WoW-Streamer sagt: Final Fantasy XIV ist für mich wie Therapie – Und sie funktioniert

Immer mehr bekannte WoW-Gesichter wechseln zum MMORPG Final Fantasy XIV oder schauen es sich wenigstens kurz an. Dabei kommen viele neue und spannende Meinungen über das Game ans Tageslicht. Der Streamer Pyromancer sagt sogar, das Spiel sei wie Therapie für ihn.

Wer ist Pyromancer? Pyromancer ist ein 25-jähriger Twitch-Streamer, der vor allem durch das MMORPG World of Warcraft bekannt wurde. Er hat auf Twitch derzeit 67.000 Follower und erreicht durchschnittlich 3.110 Zuschauer gleichzeitig (via sullygnome).

Er ist seit 2015 auf Twitch aktiv und erlangte ursprünglich Bekanntheit durch das MMORPG World of Warcraft, über das er sich aber zunehmend aufregte. Seit einiger Zeit ist Pyromancer nun in Final Fantasy XIV aktiv und fühlt sich dort sehr wohl.

Woher kommen die Aussagen? Am 09. November hat der Streamer selbst ein Video auf YouTube veröffentlicht, in dem er darüber redet, welche positiven Aspekte FFXIV auf ihn und sein Leben hat.

Eigentlich ging es um die Verschiebung der Erweiterung Endwalker und darum, die Frage zu beantworten, ob er selbst Endwalker zum Release spielen würde. Das beantwortete er mit Nein und erklärte, warum nicht. 

Aus dieser Erklärung wurde eine aufrichtige Liebeserklärung an Final Fantasy XIV, auch wenn es hier und da seine Schwächen hat.

“Es ist verrückt, aber es eine Art von Therapie für mich”

Was sagt er im Video? Pyromancer erklärt, dass er Endwalker nicht zu Release spielen möchte und vielleicht auch gar nicht kann. Er befindet sich derzeit noch in der Geschichte von Stormblood und auch wenn er sich anstrengen würde, wäre es ihm vielleicht nicht möglich, rechtzeitig zu Endwalker zu gelangen, sagt er.

Danach geht er auf die emotionale Seite der Verschiebung und generell des MMORPGs ein und erklärt, dass ihm FFXIV Vertrauen schenkt, was er vorher verloren hatte.

Hier könnt ihr das Video selbst sehen:

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Wie wirkt sich das Spiel auf ihn aus? Pyromancer erklärt im Video, dass er eigentlich kein zorniger Mensch sei, aber dazu neige, ab und zu die Kontrolle über seine Wut zu verlieren bei gewissen Themen.

Final Fantasy XIV würde ihm dabei helfen, diese Kontrolle zurückzuerlangen. Er ist begeistert davon, was das Spiel in ihm auslöst.

Durch Final Fantasy XIV fühle ich mich besser mit mir selbst, es hilft mir, meinen Zorn besser zu kontrollieren. Es ist verrückt, wirklich. Es ist eine Art von Therapie für mich. […] Das Game bringt mir tatsächlich bei, meine Wut zu kontrollieren. Es hilft mir dabei, nicht so hart zu mir selbst zu sein, wenn ich Fehler mache. […] Das Spiel ist wirklich eine Therapie und sie funktioniert, wirklich gut.

Pyromancer im Video

Er wirkt regelrecht erleichtert im Video, als er diese Zeilen über Final Fantasy XIV vorträgt. Es sei allen Spielern und Zuschauern zu empfehlen, noch einmal bei FFXIV vorbeizuschauen, wenn sie das Gefühl hätten, er sein ein zorniger Mensch, denn das sei er nicht, sagt Pyromancer weiter.

Die Geschichte und die Erzählungen in FFXIV helfen ihm dabei, besser mit sich selbst zurechtzukommen. Er scheint regelrecht begeistert zu sein, während er davon erzählt. Es überrascht ihn selbst, dass ein Game so eine Wirkung auf ihn hätte.

Doch die Entwickler stellen nicht nur die mentale Gesundheit der Spieler in den Fokus, wie Pyromancer findet:

„Man sieht sofort, dass sie [Square Enix] sich um die Spieler sorgen. Das Selbstbild der Spieler, die mentale Gesundheit der Spieler und die Zeit der Spieler, stehen für die Entwickler an hoher Stelle.“

Was er über die Entwickler sagt: Diese enorme Wirkung erreiche Final Fantasy XIV nur, weil die Entwickler das Game ebenso sehr lieben, wie die Spieler selbst. Pyromancer ist überzeugt davon, dass Square Enix und vor allem Yoshi-P, einer der leitenden Entwickler des Games, nur das Beste für FFXIV und für Endwalker wollen.

Dieses Gefühl ist für ihn, also WoW-Spieler, völlig neu. Warum das so ist, führt er weiter aus:

Ich bin ein neuerer Spieler, nur um das vorher zu klären. Aber ich kann euch sagen, dass ich sehr großes Vertrauen in Square Enix und Yoshi-P habe. Ich habe Vertrauen und Sicherheit, dass sie das [Endwalker] in einer Art und Weise ausführen, welche die beste für Spieler ist. Und das ist fast gruselig für mich, denn World of Warcraft und Blizzard haben mein Vertrauen in Entwickler völlig zerstört.

Pyromancer im Video

Anschließend geht er noch genauer auf die Verschiebung von Endwalker ein, die er selbst sehr befürwortet. Er bedauert aber alle Spieler, die sich extra dafür Urlaub genommen haben.

Er habe andere Gefühle bei der Verschiebung von Square Enix, als das bei seinem “alten”-MMORPG World of Warcraft der Fall war, weil die Entwickler bei Square ihr Spiel wirklich lieben:

Wenn Blizzard diese Erweiterung machen würde, würde ich Quatsch erzählen und mich darüber lustig machen. Weil wir in der Vergangenheit erlebt haben, wie wenig Früchte eine Verschiebung bei Blizzard trägt. […] Ihr habt alle gesehen, wie enttäuscht Yoshi darüber war, Endwalker verschieben zu müssen. Er liebt das Spiel, er liebt die Community. Nach A Realm Reborn, Heavensward und Stormblood kann ich wirklich fühlen, wie viel Liebe sie in FFXIV stecken.

Pyromancer im Video

“Der ganze Start von Stormblood war enorm frustrierend”

Was sind seine Probleme mit FFXIV? Auch wenn der ganze Tenor des Videos ein sehr positiver ist, ist FFXIV nicht perfekt. Gerade die Erweiterung Stormblood machte Pyromancer zu Anfang sehr zu schaffen.

Er beschwerte sich darüber, dass die Charaktere in Stormblood zu Anfang sehr blass wirken und erst später echte Charakterzüge bekommen und spannend werden. Das macht das Addon oder Spiel nicht schlecht, aber an einigen Punkten unnötig langwierig.

„Stormblood ist soweit solide. Es ist unglaublich schwer an Heavensward anzuknüpfen, das wissen wir alle. Aber im direkten Vergleich sind wir von 100 bei Heavensward ungefähr zu 30 bei Stormblood gerutscht, was die Geschwindigkeit der Story angeht. Sie [die Story] startet wirklich lahm, wenn ich ehrlich sein soll. Der ganze Start von Stormblood war enorm frustrierend.“

Er betont allerdings, dass dieser Anfang durch das Fortschreiten in Stormblood immer besser wird und es wohl einfach daran läge, dass Heavensward mit so viel Energie endete, dass Stormblood dort kaum anknüpfen könne.

Was haltet ihr davon? Teilt ihr die Ansichten von Pyromancer und könnt ihr nicht ganz unterschreiben, was der Streamer sagt? Habt ihr vielleicht auch das Gefühl, FFXIV könnte eine Art Therapie für euch sein? Schreibt uns gern einen Kommentar hier bei MeinMMO.

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Kekladin

Habe FF XIV auch angefangen und es bis zum Ende der Heavensward Kampagne geschafft. Sehr tolles Spiel, mir hat auch die Grundkampagne sehr viel Spaß gemacht.

Holt mich inzwischen deutlich mehr ab als WoW. Mit Shadowlands habe ich schon lange aufgehört.

Aktuell pausiere ich etwas, werde aber bald mit Stormblood wieder einsteigen. Lasse mich vom baldigen Release von Endwalker jetzt nicht stressen, das ist nächstes Jahr auch noch da 🙂

Zuletzt bearbeitet vor 19 Tagen von Kekladin
Winter

Das sehe ich ähnlich. Spiele aktuell schön langsam meinen Astrologen hoch, dekoriere unser Gildenhaus oder gehe Styles sammeln für meine kleine Hasendame C:
Ansonsten vertreibe ich mir auch die Zeit gerne mal ein bisschen im Gold-Saucer, einfach weil es Spaß macht! Nicht weil ich es muss. Und dieses Gefühl gibt mir WoW schon lange nicht mehr… leider. WoW hatte immer einen ganz speziellen Platz in meinem Herzen aus verschiedenen Gründen – viele davon sentimental möchte man fast sagen. Aber ich habe aufgehört, weil ich mit Shadowlands merkte, dass es nicht mehr das Spiel ist, was ich mal geliebt habe. Das tut mir einerseits weh, andererseits muss man auch loslassen.
Auf Endwalker freue ich mich allerdings nicht nur wegen den neuen Raids/Dungeons und Story, sondern auch dem was sonst noch kommt. Crops, neue Frisuren, neue Rasse, neue Stylegegenstände etc. All das drumrum, macht mir noch mehr Freude als sowieso schon. 🙂

Gwyndolin

Kein Wunder dass es Leuten besser geht wenn sie endlich mal was tatsächlich gutes spielen statt dem ganzen Tag einer Routine nachzugehen die nur noch da ist weil sie es gewohnt sind

Winter

Ich habe beide Spiele intensiv gespielt. Beide haben ihre Stärken und ihre Schwächen. WoW bzw. Blizzard hat aktuell viel an Boden verloren, zurecht! Als normalo Spieler scheint man in WoW nicht mehr willkommen zu sein weil die Hauptaspekte des Spiels mehr und mehr an Esports anmuten, denn an das was WoW mal war. Blizzard hat sich ausserdem viel Vertrauen der Spieler selbst zerstört mit ihrer immer undurchsichtigeren Entwicklungspolitik…
FFXIV fängt nun eben all jene (aktuell auch mich wieder) auf die im WoW-Hamsterrad keine Freude mehr finden und mehr drumrum als nur Progressgerushe wollen. FFXIV bietet halt viel von der simplen Heimeligkeit die WoW früher mal hatte.

Klaphood

Bin mal gespannt, was aus dieser Erzählung der ganzen Leute so wird. Immer dieses Extreme… “Von WoW zu FFXIV, jetzt ist mein Leben perfekt!” Spätestens beim 5. mal ist das auch nur noch unkreativ.

Irina Moritz

Ich denke, es is weniger “dank FFXIV ist alles perfekt” und mehr “Ich war früher massiv frustriert und bin es nicht mehr”. Für viele Leute war WoW über sehr viele Jahre hinweg quasi ein fester Bestandteil ihres Lebens. Viele sind damit aufgewachsen, haben dort Freunde kennengelernt, etc. Content Creator haben damit oft ihren Lebensunterhalt verdient. Ich kann schon nachvollziehen, warum die Abspaltung davon hart getroffen hat.

Ich bin aber gespannt, ob und wann die “Flitterwochen” mit XIV vorbei sein werden.

Zuletzt bearbeitet vor 21 Tagen von Irina Moritz
Chafaris

Ich bin aber gespannt, ob und wann die “Flitterwochen” mit XIV vorbei sein werden.”

Da hast du Recht. FFXIV ist wirklich ein traumhaft schönes MMORPG im klassischen Stil, aber eben auch Altbekanntes. Irgendwann wird die rosa rote Brille fallen und man sucht sich den nächsten Strohhalm

NahYou

Der sollte vlt. eine echte Therapie machen.

Durch Final Fantasy XIV fühle ich mich besser mit mir selbst, es hilft mir, meinen Zorn besser zu kontrollieren.

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