Gamer wird gerettet, weil Freundin Hilfe ruft – aus 6.000 km Entfernung

Auch Online-Freunde können zu wichtigen Lebensrettern werden. Das zeigt diese schöne Geschichte zweier Gamer aus Texas und England.

Durch das Spielen von Online-Games entstehen oft Bekanntschaften und Freundschaften, die weit über Landes- oder Kontinentgrenzen hinausgehen. Selbst wenn man diese Leute vielleicht nie in der Realität trifft, können sie doch einen großen Einfluss haben und sogar zu Rettern werden. Das hat vor einigen Tagen eine junge Frau aus Texas bewiesen, die Hilfe für einen Mitspieler organisierte – knapp 6.000 km weit entfernt.

Was ist passiert? Aidan Jackson (17) aus England spielte gerade mit einer seiner Online-Bekanntschaften, Dia Lethora (20) aus Texas, zusammen ein Spiel. Nach einer Weile erklärte Aidan, dass er sich „merkwürdig fühle“ und einen Moment lang hinlegen wolle. Er drehte das Mikrofon in Richtung seines Bettes, sodass die beiden noch immer miteinander sprechen konnten. Allerdings kam von Aidan schon nach kurzer Zeit keine Rückmeldung mehr.

Gamer from behind blurred

Dia reagierte geistesgegenwärtig und vermutete hinter dem plötzlichen Verstummen einen Anfall. Sie suchte sofort nach Notfall-Telefonnummern in Cheshire. Sie kannte zwar die Addresse von Aidan, nicht aber seine Telefonnummer. Also kontaktierte sie die knapp 6.000 km entfernten Rettungskräfte. Dabei soll sie gesagt haben:

Hi, ich rufe aus den Vereinigten Staaten an, ich bin gerade in einem Gespräch mit einem Freund. Er hatte einen Anfall und reagiert nun nicht mehr. Ich habe seine Adresse, er lebt in Widnes, Cheshire. (…)

Kommunikation beim Zocken kann also auch zur Rettung beitragen – neben den vielen anderen positiven Einflüssen für Gamer.

Wo waren die Eltern von Aidan? Während Polizei und Notarzt sich auf den Weg zum Haus von Aidan machten, hatten Aidans Eltern von dem Vorfall nichts mitbekommen. Sie befanden sich weiter unten im Haus. Weil Aidan seine Zimmertür verschlossen hielt, hörten sie auch nichts Verdächtiges.

Police Car

Als die Polizei dann an der Tür klopfte und den Eltern erklärte, dass es nach Meldungen einen reglosen jungen Mann geben sollte, eilten alle zusammen nach oben, um Aidan zu finden, der tatsächlich einen Anfall erlitten hatte. Später wurde er dann ins Krankenhaus gebracht.

Warum genau Aidan an diesen Anfällen leidet, ist noch nicht klar. Bisher habe man bei ihm nur das Asperger-Syndrom (eine Form von Autismus) und ADHS festgestellt.

Im Krankenhaus nutzte Aidan das Tablet seiner Mutter und dankte Dia „mindestens 5 bis 10 Mal“ und dann noch „jedes Mal, wenn [er] sie sehe“.

Künftig muss Aidan seine Zimmertür beim Spielen übrigens geöffnet lassen.

Eine schöne Geschichte mit gutem Ausgang. Hättet ihr in einer solchen Situation auch so gut reagiert?

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Quelle(n): news.sky.com, stern.de
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Sina
2 Monate zuvor

ich gehe davon aus, dass sie auch miteinander gesprochen haben und sie ein wenig über ihn wusste (anfall)…wäre mir so etwas bei einem freund bekannt – selbstverständlich würde ich so reagieren und zwar ohne zu zögern!

Bodicore
2 Monate zuvor

Ich fürchte, ich habe in MMO inzwischen so viel komisches Zeug erlebt dass ich wahrscheinlich nicht reagieren würde. sad

Meinmmouser
2 Monate zuvor

Nett, dass mal jemand nicht geswatted wurde.

Irina Moritz
2 Monate zuvor

Sowas gehört echt zu meinen Lieblings-Stories aus der Community. Hab selber diverse Freunde im Ausland über MMOs kennengelernt, mit denen ich seit Jahren Kontakt halte. Freut mich, dass es gut ausgegangen ist smile

HUPILA
2 Monate zuvor

Je nach dem. Ich hätte nicht so gehandelt. Jemand legt sich hin und antwortet darauf nicht. Meine Freundin ist auch so und schläft tief und fest… Toll das sie „überreagiert“ hat. Aber ohne Vermutung oder ein laut von ihm der mich zweifeln ließe, dass er schläft, hätte ich nicht den Notdienst kontaktiert. 🙄

Stephan
2 Monate zuvor

Stell dir vor er wäre wirklich bloß eingenickt und die Eltern wären nicht da gewesen. Die Cops hätten dir die Tür eingetreten.

Andy
2 Monate zuvor

Ich gehe mal davon aus,dass die sich doch schon besser kannten,weil die ja immerhin die adresse wusste und er davor schon einen Anfall hatte.

Scardust
2 Monate zuvor

Eben, ich meine wer kennt von Game-Kontakten schon die Adresse? Immerhin Glück im Unglück für den jungen Mann.

Koronus
2 Monate zuvor

Vielleicht Malte?

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