Viele Dungeon Master wirken aufgrund ihrer allwissenden Rolle in Dungeons & Dragons oft wie Götter, die ihre Spieler auf ein Abenteuer durch die Kreation ihrer Fantasie schicken. Allerdings befindet sich hinter diesen Göttern auch nur ein Mensch, der sein Bestes gibt – und dieses Beste ist nicht immer das, was ihr erwartet.
Welches Geheimnis hüten eure Spielleiter? Auch wenn eure Dungeon Master mehr über eure D&D-Kampagnen wissen, als ihr es als Spieler tut, hüten viele von ihnen Geheimnisse, die „beim Einblick hinter die Kulissen den Zauber zerstören”, wie es ein Spielleiter auf Reddit formuliert.
Auf die Nachfrage eines interessierten DM-Neulings auf Reddit, welche Tipps erfahrene Spielleiter anbieten können und welche potenziellen Geheimnisse sie ihren Spielern niemals erzählen würden, meldeten sich viele Dungeon Master mit einer recht ähnlichen Meinung: Sie lassen sich mehr von ihren Spielern leiten als andersrum.
„Ich hab keine Ahnung, was ich hier eigentlich tue.”
Was halten Spielleiter vor ihren Spielern geheim? Auf Reddit melden sich viele Dungeon Master mit ihren eigenen geheimgehaltenen Entscheidungen, die sie nun endlich zugeben dürfen. In ihren Beichten wird klar: Ihr müsst euch bei euren Entscheidungen gar nicht so viele Gedanken machen, denn es wird mehr improvisiert, als man denkt:
- „Die Wirtschaft spielt überhaupt keine Rolle – ich bestimme dein Einkommen und die Preise. Manche Entscheidungen sorgen für die gleichen Konsequenzen. Manchmal passe ich den Schwierigkeitsgrad spontan an. Die große Handlung habe ich mir erst nach der Hälfte der Kampagne ausgedacht…”, zählt thegooddoktorjones ohne mieses Gewissen auf.
- „Ich entwerfe Rätsel oder Aufgaben, für die ich selbst keine Lösung habe, und lasse die Spieler diese für mich lösen”, gibt aNomadicPenguin zu.
- „Manchmal stoßen sie auf dieselbe Begegnung, egal ob sie nach links oder rechts gehen”, offenbart man0rmachine.
- Und das vermutlich größte Geheimnis, was viele Spieler nur schwer glauben würden, kommt von A_Vinegar_Taster: „Ich möchte ganz insgeheim, dass meine Spieler gewinnen.”
Wie gehen Spielleiter mit ihrer Rolle um? Einerseits haben sie eine Menge Freiheit, da niemand außer ihnen weiß, was tatsächlich der „Plan” war. Andererseits kommt die Aufgabe auch mit einer Menge Verantwortung, da sich viele für die Kampagne und den Spielspaß der anderen verantwortlich fühlen:
„Ich habe keine Ahnung, was ich da tue, und bin ständig kurz davor, in Panik zu geraten”, gesteht thepetoctopus, „Ich liebe es, aber damn.”
Ein weiterer Spielleiter macht ihr jedoch Hoffnung und erklärt, dass sich dieser Zustand der Panik zunächst in Spaß und schließlich in „kontrolliertes Chaos” entwickeln wird. Dazu bietet er einen Trick von der Spielleiter-Ikone Matt Mercer von Critical Role.
Dieser habe im Vorfeld einer Session auch mit Angstzuständen gekämpft und erklärt, dass es okay sei, eine Pause zu machen, wenn Spieler den Plan auf den Kopf stellen. Es ist vollkommen okay zu sagen: „Darauf war ich nicht vorbereitet, lasst uns 15 Minuten Pause machen, während ich die Session anpasse.”
Es handelt sich um ein Tabletop-Rollenspiel. Eure Spielleiter sind keine vorprogrammierte Gaming-Engine, sondern Menschen.
Ein Geheimnis, das von Spielern jedoch schnell gelüftet werden kann, sind die vielen Inspirationsquellen ihrer Dungeon Master. Es ist keine Seltenheit, dass sich Spieler für ihre Charaktere, aber auch Spielleiter für ihre Welt und Geschichte von bereits existierenden Werken inspirieren lassen, sowie auch in diesem Fall: Spielleiter kreiert eigene Geheimschrift für Dungeons & Dragons, doch die Community enträtselt sein Geheimnis
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