Fortnite Mobile im Test: So spielt sich der Shooter auf dem Handy

Seit einigen Tagen können Spieler weltweit Fortnite: Battle Royale auf iOS-Geräten spielen, sofern sie eine Einladung erhalten haben. Welche Unterschiede bestehen zur Fassung auf PC, PS4 und Xbox One? Macht Fortnite auf den Touchscreens der Handys überhaupt Spaß? Wir machen den Test!

Wenn mich jemand fragen würde, was die größte Hürde zum Meistern von Fortnite: Battle Royale ist, würde ich vermutlich antworten, dass die punktgenaue Koordination zwischen Items und Baumodus ein wesentlicher Faktor des eigenen Erfolgs sind.

Wer über gute Reflexe verfügt, hat in derlei Spielen einen Vorteil. Sprechende Begriffe wie „situational awareness“ (den Blick für die Situation und die korrekte Ableitung von eigenen Handlungen, um eine knifflige Situation siegreich zu bewältigen) und „muscle memory“ (das einprägen von Mustern und Knöpfen) fallen in diesem Zusammenhang häufiger.

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Können all diese Fähigkeiten überhaupt richtig ausgespielt werden, wenn man statt seinem gewohnten Peripheriegerät auf einen Touchscreen zurückgreifen muss, der über keinerlei haptisches Feedback verfügt?

Ich habe mir Fortnite: Battle Royale genauer angesehen – das lohnt sich, denn das Spiel sieht wirklich gut aus. Getestet wurde auf einem IPhone 7 Plus.

Fortnite: Battle Royale für Smartphones – Die Grafik!

Epic verspricht nicht weniger als das exakt gleiche Spiel, wie die Spieler es von PC, PS4 und Xbox One gewohnt sind. Zumindest optisch macht Fortnite auf dem Smartphone einiges her. Ein hübscheres Mobile-Game habe ich bisher noch nicht gesehen.

Ladebildschirm, Lobby – alles sieht so aus wie auf den großen Plattformen. Natürlich kann Fortnite auf Mobilgeräten nicht mit der Grafik von PC und Co. mithalten, die Kantenglättung ist reduziert, die Details spürbar zurückgeschraubt und die Schattendarstellung minimiert.

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Das tut der grundsätzlichen Grafik-Qualität allerdings keinen Abbruch. Fortnite sieht wirklich gut aus auf Smartphones und Tablets.

Fortnite: Battle Royale für Smartphones – Die Steuerung!

Durch die Gegend laufen, sich umsehen, Items aufheben, Waffen abfeuern und nachladen, Bauteile setzen und bearbeiten sowie Ressourcen managen – kann all das überhaupt mit einem Touchscreen funktionieren?

Meine Vorfreude erlebt einen ersten Dämpfer, nachdem ich das erste Spiel gestartet habe. Zum Herumlaufen muss man lediglich den Finger über den Bildschirmrand unten links gleiten lassen, einmaliges Tippen aktiviert den Auto-Run-Modus.

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Das Umsehen passiert auf der rechten Seite – soweit, so intuitiv. Leider hat ein bestimmter Trottel in seiner Jugend gelernt, mit invertierter Y-Achse zu spielen (kleiner Spoiler: das war ich) und kriegt die Steuerung ohne Invertierung nicht mehr gebacken.

„Kein Problem“, dachte ich – nur um dann festzustellen, dass es eine solche Invertierungs-Option in der Steuerung gar nicht gibt. Nun befindet sich Fortnite: Battle Royale auf Mobilgeräten natürlich noch in einem frühen Stadium, war dadurch aber nahezu unspielbar für mich geworden.

Versucht habe ich es natürlich trotzdem. Die Steuerung ist intuitiv, zumindest solange man nicht in einem Kampf verwickelt ist und darüber hinaus auch noch bauen möchte. Denn dann wird es hektisch. Speziell Anfänger dürften sich mit dem Steuerungskonzept schwer tun.

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Im Kampfgeschehen offenbaren sich darüber hinaus die Schwächen der Touchscreen-Steuerung. Echtes Multitasking ist nicht möglich. So kann man sich nicht gleichzeitig umsehen und auf einen Gegner schießen, ohne seine Finger komplett zu verkrampfen.

Unter Berücksichtigung der natürlichen Einschränkungen eines Touchscreens ist die Steuerung mit etwas Übung durchaus zu erlernen, spektakuläre Spielsituationen wie auf dem PC oder den Konsolen sind mit dem Touchscreen allerdings ungleich schwieriger zu bewerkstelligen.

Wer mit dem Touchscreen nicht klar kommt, muss warten, bis Epic die Controller-Unterstützung per Patch nachreicht.

Fortnite: Battle Royale für Handys – Die Performance!

Das Spiel lief in den meisten Situationen sehr flüssig, auch wenn ich häufiger mit Lags zu kämpfen hatte. Eines ist klar: Wer nicht durchgehend eine absolut stabile WLAN- oder LTE-Verbindung hat, wird wenig Spaß an dem Spiel haben.

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Für den Berufspendler, der auf der Strecke mit Funklöchern zu kämpfen hat, ist dieses Spiel nicht ausgelegt. Abgesehen von verbindungstechnischen Einschränkungen lief das Spiel bei mir jedoch erstaunlich sauber.

Auch knabbert Fortnite nicht so stark am Datenvolumen, wie ich befürchtet habe. Pro Runde verbraucht Ihr je nach Dauer ca. 7 MB im LTE-Netz, was ein akzeptabler Wert ist. Bezogen auf die Performance und die Effizienz hat Epic einen durchaus guten Job gemacht.

Dafür langt Fortnite: Battle Royale vor allem beim Akku ordentlich hin. Ganze 15% hat mich eine komplette Runde gekostet. Zugegeben, mein Akku ist schon etwas betagt – wer viel unterwegs ist, sollte dennoch die Anschaffung einer Power Bank in Erwägung ziehen.

Fortnite Mobile: Läuft gut, aber die Steuerung …

Fortnite: Battle Royale sieht wirklich gut aus auf Mobilgeräten. Das Spiel läuft bis auf wenige Ausnahmen flüssig und rund. Doch ein solches Spielprinzip steht und fällt mit der Steuerung. Dass Epic zum Start keine Kamera-Invertierung anbietet, ist verschmerzbar.

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In hektischen Situationen jedoch lassen sich mit der Touchscreen-Steuerung längst nicht so spektakuläre Resultate erzielen, wie mit Maus und Tastatur oder einem Controller. Wer jedoch die Zeit investiert und sich mit der Steuerung vertraut macht, wird auch unterwegs mit Fortnite seine Freude haben.

Für alle anderen heißt es warten, bis Epic den Controller-Support sowie ausgefeiltere Einstellungsmöglichkeiten nachliefert.

Wie findet Ihr die Mobile-Portierung von Fortnite: Battle Royale?

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