Das MMORPG The Elder Scrolls Online ist unter den MMORPGs bekannt für gut gestaltete Quests. MeinMMO Autorin MiezeMelli hat eine versteckte Quest in Steinfälle gemacht und ist der Meinung: Eine verrückte Quest, die man auf jeden Fall machen sollte.
Wieso geheime Quest? Diese Quest startet nicht mit einem sichtbaren Questmarker. Normalerweise sieht man den Marker über einem NPC (engl.: non-player character) oder einem Gegenstand. Durch Ansprechen oder Anwählen startet die Quest.
Aber diese Quest ist ganz anders. Und nicht nur wegen des fehlenden Questmarkers.
Was macht die Quest so besonders
Ich habe mich sehr gefreut, dass es auch nach jahrelanger Spielzeit etwas Neues zu entdecken gab. Und das sogar in altem Content. Ich finde es könnte noch mehr versteckte Quests geben.
Inhaltlich fand ich die Quest total schräg und witzig, allerdings auch ein bisschen verstörend. Mit dem Questausgang habe ich so gar nicht gerechnet. Und ich mag es, wenn mich Geschichten überraschen. Das macht die Quest in meinen Augen auch erst interessant. Aber sie hätte noch ein bisschen länger sein können.
Eigentlich fängt alles total harmlos an. Man erhält einen Gegenstand und muss etwas über diesen Gegenstand herausfinden. Das ist ja nichts ungewöhnliches. Innerlich ist man also auf ein bekanntes Handlungsschema vorbereitet. Ein wenig stutzig wurde ich erst im letzten Dialog.
In dem letzten Dialog verhaspelt sich der NPC, den man anspricht kurz. Im Nachhinein hätte ich an dieser Stelle schon stutzig werden müssen. Aber mit blinder Neugier und Gutgläubigkeit setzte ich den Dialog fort.
Was ich dann zu sehen bekam, ließ mir die Kinnlade runterklappen. Denn die Quest endet sowohl abrupt als auch etwas dramatisch. Gleichzeitig ist man selbst irgendwo für den Tod dieses NPCs mitverantwortlich. Aber woher hätte man auch ahnen können, dass der NPC gefährliche masochistische Praktiken ausübt.
Lest hier warum mir diese Quest so im Gedächtnis geblieben ist (Aber Vorsicht: Spoiler!)
Denn er beschwört in einem Ritual eine Zwielichtschwinge, die er mit “meine Herrin” anspricht. Er kniet vor ihr und verbeugt sich. Außerdem bittet er sie ihn zu schlagen. Diesen Wunsch lässt sie ihn nicht zweimal sagen und versetzt ihm einen Tritt mit ihren Klauen.
Vor unseren Augen fällt er tot um, und wir bleiben verdattert zurück. Das ist auch der Moment, in dem man den Dialog kurz zuvor noch einmal im Kopf durchgeht. Angesichts seines vorherigen Enthusiasmus ist das Ende der Quest nur umso verstörender.
Man gerät ja ab und an mal an NPCs, die sich mit den bösen Gestalten in Tamriel oder Kalthafen verbünden, aber derartige Hingabe ist mir noch nicht begegnet.
Besagter NPC erzählt uns nämlich zuvor, dass er auf der Suche nach dem geheimnisvollen Gegenstand sei. Genau der Gegenstand, den wir erworben und an ihn weitergegeben haben. Auf mich wirkte er fast schon besessen von dem Gedanken diesen Gegenstand zu finden.
Ein bisschen muss ich über die Quest schmunzeln. Was sich die Entwickler wohl dabei gedacht haben? Bestimmt müssen sie sich bei dem Gedanken amüsieren, dass etliche Spieler verdattert vor dem Monitor sitzen. Denn die Quest wirft mehr Fragen auf, als sie eigentlich beantwortet.
Es ist ein bisschen vergleichbar mit Filmen, die ein offenes Ende haben und man noch eine Ewigkeit danach grübelt. Und genau das habe ich getan. Was hatte ich da eigentlich gesehen?! Und leider muss man wohl akzeptieren, dass diese Frage unbeantwortet bleiben wird.
Wie wurde ich auf die Quest aufmerksam?
Ich habe die Quest tatsächlich gar nicht selber entdeckt. Auf meinen Reisen durch Tamriel muss ich den NPC vermutlich übersehen haben. Den Tipp habe ich während eines Streams von einer anderen ESO-Spielerin bekommen.
Wo findet man die Quest?
Die Quest findet man im westlichen Steinfälle, einem Gebiet des Ebenherz-Paktes. Reist am besten zum Wegschrein der Achenstraße. Von dort aus begebt ihr euch zur Feinlehmkaverne.
Vor der Feinlehmkaverne bewegt ihr euch ein wenig nach links. Ihr betretet die Kaverne also nicht. Links neben dem Eingang befindet sich ein kleiner Weg.
Folgt diesem Weg, der euch noch ein Stück bergauf führt. Schon wenige Meter weiter endet er bereits. Rechts von euch sitzt dort ein NPC-Händler mit dem Namen Zahshur.
Sprecht Zahshur an. Es öffnet sich das Menü zum handeln. Euch wird eine Liste an Items gezeigt, die ihr kaufen könnt. Unter den Items befindet sich ein merkwürdiger Gegenstand: Religiöse Fetischstatue. Diese kauft ihr für 150 Gold.



Wie startet man die Quest?
Ihr findet das gekaufte Item jetzt in eurem Inventar. Benutzt ihr das Item (E), beginnt die Quest “Der Fetisch”. Nun ist es an der Zeit mehr herauszufinden.

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Questverlauf
Die Quest besteht aus vier Schritten. Klickt auf den entsprechenden Block um mehr Details zu erfahren. Aber Vorsicht: Spoiler!
Schritt 1: Findet jemanden, der die Statue identifiziert. Hinweis: Befragt Zahshur über die Statue.
Wir bekommen den Hinweis den Händler nach dem Gegenstand zu fragen. Also sprechen wir Zahshur erneut an und fragen danach. Von Zashur erfahren wir, dass die Dunkelelfen solche Gegenstände manchmal in der Einöde finden. Manche würden sie an Leichtgläubige als Kunst verkaufen.
Im nächsten Satz entschuldigt er sich bei uns. Denn in der Situation sind wir der leichtgläubige Käufer. Auf unsere Frage hin, wer sonst das Item identifizieren könnte, antwortet er: “Priester des Tribunals halten sich gerne für weise. Warum fragt ihr nicht einen?”. Ein Akolyth soll sich in der Stadt Kragenmoor befinden.
Schritt 2: Findet jemanden, der die Statue identifiziert. Hinweis: Sprecht mit einem Akolythen in Kragenmoor.
Wir reisen nun in die genannte Stadt. Man kann zurück zum Wegschrein gehen, um sich ein Stück Weg zu sparen. Aber auch zu Fuß ist es nicht weit entfernt. Nördlich des Wegschreins von Kragenmoor befindet sich der Palast des Großmeisters. Wir betreten den Palast. Der NPC mit dem Namen Akolyth Raloro sitzt mittig am Feuer.
Wir sprechen ihn an und fragen, ob er die Statue erkennt. Entsetzt fragt er uns wo wir das “hassliche Ding” her haben. Wir erzählen ihm, dass der Gegenstand von einem Aschländer in der Einöde gefunden wurde. Das kommt ihm bekannt vor. Er erwähnt den Namen Haldyn Omavel. Dieser sei auf der suche nach einem Artefakt.
Wir erkundigen uns, wo wir ihn finden können. Akolyth Raloro gibt uns den Hinweis, dass er auf der Suche nach den Ruinen auf dem Plateau im Norden sei.
Schritt 3: Findet jemanden, der die Statue identifiziert. Hinweis: Sprecht mit Haldyn Omavel.
Wir begeben uns auf die Suche nach Haldyn Omavel. Der Questpfeil befindet sich nord-westlich der Feinlehmkaverne. Wir reisen zum Wegschrein der Sathram-Plantage. Östlich des Wegschreins auf dem Berg liegen die Ruinen. Und dort finden wir den Dunkelelfen Haldyn, den wir ansprechen. Er ist sichtlich überrascht über unsere Anwesenheit. Haldyn möchte wissen, was wir hier machen. Wir reagieren mit der gleichen Gegenfrage. Er erzählt uns er sei auf der Suche nach Artefakten.
Diese Artefakte sollen klein und formschön sein. Er will sie mit nach Hause nehmen und… Bei dem Wort “Schlafzimmer” bricht er ab. Für seine Sammlung brauche er die Artefakte. Wir zeigen ihm die Statue und fragen, ob er so etwas sucht. Er ist sichtlich überrascht mit den Worten “Das ist sie!…” Wir fragen, was er meint. Aber eine genaue Antwort bekommen wir nicht. Er sagt, wir dürften das nicht wissen und bietet uns eine Belohnung an.
Auf unsere erneute Frage vertröstet er uns und nimmt sich den Gegenstand. Haldyn will die Statue gleich ausprobieren. Was er nur damit meint?
Schritt 4: Beobachtet Haldyns Ritual.
Der Dunkelelf bewegt sich von uns weg und kniet vor einer Art Schrein nieder. Plötzlich erscheint eine Zwielichtschwinge, die Haldyn auf seine Bitte hin verletzt. Er fällt tot um und die Schwinge verschwindet wieder. Die Belohnung müssen wir uns schlussendlich selbst aus seinem Rucksack suchen.
Wir erhalten für den Abschluss dieser Quest 181 Gold und die Großaxt des Gehorsams.

In Tamriel gibt es das ein oder andere schräge Ereignis. Man denke nur an die Begegnungen mit dem Daedrafürsten Sheogorath. Aber er ist nicht der einzige unterhaltsame NPC in dem MMORPG. In dem Artikel Besoffene Katze oder Weiberheld – Die 5 witzigsten NPCs in ESO lernt ihr noch einige sehenswerte Persönlichkeiten kennen.
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