Dune: Awakening macht eine Sache goldrichtig, die mich an Vanilla-WoW erinnert und die sich heute kaum noch ein Spiel traut

Dune: Awakening macht eine Sache goldrichtig, die mich an Vanilla-WoW erinnert und die sich heute kaum noch ein Spiel traut

MeinMMO-Redakteur Karsten Scholz hat derzeit unfassbar viel Spaß mit Dune: Awakening. Verantwortlich für die gute Laune sind Frust, Schmerz und Verlustangst. Klingt komisch, macht aber Sinn. Lasst unseren MMO-Enthusiasten erklären!

Das frisch erschienene Funcom-MMO Dune: Awakening macht der Bezeichnung Survival-Abenteuer vor allem in den ersten Spielstunden alle Ehre. Sobald ihr einen Fuß auf Arrakis setzt, kämpft ihr gegen die brütend heiße Sonne und ständigen Durst.

Dann sind da noch die vielen Sklavenhändler, Banditen und Deserteure, die euren Helden bei Sichtkontakt sofort attackieren, sowie die Sardaukar-Patrouillen, die euch nachts in den Rücken fallen können. Vergesst aber auch nicht die riesigen Sandwürmer, die Jagd auf euch und eure Fahrzeuge machen, sobald ihr einen Fuß oder Reifen auf die offene Wüste setzt.

Dazu kommen tödliche Sandstürme, radioaktiv verseuchte Gebiete, an euren Lebenspunkten knabberndes Gift sowie Feuer und die ständige Ungewissheit in den PvP-Zonen des Spiels, ob der Charakter, der sich euch gerade nähert, friedvolle oder aggressive Absichten hat.

Wer schreibt hier? Karsten Scholz ist der MMORPG-Experte von MeinMMO. Er befasst sich seit 16 Jahren fast täglich mit dem besten Genre der Welt und hat seit dem Launch von World of Warcraft alle wichtigen (und einige der weniger wichtigen) Online-Rollenspiele gezockt – darunter auch Funcom-Titel wie Age of Conan oder The Secret World.

Zudem hat er über die vergangenen Jahre hinweg regelmäßig ein Nicht-MMORPG von Funcom gestartet, klar, die Rede ist von Conan Exiles, das Dune: Awakening in gewissen Bereichen ähnelt, in anderen aber auch so gar nicht.

Wer auf einem Privatserver spielt, kann seine Spielerfahrung von Dune Awakening anpassen:

Es muss weh tun, …

Dieser Mix kann zuweilen ganz schön frustrierend sein. Etwa, wenn man den Sandwurm unterschätzt und plötzlich ist das gesamte Hab und Gut weg, das man dabei hatte. Oder wenn man weit entfernt vom nächsten Respawn-Punkt von Gegnern auf dem falschen Fuß erwischt wird.

Vielleicht habt ihr nur die Lage falsch eingeschätzt und plötzlich mehr oder stärkere Widersacher an der Backe als euch lieb ist. Oder euch geht im ungünstigsten Moment die Munition aus oder der Durst nimmt euch jede Lebenslust, was in einem schrumpfenden Gesundheitsbalken mündet. Gerade zu Beginn lauert das vorzeitige Ende an jeder Ecke.

In solchen Moment setzt nicht nur Frust ein, es ist anfangs auch ganz schön mühsam, sich aus diesem Loch wieder herauszuarbeiten. Die Lauf- oder Fahrwege sind teils sehr lang, man braucht neue Ausrüstung (und für die vielleicht auch weitere Ressourcen), muss parallel weiter den Wasserhaushalt ausreichend hochhalten und so weiter.

Vor allem Spieler, die das Survival-Genre bislang eher gemieden haben, aber aufgrund der spannenden Lizenz jetzt in Dune: Awakening hineinschauen möchten, dürften über das hohe Frustpotenzial überrascht sein. Viele moderne Spiele, die sich an eine möglichst große Zielgruppe richten, versuchen es, solche Hürden nach Möglichkeit zu vermeiden.

… damit es sich belohnend anfühlt

Die Sache ist jedoch, zumindest aus meiner Perspektive: Diese Hürden und Stolperfallen sind zwingend notwendig, damit sich der Fortschritt lohnend und motivierend anfühlt – und genau hier macht Dune: Awakening einen tollen Job.

Das fängt bereits bei dem Erhalt neuer Werkzeuge und Maschinen an, die etwa die Bereitstellung von Wasser spürbar erleichtern und effizienter gestalten. Wer sein erstes Sandbike baut, will sicherlich nie wieder zu Fuß durch Arrakis stapfen. Der erste Buggy respektive Ornithopter fühlt sich ebenfalls nach einem starken Upgrade an.

Aufgrund der langen Fahrtwege ist ein eigener Ornithopter ein riesiges Upgrade.

Gleiches gilt, wenn ihr eure Waffen und Rüstungen sukzessive verbessert. Je nach gebautem Item sind die Sprünge enorm, was die eigene Stärke angeht. Gegnergruppen, bei denen man vorher um sein virtuelles Leben bangen musste, sind plötzlich Oneshot-Opfer.

Gleichzeitig bleibt im Hinterkopf das Wissen, dass man sich nie zu unvorsichtig durch unbekannte Regionen bewegen sollte, da die Gefahren zunehmend tödlicher werden und sich jeder Charaktertod weiterhin bestrafend anfühlt. Das hält die Spannung oben.

Zumindest ich finde es daher ungemein spaßig und motivierend, mir auf diese Weise nach und nach Arrakis zu erschließen und immer mehr Möglichkeiten zu erhalten, um die vielen Herausforderungen dieser gefährlichen Spielwelt meistern zu können.

Und dazu gehört es auch, dass der Bau gewisser Verbesserungen durchaus aufwendig ist. Denn auch diese investierte Arbeit steigert am Ende die Wertschätzung für das Geschaffte sowie das Gefühl von Verlust, wenn die hart erfarmte Ausrüstung plötzlich wieder weg ist.

Wisst ihr noch, euer erstes Mount in Vanilla-WoW?

Ein Vergleich, der mir zeitweise in den Kopf kam, stammt aus 2005. Ich weiß noch genau, wie zäh ich die Level-Phase in World of Warcraft anfangs fand. Man, was hab ich beispielsweise über die langen Laufwege und das Design mancher Quests geschimpft, die einen durch mehrere Regionen oder sogar auf den anderen Kontinent schicken.

Leveln in Vanilla-WoW und WoW Classic ist eine zähe Angelegenheit. Das erste Mount ist ein riesiges Upgrade, für das man ordentlich ackern muss. Es lohnt sich!

Genauso gut weiß ich aber auch, was für ein erhabener Moment es war, als ich endlich das Gold für die Reitfertigkeit und mein erstes Mount zusammenhatte. Was für eine Verbesserung der Lebensqualität das war, nicht mehr zu Fuß durch Azeroth stapfen zu müssen.

Alle modernen MMORPGs, die einem das Reittier einfach so hinterherwerfen, fühlen sich vielleicht komfortabler an, verzichten aber auch auf dieses Gefühl von Errungenschaft und Fortschritt, das ein Vanilla-WoW damals vermittelt hat. Und genau dieses Gefühl finde ich jetzt eben auch in Dune: Awakening, und das immer wieder und wieder und wieder. Alleine dafür lohnt sich das Einloggen.

Habt ihr in Dune: Awakening schon hineingespielt? Teilt ihr meine Einschätzung oder seht ihr das ganz anders? Und wie gefällt euch das neue Funcom-Abenteuer? Verratet es in den Kommentaren. Alles Wissenswerte zum Spiel findet ihr übrigens in unserer großen Übersicht: Dune: Awakening – Alles zum Release auf PS5, Xbox und PC

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Fleischi

Also wow mit dune vergleichen und dann auch noch mit Vanilla ist schon heftig. Aber gut kann man machen. Persönlich halte ich das Spiel für nicht gut und sobald die leute im late game ankommen merken viele wieso. Da passt alles hinten und vorne nicht zusammen. Pvp ist halt random based und wer ne base im dd hat sollte über nacht immer alles in ne frindly zone bringen. Du bist 24/7 zu random Zeiten angreifbar. Die kontrollpunkt im dd sind z.b. komplett nutzlose fürs landraad. Die farm items sind jede woche die gleichen. Weshalb man in 5 minuten nach Erscheinen der Aufgabe diese erledigt hat. Ein 0815 spiel brauch hier gar nicht mitmachen. Nochmal zu den kontrollpunkten, das sind Boden Punkte und in der dd herscht aber nur luft schlacht….. hinzukommt das es viel zu einfach ist. Gibt jetzt schon im steam forum Diskussionen darüber…. man 1 shootet halt einfach alles. Was die kill Aufgaben für den landsraad nur nervig gestalten. Weil das sind auch jede woche die gleichen. Mit ner sniper kannst du auch melee schilde umgehen, weil sie am gift sterben usw…. Natürlich rede ich hier nur von hagga basin. Das endgam ist das eintönigst was ich in den letzten 30 Jahren gezockt hab. Ich spiel es aber momentan dennoch, weil ich einfach mal spice in ner Gruppe abbauen möchte. Dazu bin ich noch nicht gekommen.

Sazi

Der Vergleich mit WoW-Vanilla hinkt aber doch mächtig. Auf der einen Seite stimmt es, dass das Mount ein spürbarer Charakterfortschritt war. Auf der anderen Seite war es eben nicht so, dass man (relevant) an Fortschritt verlieren konnte. Sicherlich hatte man vielleicht Repkosten oder ein paar zusätzliche Laufwege. Das ist aber nicht vergleichbar mit den großen Rücksetzungen, die ein Tod im Survival, speziell auch in Dune mit sich bringt.

Spürbare Charakterfortschritte, die mit Anstrengungen verbunden sind, tragen auf jeden Fall zur Motivation bei. Das ist aber unabhängig davon, ob man stetigen Fortschritt (WoW) bevorzugt oder Spaß an häufigen Rücksetzern (Dune) hat.

Fisch0rmania

Das gleiche Gefūhl, wie bei Ark, wenn man nicht unbedingt seinen High End Dino verlieren möchte. Spiel klingt echt interessant. Wenn das nächstes Jahr für Konsole kommt,dann kann man sich das bestimmt mal anschauen. 😁

EsmaraldV

Ich stimme dir voll und ganz zu – endlich ein Survival-mmo, das sich wirklich nach Survival anfühlt. Es beginnt bei den alltäglichen Dingen – dem Trinken, ohne dass es frustrierend oder „gekünstelt“ wirkt – wir sind eben auf einem staubtrockenen Planeten.
Für mich ist der Sandwurm das Highlight. Jede wüstenüberquerung hat somit ihre spannenden Höhepunkte – eine Farm-Route kann unerwartet spannend werden – das ist einfach nur grandios!

Das Spiel macht aktuell einfach nur Spaß, ohne dass es frustrierend wird, das sammeln, erkunden und erforschen fühlt sich enorm lohnenswert an und obwohl man fast nur Sand sieht, wirkt die Welt spannend und lebendig mit Entdeckerdrang.

Ich bin sehr zufrieden!

Fleischi
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Fleischi

Stimme ich nicht zu, Wasser ist das kleinste Problem auf arrakis, fremen Kleidung anziehen und du kannst sogar mit tauauf maximum kommen…. verlieren kann man theoretisch auch nichts wenn man richtig spielt…. bin in 133 stund 1x vom wurm gefressen worden und das nur weil ich wissen wollte wie fie mechanik funktioniert. Mir fehlte deshalb auch das achievment das mich ein wurm anstarren. Bekomm den nie zu Gesicht o0

EsmaraldV

Ich hab nicht ansatzweise die Spielzeit, die du hier nennst. Das Problem mit dem Wasser hat sich tatsächlich erledigt, aber deine andren Probleme kann ich nicht ganz nachvollziehen – vor allem die Aussage „man verliert theoretisch nichts“ – das endgame-pvp ist doch Full-loot, oder nicht?🤔

Der Wurm hat mich bisher 2mal erwischt – bei mir bleibt das spannend, jegliche wüstenüberquerung.
Kurz: Ich finds weiterhin fesselnd.

Goldmember

WoW hat damals viel richtig gemacht, unter anderem, dass man an der Ausrüstung erkennen konnte ob es sich um einen guten Spieler handelt

diesdasverschiedenedinge

Nein man könnte an der Ausrüstung erkennen ob jemand viel Zeit investiert hat.

Goldmember

Ich war nur an progress Raids interessiert und PvP nicht an städig gleichen PvE Inhalt. Alles war frisch es gab keine Guides und man musste sich alles selbst erarbeiten oder herausfinden. Alle die früh gutes Gear hatten wussten welche Knöpfe man drücken musste.
Mein Interesse an WoW endete mit Einführung der daily quests und Wellfare Epics. Dies hätte ich anführen sollen.
Ja und 40er Raids waren suboptimal aber bis Mitte Sunwell gab es für mich die goldene Zeit

Geroniax

Beim PvP kann ich das noch verstehen, aber im PvE konnte man kaum von gut reden, da die Mechaniken einem nicht viel abverlangten. Wer gutes Equipment hatte, hatte vor allem:

a) Eine große Gruppe/Gilde (40 Personen Raids)
b) Glück auch den Loot zu kriegen den man braucht
c) Viel Gold oder Zeit um sich Verbrauchsgegenstände herzustellen (Resistenz-Tränke etc.)

Alles wurde in den letzten Jahren, nicht nur in WoW, deutlich einfacher gehalten – was mMn auch gut ist, denn Hardcore MMOs halten sich nicht lange.

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