Was für unseren MeinMMO-Redakteur Karsten das gute, alte Super Mario ist, dürfte für seinen 4 Jahre alten Sohn Palworld werden: Ein Spiel, auf das er Zeit seines Lebens mit nostalgischer Liebe zurückblicken wird. So viel Spaß hat der Kleine seit Wochen mit dem Monstersammler.
Wer seit vielen Jahren mit großer Begeisterung zockt, der hat sie ganz sicher, die ein, zwei Klassiker, mit denen alles anfing und an die man auch nach Dekaden noch mit nostalgischer Liebe zurückdenkt. Bei mir ist das beispielsweise Super Mario Bros. auf dem NES. Mein allererstes Videospiel. Andi, ein alter Grundschulfreund, drückte mir seinerzeit den Controller in die Hand und dadurch änderte sich alles.
Wenn ich heute neben meinen Kids sitze und mit ihnen gemeinsam spiele oder ihnen beim Zocken zuschaue, frage ich mich manchmal, wie sie wohl in 20 Jahren auf ihre Gaming-Anfänge zurückblicken werden. Ob sie auch Podcasts oder Videos aufnehmen (oder oldschool Artikel schreiben), um ihre Games-Begeisterung mit anderen zu teilen? Und um welche Spiele wird es dann gehen?
Beim Kleinen bin ich mir sehr sicher, dass bei so einem nostalgischen Rückblick der Name Palworld fallen wird. Obwohl der 4 Jahre alte Knirps abseits des PCs ein großer Pokémon-Fan ist, hat er mit der Monstersammel-Alternative von Pocketpair seit Wochen den Spaß seines Lebens – und das, obwohl Palworld gerne mit dem Stempel „Pokémon für Erwachsene“ bedacht wird.
Viele Optionen = großer Spaß auch für die Kleinen
Ein 4-Jähriger spielt mit Freude Palworld. Dass das überhaupt frustfrei funktioniert, liegt an den vielen Optionen, die Palworld bietet. Geringer Schwierigkeitsgrad. Satter XP-Bonus für schnelle Aufstiege. Keine Strafen beim Ableben. Kaum negative Auswirkungen durch Fehler. Sein Charakter stirbt zwar immer mal wieder, doch ist das nicht schlimm. Einfach nochmal probieren!
So macht Palworld auch einem Knirps Spaß, der vom Bürostuhl aus gerade so an Tastatur und Maus rankommt (und daher am liebsten mit Controller spielt) – oh, und unserem Shooter-Experten auch.
Hilfreich ist es außerdem, dass man sich in der Welt von Palworld auch dann gut zurechtfinden kann, wenn man noch nicht schreiben und lesen kann. Vieles funktioniert selbsterklärend. Alles andere kann man einfach ausprobieren, so wie ich mir damals am C64 auch vieles im Blindflug selbst beigebracht habe. Viele der Dialoge im Spiel sind optional.
Nur ab und an müssen wir helfend dazukommen, weil er zum Beispiel ein bestimmtes Ausrüstungsteil haben möchte, aber nicht weiß, woher er die fehlenden Ressourcen bekommt. Zudem ist ihm anfangs immer sein halbes Team verhungert, weil er es nie gefüttert hat. Jetzt, mit Stufe 79, passiert ihm das aber nicht mehr.
Ich schaue nur mit ein wenig Sorge auf die Zeit, wenn er das erste Mal die Beschreibungen von Maschinen wie dem Pal-Entsafter liest …
Papa, hast du den Pal schon?
Aktuell geht es dem Kleinen vor allem um das Fangen und Sammeln der Pals, und um den Ausbau der Basis. Dabei hilft natürlich die optische und spielerische Nähe zu Pokémon. Immer wieder freut er sich, wenn er bei seinen Karten oder beim Schauen der Serien ein Pokémon entdeckt, das wie eins seiner Pals aussieht – oder umgekehrt. Auch das Konzept mit den Fangbällen war ihm sofort klar.
Wenn er in der Spielwelt von Palworld ein großes Ei entdeckt oder erstmals ein neues Pal fangen kann, dann tanzt er vor Freude vor dem PC und ruft lautstark nach uns. Seine Standard-Frage: „Papa, hast du den Pal schon?“ Die Antwort fast immer: Nein. Er ist viel weiter als ich.


Dafür profitiert er davon, dass ich etwas zielgerichteter als er spiele. Mein Fokus liegt beispielsweise darauf, meine Basis auszubauen und dafür vor allem die Dinge zu bauen, die ich für das nächste Upgrade brauche. Er schaut sich das dann von mir ab, vertreibt mich dann vom PC und macht es mir nach.
Abends liegen wir zwei dann zusammen im Bett, blättern durch seine Sammlung an Pokémon-Karten und er erzählt mir mit glänzenden Augen, welche Pals ähnlich aussehen, welches Tier er jetzt wieder gefangen hat und ob Pokémon irgendwann auch „so coole Pals wie den einen mit der geilen Wasserattacke“ bekommen wird.
Ich genieße es sehr, dass meine Jungs eine ähnliche Begeisterung für Games haben wie ich und dass wir diese Begeisterung tagtäglich miteinander teilen können. Wie sieht es bei euch und eurem Nachwuchs aus? Zocken eure Kids? Zockt ihr gern gemeinsam? Und wenn ja: Was für Spiele spielt ihr? Verratet es mir gern in den Kommentaren.
Im Fall meines Sohns hat Palworld bei den Games derzeit also die Nase vor Pokémon, und das sicherlich auch, weil Nintendo das enorme Potenzial seiner Marke in Teilen brach liegen lässt. Die Spiele der letzten Jahre hätten viel besser sein müssen. Das spiegelt unsere Liste wider: 8 Dinge, die Palworld zu einem besseren Spiel als Pokémon machen
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