Der Solo-Entwickler vom Solo-MMORPG Erenshor auf Steam meldet sich zu Problemen mit der Spielerbindung zu Wort. Dabei geht er auch auf einen großen Spielerwunsch ein und präsentiert eine Roadmap bis 2027.
Mit welchen Problemen kämpft Erenshor? Wie Solo-Entwickler Brian Burgee in einem Post auf Reddit teilt, springen rund 12 % der Spieler bereits vor dem Gespräch mit dem ersten NPC ab, was laut ihm gerade mal 30 Sekunden im Spiel sind. Einige mehr würden abspringen, bevor sie überhaupt Level 5 erreichen, was laut ihm etwa 2-3 Stunden in Anspruch nähme.
Sein Spiel kommt auf Steam gut an. Erenshor hält 94 % positive Bewertungen und wird seit April 2025 im Early Access von ihm allein betreut.
Er habe sich also gefragt, was dazu führen könnte, dass manche Spieler bereits so früh aufgeben und die Lust verlieren. Gemeinsam mit der Community hat er deshalb einige Punkte ausgearbeitet, um eine Roadmap bis 2027 zu erstellen. Die fokussiert sich demnach nicht nur auf neue Inhalte, sondern auch darauf, den Onboarding-Prozess neuer, interessierter Spieler angenehmer zu gestalten, um der Abbruchrate entgegenzuwirken.
Ein großer Spielerwunsch wird allerdings unerfüllt bleiben, auch wenn der Entwickler weiß, dass er einer der Gründe für die Abbrüche ist.
Roadmap, allerdings ohne generative KI
Welcher Spielerwunsch wird nicht erfüllt? Viele Spieler würden laut Feedback das Spiel schon früh abbrechen, weil sie keine Unterhaltungen mit NPCs führen könnten und ihnen so ein großer sozialer Aspekt „richtiger MMORPGs“ fehlen würde. Er habe dafür absolutes Verständnis und würde sich wünschen, dass die Realität anders aussähe, aber er könne das Nutzen generativer KI für sein Spiel derzeit nicht mit sich vereinbaren:
In einer idealen Welt mit ethischer, qualitativ hochwertiger, kostengünstiger und zuverlässiger KI wäre es fantastisch, wenn die SimSpieler diese zur Interaktion mit dem Spieler nutzen könnten. Leider entspricht das derzeit nicht der Realität.
[…]
Erenshor bleibt also vorerst ein handgeschriebenes Spiel, in dem die SimSpieler nicht die Hauptdarsteller sind, sondern die Nebenfiguren, die die Illusion und den Gameplay-Loop eines MMOs ermöglichen.
Brian Burgee via Reddit
Trotzdem führe die Roadmap viele weitere Punkte auf, die Spieler im Feedback mitgeteilt hätten und die er zeitnah angehen wird.
Was zeigt die Roadmap? Die Roadmap zeigt die Ziele und Inhalte von 4 großen Updates bis zum 1.0-Release, der im 2. Quartal 2027 stattfinden soll. Demnach ergeben sich folgende Updates:
- Version 0.7 – Juli 2026 (bereits erschienen)
- Raids
- Version 0.8 – ca. Q4 2026
- Quality of Life & UI Verbesserungen
- Neue Klasse
- Neuer Dungeon
- Version 0.9 – ca. Q1 2027
- Epische Waffen-Quests für alle Klassen
- Neue Story
- Version 1.0 – Q2 2027
- Finaler Raid & Abschluss der Grundstory
- Neue Klasse
Demnach sei eine Fertigstellung von Erenshor mit 1.0 zwischen April und Juni 2027 wahrscheinlich. Der Entwickler behalte sich allerdings vor, die Roadmap noch einmal anzupassen, wenn sich Feedback ändern würde oder Dinge anders verlaufen, als er es geplant hat.
Das letzte Update auf Version 0.7 brachte endlich Raids in das Solo-MMORPG. Hier seid ihr der Raid-Leader und müsst euch nicht mit euren Mitkämpfern im Voice-Chat auseinandersetzen. Es hängt also an euch allein, ob der Raid scheitert oder ihr glorreich hervorgeht: Das perfekte MMORPG für Solisten lässt euch jetzt alleine raiden, damit ihr niemanden anschreien müsst
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