2018 unterstützte Gabe Newell, der Chef von Steam, OpenAI mit einer siebenstelligen Spende. Acht Jahre später macht die Community daraus ein bitteres Meme, schließlich könnte ausgerechnet der KI-Boom, den er mit angeschoben hat, jetzt Valves eigene Hardware verteuern.
Wie PCGamer berichtet, spendete Gabe Newell 2018 rund 20 Millionen US-Dollar an OpenAI und war zeitweise sogar informeller Berater des Unternehmens, gemeinsam mit den Gründern Sam Altman und Greg Brockman.
Bekannt wurde das erst durch Gerichtsakten aus einem Rechtsstreit zwischen OpenAI-Chef Sam Altman und Elon Musk. Newell war damit einer der größten Geldgeber von OpenAI in dessen früher Non-Profit-Phase.
20 Millionen für ein Meme
Warum wird daraus jetzt ein Meme? Auf Reddit kursiert seit einigen Stunden ein Bild, das die Situation ziemlich bissig zusammenfasst: Gabe Newell stößt symbolisch eine Dominoreihe an, die erste Kachel zeigt seine OpenAI-Spende von 2018, die letzte, deutlich größere Kachel behauptet, die neue Steam Machine sei 2026 für viele Kunden zu teuer, weil die KI-Blase die Hardware-Preise in die Höhe treibt.
Hier könnt ihr das Meme selbst sehen:
Ganz ernst gemeint ist die Kausalkette natürlich nicht, eine einzelne Spende aus dem Jahr 2018 lässt sich unmöglich direkt für heutige Grafikkarten- oder RAM-Preise verantwortlich machen. Der Kern der Pointe trifft aber einen echten Nerv.
Speicherchips und GPUs sind wegen der enormen Nachfrage aus dem KI-Sektor tatsächlich spürbar teurer geworden, Berichten zufolge könnte das Angebot an Arbeitsspeicher im kommenden Jahr sogar um bis zu 70 Prozent einbrechen, weil Hersteller ihre Kapazitäten lieber in KI-Rechenzentren stecken (via IGN). Dass ausgerechnet Fans der neuen Steam Machine das mit Sorge beobachten, ist also nicht komplett aus der Luft gegriffen.
Wie reagiert die Community sonst noch auf die Spende? Unter dem Meme sammeln sich auf Reddit vor allem enttäuschte Kommentare über die Entwicklung von OpenAI selbst. Ein Nutzer schreibt, das Unternehmen habe seine ursprüngliche Mission, KI sicher und zum Wohl aller zu entwickeln, inzwischen komplett verraten
.
Ein anderer merkt trocken an, dass zwischen 2018 und heute mehr Zeit vergangen sei, als der komplette Zweite Weltkrieg dauerte, und hofft, dass alle Beteiligten seitdem dazugelernt hätten.
Tatsächlich ist der Wandel von OpenAI gut dokumentiert. Was 2015 als gemeinnützige Organisation für offene KI-Forschung startete, ist heute ein Unternehmen mit Umsätzen im Milliardenbereich, das aber laut aktuellen Zahlen von Partner Microsoft weiterhin zweistellige Milliardenverluste einfährt (Quelle: Heise).
Der Sprung von der Non-Profit- zur For-Profit-Struktur war für einige frühe Unterstützer und auch für Elon Musk selbst ein Auslöser für den heutigen Rechtsstreit.
Hättet ihr gedacht, dass die Steam Machine einmal auch durch die Spende von Gabe Newell höchstselbst teurer werden wird? Schreibt es uns gerne in die Kommentare! Mehr zu Gabe Newell erfahrt ihr hier: Gabe Newell steckte 20 Millionen Euro in OpenAI: Heute würde er die Firma von ChatGPT nicht wiedererkennen
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