ESO hat Problem mit den wichtigen Gildenhändlern – Darum ist das so heikel

Beim MMORPG The Elder Scrolls Online kam es am Sonntag, dem 31. Mai, zu einem Problem mit den Gildenhändlern. Das ist heikel, denn das kann direkte Auswirkungen auf die Wirtschaft des MMORPGs haben. Beim letzten Mal kam es zum „Black Sunday“, zum Wirtschafts-Crash. Der Community-Manager beruhigt aber: So schlimm wie beim 1. Mal sei es im Mai 2020 nicht.

Das sind die Gildenhändler in ESO: Bei The Elder Scrolls Online gibt es kein Auktionshaus wie bei World of Warcraft oder vergleichbaren MMORPGs. Stattdessen gibt es die NPCs „Gildenhändler“, die jeweils für eine Woche angeheuert werden können, um Waren der Gildenmitglieder an einem Ort feilzubieten.

Für diese Gildenhändler werden am Sonntag jeder Woche Gold-Gebote in Vorkasse abgegeben. Wer am meisten bietet, mietet den Gildenhändler für eine Woche, die unterlegenen Gilden bekommen ihr Geld zurück. Wenn der Gildenhändler an einer besonders gut frequentierten Stelle in der Spielwelt steht, gilt er als „wertvoll“ und kann hohe Gebote einsacken.

Das ist das Problem: Wie ein Spieler im ESO Forum erklärt, ist bei der Händler-Auktion am 30. Mai auf dem Mega-Server des PCs in Europa etwas schiefgegangen. Gilden gewannen die Auktion zwar, bekamen aber nicht den Händler zugesprochen, sondern den bekam eine andere Gilde.

Die Stimmung kochte schnell hoch, denn ein ähnlicher Bug hatte 2019 für große Probleme gesorgt.

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Am Sonntag war bei einigen Händlern in ESO die Stimmung etwas gestresst.

Lag bei Gildenhändler löste 2019 Wirtschafts-Krise aus

Das macht das so heikel: Letzten Sommer gab es ein solches Gildenhändler-Problem in ESO schon einmal. Das wurde als „Black Sunday“ bekannt. Damals war ESO stark überlaufen und das führte zu Serverproblemen. Am Sonntag, dem 18. August 2019, kochte das Problem dann über und führte zu einem gravierenden Lag bei dem Händler-Wechsel.

Durch den Lag und einen damit zusammenhängenden Fehler ist Gold entstanden, das Spielern zurückerstattet wurde, das die vorher aber gar nicht ausgegeben hatten. Das führte zu einer Art Inflation, denn durch das „gedupte“ Gold waren Items nun weniger wert.

Damals musste Zenimax umständlich das Gold wieder den Leuten abknüpfen und aus dem Spiel nehmen.

Als es jetzt am Sonntag wieder zu Problemen mit den Gildenhändlern kam, nahmen Spieler an, dass es auch diesmal wieder zu so einem großen Problem kommt.

Das hat einige Spieler im Forum aufgeregt, denn das gravierende Problem sollte eigentlich gelöst sein. Zudem hat ESO die große Performance-Offensive gestartet, um solche Fehler zu verringern.

ESO: Das sagt uns Zenimax zum großen Gold-Bug vom Sonntag im MMORPG

Nicht so gravierend wie 2019, aber ärgerlich – Fix kommt

Das sagt Zenimax: Der deutsche Community-Manager Kai Schober hat im Forum das Problem erklärt. Er sagt, zwischen dem Ende der Auktion und der Übernahme der Händler lagen etwa 20 Minuten. In der Zeit konnten Gilden die Händler für einen geringen Betrag übernehmen.

Zenimax weiß aber, welche Gilden die Auktion eigentlich gewonnen haben und für welche Summe. Das wird man nun richtig stellen. Die Korrektur wird offenbar während der ESO-Wartung am Mittwoch geschehen. Am 3. Juni wird der PC-Mega-Server zwishen 10 und 14 Uhr offline genommen.

Schober stellt klar: Das war nicht derselbe Fehler wie im August 2019. Und es wurden diesmal nicht „fehlerhafte Millionebeträge ins Spiel gepumpt“, daher sei die Auswirkung auf Handel und Wirtschaft „deutlich geringer.“

Der alte Fehler sei gefixt und könne nicht mehr auftreten, auch gegen den neuen Fehler werde man einen Schutz implementieren.

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Im Moment steht bei ESO alles unterm Zeichen von Greymoor.

The Elder Scrolls Online hat jetzt im Mai 2020 wieder einen Ansturm der Spieler zu verkraften. Die Erweiterung Greymoor ist ein Höhepunkt im Spielesommer 2020.

MeinMMO-Autor Jürgen Horn findet vor allem die neuen Gramstürme richtig cool.

Quelle(n): ESO Forum Deutsch
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Endorscape
1 Monat zuvor

Das größere Problem ist hier nicht eine Millardenausschüttung an Gold (ist eher ein Bug des Bugs grin ) sondern der entgangene Umsatz und die Marktbeeinflussung des Bugs/Fehlers. Die Gilden die einen Händler ersteigern konnten, konnten für die letzten Tage eben keinen alternativen Gildenhändler anstellen. Somit ist deren Umsatz nur auf Geschäfte innerhalb der Gilde möglich (z.B. ~5Mio Gold bei ca. 97% In-Gilden-Handel). Damit erleiden diese Gilden gerade einen mehrstelligen Millionenverlust. Dafür konnten Gilden die nicht am Auktionsverfahren partizipiert haben oder nicht gewonnen haben, einen Gildenladen für 10k anheuern (nicht nur in den angesprochenen 20 Minuten – ging nach Tagen noch), was wiederum der Konkurenz der blockierten Handelsgilden in die Karten spielt. Somit konnte mit geringen Kosten ein mehrstelliger Milliongewinn erzielt werden. Für mich ist in diesem Fall interessant, wie so eine wirtschaftliche Beeinflußung „gepatcht“ werden soll. Von fünf meiner Handelsgilden haben zwei vollständig ihre Tätigkeit eingestellt und mit Eso aufgehört. Eine sehr traurige Entwicklung und ich hoffe, dass hier zukünftig mehr Kapa in Tests vor dem Rollout investiert wird. Jetzt kann man sicher argumentieren, es ist ein Spiel, was regt man sich da so auf, aber hier sollte man auch in Betracht ziehen, dass Handelsgilden aus ~500 Teilnehmern bestehen und die Gildenleitung teilweise stundenlang die Organisation der Gilde vorantreibt und wenn man solche Rückschläge bekommt, entsprechend die Motivation verliert.

Rasakka
1 Monat zuvor

Aufgehört? Frustrierend ok, aber wer so einen drastischen Schritt geht.. unverständlich für mich. Meine Handelsgilde hat ebenfalls ihren Händler nicht und sicher gab es direkt großen Unmut darüber, aber das bringt doch auch nichts. Also abwarten, in einer Stunde kommt ja (hoffentlich) der Hotfix.

EliazVance
1 Monat zuvor

Seh ich auch so, ist halt klassiches Gamerdrama. Bei jedem Problem bricht automatisch die ganze Welt zusammen. Da das in den Händler investierte Gold zurückerstattet wird, hat man jetzt eigentlich eine halbe Woche lang einen kostenlosen Händler. Das kompensiert die Verluste schon drastisch.
Dieser Fehler war extrem unglücklich und frustrierend, aber kein Grund alles hinzuwerfen. All die Energie, die in diese kleinen Dramen fließt, könnte man auch aufwenden um etwas konstruktives anzufangen.

Frank Buddenberg
1 Monat zuvor

Warum….so frage ich mich schon seit Start des Spieles Damals….haben die Entwickler kein Aktionhaus in das Spiel eingebaut…sondern diese Scheiß Gildenhändler.

So ist man gezwungen…wenn der Eine Gildenhändler die gewünschte Ware nicht hat…quasi Sämtlichen andern Händler aufzusuchen.

Und da Sie in der ganzen Welt verteilt sind….ist das eine Lebensaufgabe.

Rasakka
1 Monat zuvor

Google mal „Tamriel Trading Center“ vielleicht hilft dir das. Dort werden alle Items, die bei Gildenhändler gescannt werden, aufgelistet. Jedoch benutzen die Seite sehr sehr viele Menschen, weswegen Schnäppchen, die vor 15 Minuten gesehen wurden, oftmals bereits aufgekauft wurden.

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