Eine neue Challenge in Pokémon GO verlangt den Spielern in einer Woche 42 Kilometer ab. MeinMMO-Redakteurin Sophia Weiß ist ein absolut dreckiger Casual, was das Game angeht. Allerdings hat sie die perfekte Geheimwaffe, um die Aufgabe zu meistern.
Im Moment kann in Pokémon GO die befristete Herausforderung Frühlings-Marathon abgeschlossen werden. Die hat es allerdings in sich: Das Game verlangt dafür, dass man innerhalb von einer Woche ganze 42 Kilometer läuft. Das klingt für einen normalsterblichen Menschen mit einem 40-Stunden-Job, Freunden, Familie und Hobbys vermutlich nach viel zu viel.
Ich bin auch ein normalsterblicher Mensch mit einem 40-Stunden-Job, Freunden, Familie und viel zu vielen Hobbys – zum Beispiel Gym, Epoxy-Kunst und LARP. Zwischendrin möchte ich übrigens auch nochmal schlafen. Allerdings habe ich jetzt, drei Tage vor Ablauf der Herausforderung, schon 26 von 42 Kilometern auf den Schrittzähler gedreht.
Was meine Geheimwaffe ist? Nun, sie hat vier Pfoten und eine sehr feuchte Nase.
Nass-kalte Schnauzen für Pokémon-GO-Erfolge
Tatsächlich zocke ich Pokémon GO schon seit es damals in den australischen App-Stores veröffentlicht wurde. Ich konnte auf keinen Fall abwarten, bis das Game 2016 offiziell bei uns an den Start gehen würde. Allerdings bin ich ein absolut dreckiger Casual und bin nicht am Ball geblieben. Dementsprechend arbeite ich mich jetzt erst langsam auf Level 40 zu.
Seit etwa fünf Jahren mache ich aber immer wieder größere Fortschritte im Game: 2020 habe ich nämlich meinen Hund Loki adoptiert. Der Vierbeiner braucht als Labrador- und Border-Collie-Mischling ziemlich viel Auslastung. Wir sind jeden Tag bei Wind und Wetter etwa zwei Stunden unterwegs – inklusive Schnüffeln, mit anderen Hunden Toben und Training.
Und dieses Unterwegs sein ist perfekt um meine Defiziete in Pokémon GO langsam auszumerzen: Wir laufen im Schnitt an Arbeitstagen unsere sechs bis sieben Kilometer. Am Wochenende sind wir oft weiter und länger unterwegs.
Das Game trackt im Hintergrund mit. So sind auch die wöchentlichen Herausforderungen zum Eier ausbrüten ein absolutes Kinderspiel. Ich bekomme auch in fast jeder Woche die Belohnungen für über 50 gelaufene Kilometer. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie erfreut ich über eine so einfache Herausforderung wie Laufe 42 Kilometer in der Woche
bin.
Scheitere ich an Aufgabe wie Schließe 150 Feldforschungen ab
oder Fange 500 Pokémon
? Absolut! Weil ich muss mich ja darauf konzentrieren, dass mein Hund nicht aus versehen auf der Grillwiese einen Hühnerknochen erwischt.
Aber Laufen? Laufen kann ich!
Entsprechend bin ich mir sehr sicher, dass ich auch die restlichen 16 Kilometer für die Herausforderung noch auf einer Pobacke runter gehen werde. Ich poste dann ein Bild von dem Spezial-Pikachu, dass es wohl als Belohnung gibt.
Der schönste Ort der Welt vs. nass-kaltes Frühlingswetter
Sollte sich jetzt aber jeder, der einfach nicht zum 42-Kilometer-Laufen kommt, einen Hund anschaffen? Nein, tut es lieber nicht. So ein Hund ist viel Verantwortung, Tierarztkosten sind nicht günstig und ein Haustier ist mehr als nur rausgehen und laufen.
Ihr müsst eben auch darauf schauen, dass euer Vierbeiner nicht nur schnüffelt und ein gutes Benehmen an den Tag legt. Hunde sind auch so gepohlt, dass sie viel vom Boden aufsammeln, was sie nicht aufsammeln sollten. Statt auf den Handy-Bildschirm solltet ihr also gut schauen, was euer Schnauzer als nächstes spannendes fressen könnte.
Aber vielleicht könnt ihr in eurem Bekanntenkreis einen Hund ausleihen und ab und an mal Gassirunden übernehmen. Oder besagte Bekannte freuen sich über eure Gesellschaft.
Tatsächlich bin ich auch erst so aktiv, seit ich Loki habe: Menschen, die einfach los wandern und Berge besteigen faszinieren und verängstigen mich gleichzeitig. Ohne konkreten Grund und ohne Ziel… warum sollte ich nach der Arbeit oder am Wochenende meine absolut bequeme Couch verlassen? Meine Couch ist der schönste Ort der Welt, vor allem bei schlechtem Wetter – wie jetzt gerade zu den Eisheiligen.
Ich muss mich meist mit konkreten Zielen zum Laufen motivieren. Freunde besuchen, eine Almhütte am Ende des Bergsteigens, ein tolles neues Cafe zum austesten. So hole ich die Kilometer rein, auch wenn der Hund mal Zuhause bleibt. Den Hund Gassi führen? Auch ein Ziel: Ein gut ausgelasteter Hund wird Zuhause zum müden Kuschelmonster.

Ich werde dann kommende Woche berichten, ob ich die restlichen Kilometer bis zur vollen 42 noch geschafft habe oder ob mich die Faulheit erwischt hat. Vielleicht knacke ich ja auch wieder die 50-Kilometer-Marke für die größtmögliche Wochenbelohnung.
Ich wünsche euch jetzt erstmal gute Schuhe, viel Motivation und trockenes Wetter. Wenn ihr übrigens noch haltbare Schuhe sucht, habe ich in meinem Artikel zur LARP-Ausrüstung ein paar Tipps aus meinem Bekanntenkreis für Treter, die nicht bei Schlamm und Regen den Geist aufgeben: Die ultimative Packliste D&D im echten Leben – 17 Basics und alles, was sonst noch so ins Inventar gehört
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