Das erste tote MMORPG 2020 ist wohl doch nicht so tot, wie alle glauben

Ende März wurden alle Mitarbeiter des Chronicles of Elyria-Entwicklers entlassen. Das MMORPG war offiziell tot. Jetzt meldet sich der CEO und meint, das stimmt so nicht ganz. Was steckt dahinter?

Das ist passiert: Ende März hat sich der Soulbound Studio CEO Jeromy Walsh an seine Community gewendet und erklärt, dass die Entwicklung des MMORPGs Chronicles of Elyria zum Stillstand gekommen sei.

Der Grund ist die Finanzierung der Entwicklung. Trotz einer sehr erfolgreichen Kickstarter-Kampagne und dem darauf folgenden Crowdfunding durch Unterstützer-Pakete, sei das Geld nach Jahren der Entwicklung ausgegangen. Dabei sollen die Entwickler fast 8-Millionen Dollar eingenommen haben.

Die Suche nach einer anderen Finanzierungs-Möglichkeit oder einem Publisher waren ebenfalls erfolglos.

Chronicles of Elyria Festung
In Chronicles of Elyria solltet ihr sogar euer eigenes Königreich gründen können.

Das Ergebnis war für viele Fans schockierend. Am 24. März wurden alle Mitarbeiter des Soulbound Studios entlassen und das MMORPG schien offiziell tot.

Chronicles of Elyria lebt weiter – irgendwie

Das ist der aktuelle Stand: In einer Mail an alle Unterstützer des Titels sowie auf der offiziellen Kickstarter-Seite meldet sich jetzt erneut CEO Jeromy Walsh zu Wort.

Demnach haben alle seine letzte Nachricht falsch interpretiert und das ambitionierte MMORPG ist nicht ganz tot. Die Meldung vom 24. März sei aus einer Besorgnis heraus entstanden und sollte dafür dienen, dass seine Mitarbeiter Anschluss an einen bezahlten Job finden.

Das alle glauben, die Entwicklung sei komplett zusammengebrochen, war nicht seine Absicht. Die Entwickler sind zwar alle entlassen worden, aber einige von ihnen machen weiter.

So schreibt Walsh:

Es war nie meine Absicht, die Entwicklung des Spiels dauerhaft zu beenden, eure Beiträge zu missachten oder nicht einzuhalten, was wir versprochen hatten. Tatsächlich haben einige der Teammitglieder zugestimmt, die Entwicklung fortzusetzen, während ich Lösungen finde. Ich und ein Team von Beratern untersuchen derzeit andere Finanzierungsquellen und hoffen, bald konkretere Neuigkeiten für euch zu haben.

Jeromy Walsh

Walsh möchte ein detailliertes FAQ zusammenstellen und seine Kommunikation mit der Community verbessern. Durch ein transparenteres Verhalten möchte er außerdem das Vertrauen derer zurückgewinnen, die bereits viel Geld in das Spiel investiert haben.

Denn die gehen bereits gerichtlich gegen den CEO vor und möchten nicht nur ihr Geld zurück.

Quelle(n): Kickstarter
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Sina
1 Monat zuvor

das halte ich nach dem hin- und her für eine merkwürdige kiste…zum einen weiß ich nicht, was man bei „alle Mitarbeiter entlassen“ falsch interpretieren kann, zum anderen hätte er die Situation dann wohl deutlich besser beschreiben können….
und nun auch noch leute am hals, die verständlicherweise ihre kohle zurückhaben wollen – und – wenn das mit dem Jahresgehalt von 250 T$ stimmt….durchaus berechtigt und prost Mahlzeit!
sehr komischer Beigeschmack bei dem rumgeeiere…

Platzhalter
1 Monat zuvor

Die Entwickler sind zwar alle entlassen worden, aber einige von ihnen machen weiter.

Da beisst sich was. Also sind die die weiter machen Indie und das auf einiger Kappe? Wo ist da der Bezug zur Firma?

onions4everyone
1 Monat zuvor

was fürne show immer häufiger in der gaming szene geliefert wird. hammer. für die rückruder aktion braucht er aber echt starke arme.

Platzhalter
1 Monat zuvor

und vielleicht einen Anwalt. Mit US sollte man lieber nicht spassen

Theojin
1 Monat zuvor

Er kann ja nochmal Crowdfunding machen, immerhin will er vermutlich seine 250.000 $ Jahresgehalt weiterhaben. Gibt bestimmt noch genug Lemminge, die auch weiterhin investieren würden.

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