Ich habe Exodus gespielt und weiß jetzt, wie viel Mass Effect tatsächlich darin steckt 

Exodus Titel title

Der kommende Teil von Mass Effect scheint in weiter Ferne, weshalb Exodus mit seinem Gameplay genau in die Kerbe schlägt, auf die Fans des Sci-Fi-Abenteuers lange warten. MeinMMO-Redakteurin Jasmin konnte für rund eine Stunde in eine Mission reinschauen.

Leider habe ich die Anfänge von Mass Effect gänzlich verpasst. Zunächst bin ich mit Mass Effect Andromeda eingestiegen, das durch seine schwache Story und fehlenden Gesichtsanimationen in der Kritik stand. Doch dank der aufbereiteten Trilogie des Originals kam ich, wenn auch etwas später, in die Welt von Commander Shepard und seiner Truppe.

Seitdem bin ich voll von seinen Abenteuern begeistert und habe mich eigentlich dem kommenden Teil entgegengesehnt. Durch die lange Funkstille bin ich allerdings pessimistisch, was einen baldigen Release angeht.

Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich von Exodus hörte. Hier sitzen nämlich Veteranen von BioWare zusammen, die an den Teilen von Mass Effect mitentwickelt haben. Umso gespannter war ich, zu sehen, wie viel DNA von Commander Shepard und seiner Truppe in Exodus steckt. Dazu zählen für mich:

  • Spannende NPCs und interessante Völker
  • Begleiter mit großer Charaktertiefe und romantischen Beziehungen
  • Weitreichende Entscheidungen, die sich auf den Verlauf des Spiels auswirken
  • Abwechslungsreiche Kämpfe, die die Story-Abschnitte auflockern

Nach diesen Aspekten habe ich die einstündige Gameplay-Demo von Exodus gespielt und geschaut, wie viel Mass Effect da drinsteckt. So viel kann ich schon mal sagen: eine ganze Menge!

Video starten
Das neue SciFi-Action-RPG EXODUS im Trailer

Mein Leben für ein ganzes Frosch-Volk

In der einstündigen Mission musste ich mich auf ein Raumschiff begeben, auf dem ein Frosch-Volk seine Heimat gefunden hat. Sie gehören nämlich, genau wie der bereits bekannte Oktopus aus dem früheren Trailer, zu den erwachten Tieren, die mit den Menschen kommunizieren können.

Direkt zu Beginn bin ich einem süßen Frosch begegnet, der in einem Wassertank schwamm. Er hörte so laut Heavy Metal, dass ich ihn bitten musste, die Musik leiser zu drehen. Im Laufe der darauffolgenden Mission kam es immer wieder zu Kämpfen und ich habe in einer Nebenmission eine gigantische Kröte befreit, die etwas frecher mit mir gesprochen hatte als der süße kleine Frosch – aber das sei ihr verziehen. Zum Schluss traf ich dann noch so etwas wie einen Anführer des Frosch-Volkes.

Insgesamt konnte ich drei unterschiedliche Frösche in der Mission sehen. Jeder von ihnen hatte seine eigene Persönlichkeit, weshalb ich mich auch noch genau an jeden Einzelnen erinnern kann. Auf meine Frage, ob es noch viele weitere solcher Völker gibt, antworteten die Entwickler mit einem Ja. Allerdings wollten sie nicht verraten, welche Tiere es genau geben wird.

So süß ich die Frösche auch finde und alles für sie geben würde, so sehr habe ich fremdartige Alien-Völker in der Demo vermisst. Die Entwickler von Exodus haben bereits bestätigt, dass sämtliche Völker irdischer Herkunft sind. Sollten so kreative Aliens wie in Mass Effect tatsächlich fehlen, müssen die dafür enthaltenen Charaktere richtig reinhauen, um ein spannendes Setting im Weltall zu kreieren.

Gerade bei Mass Effect habe ich es geliebt, auf die unterschiedlichsten Völker und ihre Eigenheiten zu treffen. In Exodus wird mir das ein wenig fehlen, sollte es kaum kuriose Außerirdische geben – doch die lustigen Tierwesen trösten mich ein wenig darüber hinweg.

Entscheidungen haben einen immensen Stellenwert

Zum Schluss der Gameplay-Demo gab es noch einen fulminanten Endkampf, bei dem ich am Ende sogar eine Entscheidung treffen musste, die sich auf das Frosch-Volk auswirkt. Und genau daran merkt man, dass etwas von Mass Effect in Exodus steckt.

In Mass Effect gab es nämlich heftige Konsequenzen, je nachdem, welche Entscheidung man traf. So konnte man eine ganze Spezies auslöschen oder sich sogar seine treuen Verbündeten zum Feind machen. 

Die Entscheidung in Exodus, die das Schicksal der Frösche entschied, hat mich daran erinnert. Ich hoffe, dass es noch weitere solcher heftigen Konsequenzen gibt, mit denen Spieler leben müssen – auch, wenn es dabei kein „Richtig” oder „Falsch“ gibt.

Doch auch schon vorher hatte ich das Gefühl, dass jede noch so kleine Dialogentscheidung von mir Auswirkungen auf meine Crew haben könnte. Als ich beispielsweise den Frosch bat, die Musik leiser zu machen, gefiel das meinem Begleiter. Auf diese Weise hat man immer das Gefühl, seine Entscheidung sorgfältig treffen zu müssen.

Einen Aspekt, den ich in der Demo leider nicht sehen konnte, ist das Beziehungssystem. In Mass Effect waren die Begleiter ein wichtiger Teil der Story und haben zum Charme des Spiels beigetragen. In der einstündigen Mission konnte ich leider nicht viel von meinen Begleitern sehen – doch die Mini-Entscheidungen zu ihren persönlichen Präferenzen geben mir Hoffnung auf ein intensives Beziehungssystem.

Wuchtige Wummen und großartige Granaten

Um mir meinen Weg zu den einzelnen Fröschen zu bahnen, gab es mehrere Kämpfe zu bestreiten. Dabei konnte ich aus vier Waffen auf einem Waffenrad wählen, die von einem Scharfschützengewehr bis hin zu einem Salven-Sturmgewehr reichten.

Es gab aber auch Granaten und andere, besondere Fähigkeiten, mit denen ich beispielsweise Feinde mit einer Bodenwelle treffen oder Gegner mit einem Lockmodul fortbewegen konnte. Gerade am Anfang war ich etwas überfordert mit der Auswahl, weil es so viele Möglichkeiten gab, die ich im Kampf auswählen konnte.

Hinzu kommt, dass ich nach einer Cooldown-Zeit die Fähigkeiten meiner Begleiter einsetzen konnte. Davon jeweils zwei Stück pro Charakter. Dazu zählten beispielsweise ein Granatenhagel oder ein Angriff aus dem Hinterhalt. Ich bin ehrlich: Ich habe die Knöpfe einfach gespammt, sobald ich das akustische Signal meiner Begleiter gehört habe, dass sie bereit sind.

Die Entwickler versicherten mir jedoch, dass sie diese Waffenauswahl extra für die Demo bereitstellten, damit jeder Tester sich im Kampf austoben kann. Im Spiel erarbeitet man sich nach und nach die einzelnen Waffen, sodass man nicht direkt zu Beginn überfordert ist.

In den Kämpfen kam es aber nicht nur auf die Offensive, sondern auch auf die Defensive an. Wie in Mass Effect war es wichtig, ständig Schutz zu suchen. Ab und an gab es Gegner, die mich mit Raketen aus der Deckung zwangen. Doch so blieb der Kampf die ganze Zeit über dynamisch.

So viel DNA von Mass Effect steckt in Exodus

Alles in allem wird ein Großteil der Anforderungen erfüllt, die ich als Fan von Mass Effect an Exodus habe. Die Charaktere wirken tiefgründig, die Entscheidungen wichtig und die Kämpfe haben mir unheimlich Spaß gemacht.

Das Spiel soll auf jeden Fall seine eigene Identität entwickeln und nicht einfach nur wie ein Klon von Mass Effect wirken, weshalb ich ganz happy bin, dass es einige Unterschiede gibt. Hinzu kommt, dass die Demo einfach nur bombastisch aussah – was ich allerdings noch nicht zu hoch gewichten will, da es sich dabei eben um eine eigens für die Presse vorbereitete Demo handelte.

Die DNA von Mass Effect war während der einstündigen Gameplay-Demo an vielen Ecken zu spüren. Deshalb freue ich mich immens auf den Release am 7. April 2027!

Was muss Exodus für euch von Mass Effect adaptieren, damit es sich wie die Original-Trilogie anfühlt? Oder ist es euch gar nicht so wichtig, dass sich Exodus wie Mass Effect anfühlt? Schreibt es gerne in die Kommentare!

Ein weiteres Sci-Fi-Spiel, auf das sich Fans freuen können, ist The Expanse: Osiris Reborn. Hier hatte unsere Chefredakteurin Leya ein ausführliches Interview mit den Entwicklern. Wenn ihr euch für die Physik hinter Spielen im Weltall interessiert, solltet ihr den folgenden Artikel nicht verpassen: „Du kannst versuchen, ein politisches Wiesel zu sein“ – Wir tauchen im Interview tief in die Lore zu The Expanse: Osiris Reborn mit dem Game Director ein

Kommentare

Bitte lies unsere Kommentarregeln, bevor du kommentierst.
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Kommentare
Neueste
Älteste Meisten Abstimmungen
0
Sag uns Deine Meinungx