Einzigartiges Battle Royale mit Zauberern ist 85 % positiv auf Steam – Muss jetzt trotzdem schließen

Einzigartiges Battle Royale mit Zauberern ist 85 % positiv auf Steam – Muss jetzt trotzdem schließen

Spellbreak brachte mit einer ordentlichen Ladung Magie frischen Wind ins Shooter-lastige Battle-Royale-Genre. Doch bald ist Schluss: Das Spiel wird die Server schließen.

Was ist das für ein Spiel? Spellbreak ist ein Battle Royale. Ihr kämpft also auf einer immer kleiner werdenden Karte so lange ums Überleben, bis nur noch eine Person übrig ist.

Das Besondere an dem Spiel: Hier habt ihr keine Gewehre oder typische Schusswaffen wie bei Fortnite oder Warzone zur Hand, sondern waschechte Zauberei.

In Spellbreak sammelt ihr Gegenstände wie Runen, Stiefel oder Gürtel sowie mächtige Zauberhandschuhe, die euch unterschiedliche Fähigkeiten zur Verfügung stellen.

Die magischen Handschuhe verleihen euch Elementarmagie wie Feuer, Gestein, Blitz, Eis, Wind oder Gift. Davon konntet ihr zwei dabei haben und frei kombinieren.

Dadurch ergeben sich verrückte Fähigkeiten. In Spellbreak können eure Magier so zum Beispiel fliegen, Stürme heraufbeschwören, brennende Felsen schleudern oder Eiswände erzeugen. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Insgesamt erinnerte das Ganze fast ein bisschen an Avatar – Der Herr der Elemente. Mit diesem Ansatz konnte es sogar Spieler in seinen Bann ziehen, die sonst nichts für Battle Royale übrig haben.

So magisch sieht Spellbreak aus

So kam das Spiel an: Spellbreak ist auf dem PC, aber auch PS4, Xbox One und Switch spielbar, sogar mit Crossplay. Schaut man auf Steam sieht man auch, dass die Bewertungen bis heute stark sind: 85 % der Rezensionen auf Steam fallen positiv aus. Hier sticht vor allem das Lob für das ungewöhnliche, einzigartige Gameplay heraus.

Für Kritik sorgt aber das Problem, dass es sehr lange dauern kann, bis man mal in eine Spielsitzung kommt. Denn hier liegt das Problem: Die Spielerzahlen sind stark abgefallen. Offenbar so stark, dass nun endgültig Schluss für Spellbreak ist.

2023 ist Schluss: „Dies ist der Abschied von Spellbreak“

So stark die Bewertungen auf Steam sind, so schwach sind die Spielerzahlen an sich. An den guten Start zum Release konnte Spellbreak nie wieder anknüpfen – stattdessen gingen die Zahlen konstant weiter nach unten, wie die Grafik von SteamCharts zeigt:

Spellbreak SteamCharts
Die Spielerzahlen gingen stark zurück und erholten sich nie (via SteamCharts)

Von diesem Absturz konnte sich das Spiel offenbar nicht mehr erholen, denn in einem offiziellen Statement kündigten die Entwickler nun das Schließen der Server für Anfang 2023 an. Damit bleibt Spellbreak nur noch etwa ein halbes Jahr – dann wird es begraben.

Das Entwickler-Team sagte dazu, dass man sich nach vier Jahren nun zu diesem Schritt entschieden hätte: „Unsere Vision war es, ein frisches Multiplayer-Action-Zauberspiel mit außergewöhnlichen Bewegungsmöglichkeiten und Klassenanpassungen zu schaffen, das den Spielern die Möglichkeit gibt, ihren inneren Kampfmagier zu entfesseln“, so das Statement.

„Spellbreak war ein ehrgeiziges Projekt, bei dem unser Team neue Grenzen in Design und Entwicklung gesetzt hat, und wir freuen uns darauf, auch in Zukunft neue Titel zu erschaffen.“

Ähnlich klingt das auch bei Seth Sivak, dem CEO von Entwickler Proletariat Inc., der sich im Subreddit an die Fans wand: „Leider ist die Spieleindustrie ein schwieriges Geschäft. Spellbreak war nicht in der Lage, den Durchbruch zu schaffen und einen nachhaltigen Platz zu erreichen, an dem wir weiterhin in der Art und Weise investieren konnten, wie wir es uns erträumt hatten“, erklärt Sivak.

Es sei ein harter Weg gewesen – und leider ist Spellbreak nie so in den Tritt gekommen, wie es nötig gewesen wäre: „Dies ist der Abschied von Spellbreak, aber ich kann dieser Community nicht genug für die Unterstützung und Hilfe auf ihrem Weg danken. Spellbreak hat unser Studio verändert und das Leben von so vielen Menschen berührt. Also noch einmal: Danke“ (via reddit).

In den ersten Reaktionen trauern einige Spieler um das Spiel, doch auch Kritik wird geäußert (via reddit). Zu still sei es in den vergangenen Monaten um das Spiel geworden, zu wenig Updates hätte es gegeben. Nach dem ersten Hype sei von dem speziellen Spiel einfach nicht mehr genug gekommen.

Zum Vergleich: Das letzte Update für Spellbreak wurde am 01. September 2021 aufgespielt. Unwahrscheinlich, dass hier noch viel dazu kommt, bevor Spellbreak 2023 dicht macht.

Leider ist Spellbreak nicht das einzige Spiel, welches das Zeitliche segnet. Im Podcast besprach das MeinMMO-Team mehrere Spiele, die bereits gestorben sind – und welche, die dazu kommen könnten.

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Fole

Der BR Hype ist halt vorbei, das wird nicht das einzige kleine BR Game sein, das stribt

Drahn

Spellbreak hatte richtig gute Ideen gehabt. Schade, dass sie die Server dicht machen.

Wolve In The Wall

Auf jeden Fall schade, weil es – abgesehen von einigen Mängeln (Updates, Lobby, Einsteigerfreundlichkeit) – eig. ein wirklich geiles Spiel ist.

Vermutlich war aber schon der Releasetermin (03.09.2020) zum Scheitern verurteilt. Ich mein 07/2020 begann der krasse Among Us Hype, 08/2020 folgten noch Fall Guys und Fortnites Marvel-Saison sowie Ende 09/2020 Genshin Impact, dass auch von vielen heiß erwartet wurde…der Markt bzw. die Streamer/Influencer waren also sowieso schon vollkommen „überflutet“.
Hätte man zwei Monate früher oder später released und (wenigstens in der ersten Zeit) viel mehr Arbeit und Herzblut in Updates gesteckt…wer weiß, dann hätte es vielleicht ganz anders ausgesehen. Aber „hätte, hätte, hätte…“

yoru

hätten sie wohl mal nicht exclusiv für epic store rausbringen sollen nur um dann monate später auf steam zu gehen, als der hype vorbei war

Wolve In The Wall

Problem ist/war denk ich nicht die kurzweilige EpicStore-Exklusivität sondern vielmehr der generell denkbar ungünstige Releastermin (da zu der Zeit schon zu viele andere Spiele im Hype waren) als auch die tatsächlich seit Tag 1 mangelhafte Update-Politik, die Veränderungen/Neuerungen ins Spiel bringen.
Dass der Steam Release erst 3 Monate später war, würde ich sogar eher als „Chance zum Neuanfang“ interpretieren, die aber von den Entwicklern nicht genutzt wurde, weil man eben insgesamt viel zu wenig für das Spiel getan hat.

Huehuehue

Oder, war der Grund, dass Blizzard das Studio gekauft hat. 🤔

Fole

Die paar Steam-Spieler machen den Braten auch nicht fett, es kam ja zeitgleich auf den Konsolen.

Nico

du brauchst halt mehr als nur das bei Battle Royals, du brauchst auch regelmäßige updates, wie mapchanges/neue map, neue waffen usw. Nicht nur skins….

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