Fertig-PCs teilweise günstiger? Große Systembuilder kaufen Komponenten wie RAM, SSDs oder Grafikkarten in riesigen Mengen zu einem festen Zeitpunkt ein, hinzu kommen oft Rabatte für große Firmen. Teilweise subventionieren Hersteller bestimmte Konfigurationen, damit ihre Hardware eingebaut wird. Auch das kann sich positiv auf den Kaufpreis auswirken.
Ein Gaming-PC als teure Investition, doch auch PC Gaming hat sich in den letzten Jahren verändert. Denn musstet ihr früher noch alle 2 Jahre euer System aufrüsten, um mithalten zu können, werden diese Upgrade-Zyklen immer länger. Der Vorteil davon ist, dass PC-Gaming dadurch langfristig günstiger wird: PC Gaming gilt als teures Hobby, aber ihr könnt in Zukunft kräftig sparen
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