Fallout 76: Die Oberschicht kämpft nun gegen das Fußvolk ohne Bezahl-Abo

Nach der Einführung des Fallout-1st-Abos für Fallout 76 kamen Berichte rund um einen „Klassenkampf“ zwischen Abonnenten und Nicht-Abonnenten auf. Diesen gab es so zwar nicht wirklich, doch eine Gilde führt ihn jetzt als eine Art Rollenspiel ein.

Was war die Ausgangslage? Die Einführung des Fallout-1st-Abos hat zu heftiger Kritik aus der Fallout-76-Community geführt. Dies wurde dann in den Medien etwas aufgebauscht und so dargestellt, als würde ein „Klassenkampf“ zwischen Abonnenten und Nicht-Abonnenten ausbrechen, bei dem diejenigen ohne Abo Jagd im Spiel auf die Abonnenten machen würden.

Ganz so war es nicht. Während es natürlich zu ein paar Streitigkeiten kam, hielten sie sich in einem normalen Rahmen. Es hab keinen echten „Klassenkampf“.

Fallout 76 Fallout 1st Überlebenszelt 1

Eine Satire-Gilde im Aufwind

Was entstand daraus? Laut Fallout-76-Spieler VectorZarak gab es schon ein paar Anfeindungen von Nicht-Abonnenten gegen diejenigen, die ein Fallout-1st-Abo besitzen, welches unter anderem private Welten einführte. Dies nahm er zum Anlass, um aus Spaß die Gilde Apocalyptic Aristocracy zu gründen, welches dieses Thema im Spiel aufgreifen wollte.

Was macht die Apocalyptic Aristocracy? Die Gilde versteht sich als Satire rund um diesen aufgebauschten „Klassenkampf“ in Fallout 76. Die Mitglieder tragen die feinsten Anzüge im Spiel und sie spielen eine Art elitäre Gruppe, die sich als etwas Besseres gegenüber dem Nicht-Abo-Pöbel versteht und ihm den Kampf ansagt.

Das ist aber nicht ernst gemeint. Man hat diesen aufgebauschten „Klassenkampf“ genommen und überträgt ihn in ein satirisches Ingame-Rollenspiel.

Wie erfolgreich ist die Gilde? Das Konzept zieht derzeit viele Abonnenten an. Sie finden die Idee witzig. Laut VectorZarak meldeten sich innerhalb von zwei Tagen rund 100 Spieler an. Inzwischen ist die Anzahl der Mitglieder auf über 330 angewachsen. Alle besitzen ein Fallout-1st-Abo, was zeigt, dass dieser Service durchaus Kunden findet.

Spaß oder doch Ernst?

Ist das alles nur Spaß? Man könnte bei den Memes und Aussagen der Gildenmitglieder durchaus den Eindruck bekommen, dass es sich nicht um Spaß handelt.

  • Da heißt es etwa vom Spieler Terry Mollinet: „Ich bin beigetreten, weil ich als Abonnent besser als alle anderen bin!“
  • Donald Meeks erklärt scherzhaft: „Wir sind schlicht edler und reicher als das gemeine Gesindel! Warum sollte man sich auf einem öffentlichen Server besudeln, wenn man legendäre Items für sich selbst horten und sie für einen gewaltigen Gewinn an die weniger Glücklichen verkaufen kann?“

Die Mitglieder beteuern aber, dass sie dies nicht ernst meinen. Es gehört zum Rollenspiel dazu. Ja, es ist ein Stück weit auch Provokation aber es ist nicht böse gemeint. Einige treten auch nicht bei, weil sie die Elite spielen wollen, sondern um zu zeigen, dass sie als Abonnenten Fallout 76 unterstützen wollen, weil sie das Spiel gerne spielen.

„Wir wissen, dass Fallout 76 nicht perfekt ist, aber Entwickler arbeiten nicht kostenlos. Deshalb tun wir alles, um die Verbesserung und Erweiterung des Spiels zu finanzieren“, meint Apocalyptic-Aristocracy-Gründer VectorZarak.

Fallout 76: Warum der Abo-Shitstorm jetzt größer als das Spiel ist
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Quelle(n): PolygonReddit
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