In den USA steht man vor einem gesellschaftlichen Dilemma: Während die Mehrheit KI verwendet oder nutzen möchte, will keiner neben einem Rechenzentrum leben. Aber ohne Rechenzentrum gibt es keine KI. Eine echte Lösung ist dafür nicht in Sicht.
Künstliche Intelligenz nutzen mittlerweile viele Menschen im Alltag. Laut einer Umfrage unter 30.000 Personen von Morning Consult, nutzt jede zweite Person künstliche Intelligenz im Alltag.
KI setzt aber große Rechenzentren voraus, wo die Berechnungen durchgeführt werden können. Aber so ein Rechenzentrum will keiner vor der eigenen Haustür stehen haben. Das berichtet unter anderem Business Insider und eine Gallup-Umfrage unter 1.000 befragten Erwachsenen: Über 70 % der befragten Personen lehnen Rechenzentren vor der eigenen Haustür ab.
Ängste und materielle Sorgen rund um die neuen Rechenzentren
Warum ist die Ablehnung so groß? Die Ablehnung gegenüber solchen Rechenzentren setzt sich aus mehreren verschiedenen Aspekten zusammen.
- Rechenzentren verbrauchen enorme Mengen an Strom und Wasser. Viele Menschen haben Angst, dass die Kosten lokal dafür steigen oder es zu einer Wasserknappheit kommen könnte. In einigen Regionen führen die zusätzlichen Lasten durch Rechenzentren bereits zu spürbaren Erhöhungen der Strompreise für Haushalte (via latitudemedia.com).
- Lärm, Flächenverbrauch und Eingriffe in die ländliche Landschaft werden als störend empfunden (via usatoday.com).
- Zwar entstehen viele Baujobs, aber die Zahl der dauerhaften Arbeitsplätze vor Ort ist oft gering und gleicht für viele Menschen oft nicht die Nachteile aus.
Grundsätzlich zeigen diese Zahlen, dass die KI-Begeisterung der Bevölkerung nicht mit der Akzeptanz der dafür nötigen Infrastruktur einhergeht. KI im Alltag verwenden, ja, aber bitte kein Rechenzentrum vor der eigenen Haustür. Zumindest sehen das viele befragte Menschen so.
Weniger arbeiten dank KI? Viele Tech-Firmen werben damit, aber in der Realität sieht es wohl anders aus. Eine Studie verweist darauf, dass der Einsatz von KI nicht weniger Arbeit, sondern am Ende mehr Arbeit bedeuten könne: Künstliche Intelligenz bedeutet in vielen Fällen nicht einfach weniger Arbeitszeit, sondern eine Verdichtung und Veränderung der Aufgaben: Tech-Firmen sagen, KI bedeute weniger Arbeit, aber Mitarbeiter geben an, bis zu 90 Stunden pro Woche arbeiten zu müssen
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