EA Sports FC 27 erinnert mich an meine liebste Zeit mit FIFA, zelebriert wieder mehr den Straßenfußball

EA FC 27 The Grounds Mbappe

Der neuste Teil von EA Sports FC wird wieder einen größeren Fokus auf den Straßenfußball legen. MeinMMO-Redakteur Dariusz freut das.

Der Reveal-Trailer zu EA Sports FC 27 hat „The Grounds“ vorgestellt. Das ist ein Social-Hub wie es ihn etwa bei der Konkurrenz in der NBA2K-Reihe von Take-Two gibt. Dort ist er unter dem Namen „Neighborhood“ bekannt und ist im Grunde ein Open-World-artiger Stadtteil, in dem ihr rumhängen, trainieren, Quests erfüllen oder auf kleinen Plätzen gegen andere Spieler spielen könnt. Ähnliches deutet der Reveal-Trailer für The Grounds in FC 27 an.

Für EA öffnet The Grounds eine neue Tür der Monetarisierung, wie das stark ingame-finanzierte und auf kosmetische Inhalte ausgelegte Vorbild von NBA2K zeigt. Warum das Ganze als äußerst kritisch zu betrachten ist, wird MeinMMO-Redakteur Karsten in einem Artikel ausführen.

The Grounds und Neighborhood haben jedoch eine weitere Gemeinsamkeit: Straßenfußball bzw. Streetball (Straßenbasketball) spielen eine entscheidende Rolle. Im Trailer zu FC 27 sahen wir etwa kurze Sequenzen auf kleinen Feldern mit Bande oder in Käfigen. Das erinnert mich an meine liebste Zeit mit der FIFA-Reihe fast 15 Jahre.

Video starten
EA SPORTS FC 27 zeigt im offiziellen Enthüllungs-Trailer, was neu ist

Von der Straße ins Stadion – Ein Modus, den fast niemand spielte

Im September 2011 traf ich eine Entscheidung, die fast keiner von meinen Schulfreunden nachvollziehen konnte: Ich spielte das damals neue FIFA 12 auf der Nintendo Wii anstatt auf einer PlayStation oder Xbox – aber natürlich nicht mit der ollen Wii-Fernbedienung, sondern mit einem GameCube-Controller.

Aber warum tat ich mir das an?

In der Wii-Version des Fußballspiels gab es einen Modus, den sonst keine Plattform erhalten hat: Von der Straße ins Stadion. Das war eine spezielle Variante des „Be-a-Pro“-Modus, in dem man sich eine eigene Spielfigur erstellt und eine Karriere als Fußballer startet. In der Regel steuern wir dort nur unseren eigenen Spieler, können aber auch die Kontrolle über das gesamte Team übernehmen.

In „Von der Straße ins Stadion“ starten wir dabei als Straßenfußballer in einem kleinen, unbekannten Team aus 5 Spielern und machen uns mit jedem Sieg einen Namen. Tricks, das Spiel über Bande und harte Tacklings gehörten dabei zum Alltag. Die Steuerung, um Tricks auszuführen, war auf der Wii zwar DEUTLICH simpler als auf den anderen Plattformen, aber dadurch nicht unbedingt weniger spaßig.

Irgendwann mausert sich unser Straßenfußballer dann zu einem richtigen Profi und unterschreibt seinen ersten Vertrag. Anschließend startet quasi die normale „Be-a-Pro“-Karriere.

In einem anderen Modus konnten wir Straßenfußball mit bekannten Stars wie Ribéry, Iniesta oder Messi spielen. Außerdem gab es etwa im Anstoß-Modus die Option, besondere Tor-Varianten wie Mini-Tore oder erhöhte Netze auszuwählen. Hier spannen wir wieder den Bogen zu The Grounds, denn im Trailer sehen wir etwa einen überdimensionalen Basketballkorb als Tor.

Bei all den berechtigten Bedenken für The Grounds freue ich mich, einige Elemente von damals wiederzuerkennen. FIFA 12 war die beste Zeit, die ich je mit der FIFA-Reihe hatte. Ich hatte viel Spaß am Karrieremodus, hab mehrere Be-a-Pro-Karrieren gespielt und unzählige Straßenfußball-Matches bestritten. Ich habe es geliebt, einen Hauch von FIFA Street in einem „normalen“ FIFA erleben zu können, ineinandergreifend, statt in unterschiedlichen Spielen.

Ultimate Team, das es auf der Wii überhaupt nicht gab, habe ich dabei nie vermisst. Den Spaß, den ich in FIFA 12 als Straßenfußballer hatte, konnte Ultimate Team auch in den Folgejahren nie erreichen.

Straßenfußball als unterschätzte Kunst

In der langen Geschichte der Fußballspiele von EA spielt Straßenfußball immer wieder eine Rolle, bekommt aber schon lange nicht mehr die Aufmerksamkeit, die er verdient hat. Klar EA FC ist eine Fußballsimulation und hat damit mehr Realitätsanspruch als FIFA Street damals, aber seien wir mal ehrlich: So unfassbar realistisch ist EA FC auch nicht – vor allem, wenn ein fieser Torwart-Bug nicht nur die Immersion bricht, sondern das ganze Match versaut.

Der VOLTA-Modus vor ein paar Jahren war ein guter Versuch, die Kunst des Straßenfußballs wieder aufleben zu lassen, aber für mich fehlte dem Modus das Spielgefühl, das ein FIFA Street oder der Modus in FIFA 12 auf der Wii vermittelten. Zugegeben, ich brauche auch keine halbgare Story mit flachen Dialogen. Bei den Straßenfußball-Modi ist das Gameplay entscheidend.

Vielleicht kann The Grounds ja ein vernünftiges Straßenfußball-Gefühl und -Gameplay vermitteln. Wie ist euer Eindruck? Glaubt ihr, in dem Prinzip steckt Potenzial, oder ist das für euch nur unerwünschte Bloatware, mit de EA mit Geld verdienen kann? Schreibt uns eure Meinung dazu gerne in die Kommentare!

Falls ihr zu EA FC 25 auf dem Laufenden bleiben und nichts verpassen wollt, speichert euch den folgenden Artikel ab. Dort sammeln wir für euch fortlaufend die wichtigsten Informationen zum Spiel: EA Sports FC 27: Release, Trailer, WebApp und mehr – Alle wichtigen Infos in der Übersicht

Kommentare

Bitte lies unsere Kommentarregeln, bevor du kommentierst.
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Kommentare
Neueste
Älteste Meisten Abstimmungen
0
Sag uns Deine Meinungx